One Love

Reisezeit: November 2015 - September 2016  |  von Markus Knüsel

abteil steil

rugby museum -kapstadt

rugby museum -kapstadt

rugby museum -kapstadt

rugby museum -kapstadt

rugby museum -kapstadt

rugby museum -kapstadt

die geschichte ist schnell erzählt; die ausreise aus mozambique und die einreise nach südafrika waren aufgrund der bevorstehenden weihnachtstage eine reine tortur. stundenlanges anstehen auf beiden seiten, bei angenehmen 40 grad versteht sich. man kann die zeit ganz bestimmt besser verbringen, aber es fühlte sich dennoch an, als ob man ins gelobte land zurückkehrt. kfc, ampeln und rotlichter, selbst im spar shoprite war ich total überfordert, da auf einmal wieder alles im überfluss erhältlich.
zum abschluss der tour durften wir nochmals eine safari machen, im krüger national park. die hohen erwartungen in diesen park erfüllten sich leider aber nicht, obwohl wir big 4 und wild dogs sahen. wir hatten einen sehr schlechten fahrer/leader und der park war vollbepackt mit fahrzeugen. manchmal kann ich mir mehr auf einem highway vor als in einem nationalpark. autos immer und überall. trotz diesem handicap sahen wir viele antilopen, einige nashörner und noch viel mehr elefanten. fazit fällt trotzdem ernüchternd aus; mit hwange nationalpark der schlechteste drive bisher.
in johannesburg wurde ich dann alleine zurück gelassen, somit verbrachte ich die feiertage alleine in der lodge. nachdem sophie und henry direkt nach australien flogen, verabschiedete sich am 24igsten morgen früh cara und craig ebenfalls. mit mr. sam und mr. simon ging ich am morgen noch christmas shoppen in einer nahegelegenen mall, bevor sich auch die beiden richtung zimbabwe aufmachten. kurze anekdote: die shopping mall hatte ein parkhaus und die beiden mussten das erste mal in ihrem leben ein parkticket bezahlen und entwerten, und das noch an einem automaten. mit ungläubigen augen betrachteten sie mich, wie ich das ticket in die einführung legte, bezahlte und sekunden später das ticket zurückbekam. es stellte sich später heraus, dass sie meinten, der automat sei ein atm…

aber zurück zu j’burg und weihnachten. ich kriegte noch deutsche gesellschaft im zimmer, aber sonst war da gar nix los. selbst die bar war die meiste zeit geschlosssen. christmas day wurden wir von den locals zum braai (grillieren) eingeladen, sonst verbrachte ich die zeit mit blog schreiben und fotos ablegen…, bis ich meinen laptop gecrashed habe. die ganze arbeit für die katz. zum glück war der blog bereits online gespeichert. etwa gleiches glück hatte ich beim flug nach kapstadt am nächsten tag. geplante abflugszeit war 10.00 uhr, welche aber am tag vorher auf 11.00 uhr geschoben wurde. am flughafen selber dann wurde 14.00 uhr angegeben, geflogen sind wir um 16.00 uhr. this is africa! selbstverständlich war mein fahrer, der mich abholen sollte, nicht mehr da. naja… aber ich war in kapstadt! und in diesem ort ist es möglich ziemlich grossen spass zu haben. ich rede von einem dutzend bier in bade shorts, vom tanzen bis ins morgengrauen mit backpackerinnen jeglicher herkunft und sex im 8er dorm-room! richtig spass also! leider kostet dieser spass geld und stiehlt dir kostbare zeit, für die du ja eigentlich hergekommen bist. wenn du mit einem alkohol bedingtem stechen im kopf aufwächst, das in deinem ohnehin hitzegeschädigten schädel pocht, hält sich dieser eben beschriebene spass dann aber auch wieder in grenzen. nach einem sprung ins pool und einem deftigen frühstück im arnold’s (ja celine, ich weiss…) sieht die welt schon wieder besser aus und man ist schon wieder in der lage zu denken, dass nach dem rausch ja vor dem suff ist…
the backpack, das hostel in welchem ich logiere, hat nichts von seinem scharm verloren, im gegenteil, aber die leute in diesem jahr sind, gelinde ausgedrückt, ein bisschen anders als sonst. da haben wir z.b. cliff aus den vereinigten staaten. er pflanzt zuhause legal hanf an und hat einen weg herausgefunden, das komprimiert in e-zigaretten zu rauchen. logischerweise will er uns immer und zu jeder zeit das prinzip zeigen. sein ganzer sonstiger tagesablauf dreht sich nur um die besorgung von weiterem hanf und die suche nach der nächsten whisky bar! oder da ist eine junge amerikanerin, welche in edinburgh lebt, und sich durchs ganze hostel poppt. ich meine, das könnte mir ja egal sein, aber vorzugsweise tut sie das gerne in dorms und/oder fremden betten, womit ich wieder involviert bin, da ich trotz suff nicht schlafen kann. wieso auswärtsspiel, obwohl sie ein zweier zimmer mit einer freundin teilt? und dann wären noch die cricket fans aus england. und das waren so viele. ein spiel, das 5 tage dauert, sie verkleiden sich als super mario’s oder als krokodil, die hauen sich an der prallen sonne literweise bier in die birne und damit ist dieser event für sie so „core“ wie etwa eierstock schiessen. und das ewige dauertrinken färbt ihre weltanschauung dementsprechend. sie sehen alles bernsteinfarben und sie lachen lautstark darüber, in einen topf geworfen zu werden, doch dann trinken sie noch weiter, fallen sich in die arme und lallen blödsinnige lieder… oder ziehen sich die paarungswillige lady aus amerika rein. bringt ja auch erleichterung…

