Kingdom of Wonder

Reisezeit: November / Dezember 2013  |  von Kerstin Reimer

Kep: Über Kambodschas staubige Pisten

Hallo zusammen,
heute wollten wir es wissen. Wir haben einen Roller gemietet und uns todesmutig auf Kambodschas staubige Drecksstraßen gewagt. Nach dem Frühstück ging es los. Unser Ziel waren die Höhlen von Champong Trach. Dieser Höhlenkomplex befindet sich ca. 28 Kilometer nördlich von Kep, zu Füßen des Phnom Kompong Trach, einer dramatischen Karstfelsformation mit über 100 Höhlen und Gängen. Vom Eingang führt ein unterirdischer Gang ins Zentrum einer Karstformation. Hier stehen Besucher umgeben von senkrechten Karstwänden mit Kletterpflanzen unter offenem Himmel und fühlen sich ein bisschen wie in einem riesigen Goldfischglas.
So in etwa klang die Beschreibung unseres Reiseführers. Wir also voller Optimismus los auf den Roller, Staub schlucken. In weiser Voraussicht hab ich gestern Abend noch zwei Gesichtsmasken gekauft. (Was ist eigentlich die Mehrzahl von Mundschutz? Mundschützer? Mundschutze? Oder einfach Mundschutz??) Egal, wir waren jedenfalls ausgerüstet. Das ich die Dinger selbst im Urlaub tragen muss...
Im Ort selber war die Straße tatsächlich eine richtige Straße, mit Teer und allem Drum und Dran. Wir schöpften Mut. Vielleicht war es ja gar nicht so schlimm wie gedacht. Nach etwa 8 Kilometern war Schluss mit Lustig. Wir bogen in die unvermeidliche Staub und Schotterpiste ab. Nun ging es mit wahnsinnigen 20-30/Kmh von Schlagloch zu Schlagloch oder vielmehr wenn möglich Drumherum. Nach einer gefühlten Ewigkeit und mehrmaligem Nachfragen bogen wir links ab. Dieser Weg sollte zu den Höhlen führen. So wurde es uns gesagt. Wenn wir bis dahin geglaubt haben, die Straße sei Schei.... Haaa weit gefehlt. Schlimmer geht ja bekanntlich immer. Dieser Feldweg war nicht nur Schlagloch übersäht, nein er war eigentlich auch ein einziges Schlammloch. Ok, Augen zu und durch. So kurz vor dem Ziel wollten wir dann auch nicht klein beigeben. Irgendwann waren wir da. Wer hätte das noch gedacht? Vor uns ein großer Parkplatz. Menschenleer. Komisch, bei den guten Anfahrtswegen. Hinter uns Mofa geknattere. Der Mann, der den Eintritt kassiert. Neben uns schon zwei Mädels mit Taschenlampen am Start. Die sind jetzt unser Guide, zur großen Führung durch das Höhlenlabyrinth. So dachten wir jedenfalls. Denn aus der großen Führung wurde eher eine kleine. Denn die meisten Gänge stehen aufgrund der eher feuchten Wettersituation unter Wasser. Kurz und gut. Schön war es, gelohnt hat es sich nicht.

Auf dem Heimweg machten wir Halt an den berühmten Pfefferplantagen. Kampotpfeffer zählt nämlich mit zu dem besten Pfeffer weltweit. Eine Besichtigung der Pfefferplantagen ist zumeist kostenlos, da sie ihr Geld damit verdienen, das der werte Besucher zum Abschluss meist noch Pfeffer käuflich erwirbt. So auch wir.
Nach ein paar interessanten Informationen rund um den Pfeffer ging es aber endgültig Richtung Heimat. Wir hatten eindeutig genug von Kambodschas staubigen Pisten.
Zum Abschluss des Tages gab es in Kep noch ein erfrischendes Bad im Meer und danach ging es zu unserer heißgeliebten Bude am Crab-Market.
Müde und satt beendeten wir den Tag und beschlossen, dass das unsere einzige Expedition mit dem Roller ins Umland gewesen ist. Morgen werden wir uns einen faulen Tag am Pool machen.
Übermorgen geht es weiter nach Sihanoukville, unsere letzte Station in Kambodscha. Dort werden wir wahrscheinlich völlig versanden und in eine lethargische Urlaubsstarre verfallen.
Wir melden uns.
Kerstin und Andreas

Noch sind wir guter Dinge und die Straßen asphaltiert....

Noch sind wir guter Dinge und die Straßen asphaltiert....

Wir nähern uns unserem Ziel. Die Höhlen von Kampong Trach

Wir nähern uns unserem Ziel. Die Höhlen von Kampong Trach

olle kambodschanische Drecksstraße....

olle kambodschanische Drecksstraße....

Eingangbereich zu den Höhlen...

Eingangbereich zu den Höhlen...

Im Innenhof...

Im Innenhof...

Heilig....

Heilig....

Höhle...

Höhle...

nochmal heilig...

nochmal heilig...

Da wo der Pfeffer wächst....

Da wo der Pfeffer wächst....

Schwarz, Rot, Weiß... wir wissen jetzt alles...

Schwarz, Rot, Weiß... wir wissen jetzt alles...

Merke: Pfefferpflanzen mögen keine Sonne...

Merke: Pfefferpflanzen mögen keine Sonne...

Staubige Dreckspiste

Staubige Dreckspiste

Berichte schreiben. Abends auf der Terrasse....

Berichte schreiben. Abends auf der Terrasse....

Und er schaut, ob ich auch alles richtig mache...

Und er schaut, ob ich auch alles richtig mache...

© Kerstin Reimer, 2013
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Diese Jahr geht es nach Kambodscha. Nach einer kurzen Stippvisite 2010 verdient dieses Land deutlich mehr Zeit und Aufmersamkeit.
Details:
Aufbruch: 07.11.2013
Dauer: 4 Wochen
Heimkehr: 07.12.2013
Reiseziele: Kambodscha
Thailand
Der Autor
 
Kerstin Reimer berichtet seit 11 Jahren auf umdiewelt.
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