Kingdom of Wonder

Reisezeit: November / Dezember 2013  |  von Kerstin Reimer

Sihanoukville

Hallo Ihr Lieben,
nachdem wir gestern wie gesagt nur faul rumgehangen haben und außer planschen im Pool, sowie essen, trinken, Wurst abschneiden nichts passiert ist, war heute wieder ein Reisetag. Heute ging es nämlich nach Sihanoukville, unser letzten Station in Kambodscha. Nochmal 6 Tage am Strand hängen, im Meer baden und dem Müßiggang frönen. So ist der Plan. Aber davor stand ja noch die Fahrt. Nach Sihanoukville verkehren von Kep aus nur Minibusse. Und über Minibusfahrten in Kambodscha steht viel geschrieben. Aber wie schon einmal bemerkt, zu viel Information verwirrt den Touristen. Auf jeden Fall wurden wir super pünktlich um 10:00 von unserer Lodge abgeholt. Um 10:30 sollte dann der tatsächliche Bus starten. Nachdem wir noch mindestens 1,5 Stunden in der Sonne gar gekocht wurden, ging es um 12:00 dann auch tatsächlich schon los. Der arme kleine Bus wurde gnadenlos vollgestopft, mit Menschen und Gepäck. Die Kofferraumklappe ließ sich am Ende nicht mehr schließen und wurde mit einer Strippe festgebunden. In Gedanken verabschiedete ich mich schon einmal von meinem Rucksack und freute mich auf Tonnenweise Staub. Aber ich sag nur: Kingdom of Wonder, die Straße nach Sihanoukville war für kambodschanische Verhältnisse in einem auffallend gutem Zustand. Dem Himmel sei Dank!!
Drei Stunden später erreichten wir unser Ziel. Herzlich willkommen in Sihanoukville, der nächsten gesichtslosen Stadt auf unserer Reise. Laut, dreckig, anonym. Wie eigentlich alle Orte die wir ansteuerten. Das erste, was jedes Mal am deutlichsten hervor sticht, ist der all gegenwärtige Plastikmüll. Was könnte Kambodscha doch für ein schönes Land sein, wenn die Menschen es mal fertig brächten, ihren Müll ordentlich zu entsorgen. Überall liegt Müll. Das geht mir inzwischen richtig auf die Nerven. Man fährt stundenlang durch Kambodschas schöne grüne Landschaft und sieht stundenlang nichts anderes als eine sich endlos ausdehnende Mülldeponie rechts und links neben der Straße. Aber genug über leere Plastikflaschen und Tüten philosophiert. Wir mussten ja noch in unsere Bungalowanlage. Das bedeutete wieder zähe Verhandlungen mit der Tuk-Tukmafia .Die natürlich wiedermal kackdreist üble Fantasiepreise aufrief. Aber wir waren vorbereitet. Wir hatten einen Stadtplan. Deshalb musste ich mich auch vor Lachen fast ausschütten, als der Tuk-Tuk Obermafioso seinen Preis nannte. Der musste dann wohl oder übel auch mit lachen. Wir einigten uns auf einem vernünftigen Niveau. Auf der Hinfahrt im knüppelvollen Minibus hab ich mir im Stillen schon überlegt, wenn die Unterkunft richtig blöd ist. Bleiben wir nur eine Nacht und fahren gleich weiter nach Thailand. Ich gebe zu, zwischendurch bin ich richtig abgefressen. Das Kingdom of Wonder geht mir zwischenzeitlich richtig auf die Nerven. Aber, unsere Unterkunft stellt sich als echter Glücksgriff heraus. Einfache Bungalows, gigantisch schön gelegen. Wir sind am schönsten Strand in Sihanoukville gelandet. Was allerdings zum größten Teil daran liegt, das es sich um einen Privatstrand eines Luxusresort handelt. Zur Abwechslung tatsächlich mal kein Dreck!!!! Weißer Sand und türkis-blaues Wasser. Die nächsten 6 Tage könnten schön werden.

Also bis dann.
Kerstin und Andreas

Unsere Hütte

Unsere Hütte

Terrasse

Terrasse

Aussicht

Aussicht

Zimmer

Zimmer

Meer

Meer

Nochmehr Meer

Nochmehr Meer

Schlechte Verstecke...

Schlechte Verstecke...

© Kerstin Reimer, 2013
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Diese Jahr geht es nach Kambodscha. Nach einer kurzen Stippvisite 2010 verdient dieses Land deutlich mehr Zeit und Aufmersamkeit.
Details:
Aufbruch: 07.11.2013
Dauer: 4 Wochen
Heimkehr: 07.12.2013
Reiseziele: Kambodscha
Thailand
Der Autor
 
Kerstin Reimer berichtet seit 11 Jahren auf umdiewelt.
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