wie ich das alles aushalte? gut, zeit und trinken heilen alles oder sie bringen zumindest etwas erleichterung. aber ich habe auch viele nette leute kennengelernt. eine premiere erlebte ich mit barbara; sie ist die erste liechtensteinerin, welche ich je getroffen habe auf meinen bisherigen reisen. und nicht nur das war eine premiere, barbara könnte gut meine zwillingsschwester sein. gleich übermässig stark afrikaverliebt wie ich und so selbe ansichten übers leben und reisen. so cool und doch auch ein wenig beängstigend, wenn sie gerade das sagt, was du eben gedacht hast. sie hat mir übrigens ohne zu überlegen ihr laptop und mobile phone zum gebrauch hier in kapstadt gelassen, damit ich diesen blog schreiben kann. und das für den rest meines trips. danke nochmals, schätze das sehr! weiter habe ich dutzende schweizer kennengelernt und schon kennende schweizer getroffen. so feierte ich mit patrik (früherer jungwächtler von mir), mit seiner freundin beatrice und deren schulkollegen eine wilde nacht in einem drum n bass club oder erlebte einen wunderschönen tag am markt mit rebecca und kevin, welche ich aus meiner davoser zeit kenne. wir mussten feststellen, dass wir uns obwohl wir beide in der schweiz leben uns häufiger in afrika treffen/sehen als in der schweiz. auch eine schöne geschichte.
silvester verbrachte ich mit natacha und ihrer schwester (beide locals, natacha lebt aber in der schweiz und weilt in den ferien bei ihrer familie) an der longstreet. good to have friends around the world! good timez!
3 wochen kapstadt, was bleibt übrig? es ist sommer, sogar nachts. egal ob once, jburg, beerhouse, irish pub, marvels, donnerstags ist fiction tag; drum n bass! braun gebrannt und aufgebrezelt drängelten wir uns durch die menge, ohne ziel. der laden ist so gross wie eine 5 zimmer wohnung und ist dermassen voll, dass die menschen darin zu einer einzigen einheit verschmolzen. wir wollten exzess und den bekamen wir. die masse tanzte und sprang, der boden bebte. wir wurden wie eine lawine weggespühlt, leiber ineinander verkeilt und schliesslich von der theke wieder ausgespuckt. selbst der neuste in-club shimmy am harbour waterfront mit dem dj duo gold fish konnte da nicht mithalten. shimmy, ein ort zwischen freakshow und st. tropez, hipstern metropole und white trash – ein ort der krassen gegensätze: models, kohle, karren und protz, beschützt durch bis auf die knochen bewaffnete ex-mariens und auf der anderen seite der rostige harbour. nicht so mein ding, dann lieber einen abgelutschten club wie das fiction, wo die klos noch nach pisse & wc steinen riechen.
aber dass jetzt nicht der eindruck entsteht, ich hätte nur gefeiert in kapstadt, nein, einmal ging ich sogar auf den signal hill zum picknicken und sonnenuntergang anschauen. mit barbara und den schweizer safari bros sam und beenie, war herrlich. und man glaubt es kaum, aber ich habe ein museum hab ich besucht. ja genau, das springboks rugby museum. auch ne ganz tolle sache! ja soweit zu meinen kulturellen highlights neben dem ausgang. cape town i love you!

tafelberg - cape town

tafelberg - cape town

signal hill - cape town

signal hill - cape town

shimmy beach club

shimmy beach club

© Markus Knüsel, 2016
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Die Reise
 
Worum geht's?:
be travel, be knüsi - 12 monate pures reiseabenteuer
Details:
Aufbruch: 14.11.2015
Dauer: 10 Monate
Heimkehr: 13.09.2016
Reiseziele: Schweiz
Kenia
Tansania
Malawi
Sambia
Simbabwe
Mosambik
Südafrika
Neuseeland
Tonga
Vereinigte Staaten
Großbritannien
Irland
Belgien
Deutschland
Der Autor
 
Markus Knüsel berichtet seit 11 Jahren auf umdiewelt.
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