One Love

Reisezeit: November 2015 - September 2016  |  von Markus Knüsel

coffee bay – never too far away

coffee bay - matan, lisa und me

coffee bay - matan, lisa und me

coffee bay - matan beim surfen

coffee bay - matan beim surfen

coffee bay - schuljunge auf dem heimweg, direkt von der schule in die wellen...

coffee bay - schuljunge auf dem heimweg, direkt von der schule in die wellen...

wanderung hole in the wall

wanderung hole in the wall

ja genau. dann sitzt man da stundenweise verschwitzt im baz bus richtung umtata durch die transkei und die sonne scheint ununterbrochen in die fresse. einziger aufheller dieser fahrt war matan, der im selben bus sass und mit welchem ich 2 ½ wochen lang in jbay gefeiert hatte. nette überraschung, aweee bro!
im vergleich zur gartenroute ist die transkei ein absoluter kontrast und ein grosser landschafts leckerbissen für leute, welche gerne grüne hügel und weite täler mögen. transkei hauptstadt umtata mal erreicht, verlassen die meisten leute den bus und nehmen den shuttle nach coffee bay.
coffee bay – ein ort für die grössten freigeister und den freigeistern. hippie dorf unter trommelklängen und drogen an jeder ecke zu kriegen. alles ein bisschen unwirklich, viele aussteiger mitten im nirgendwo. diese zufriedenheit, der ich nicht ganz trauen wollte, die mir fast unangenehm erschien. mit so wenig glücklich zu sein, auf so vieles zu verzichten. es stand in ihren gesichtern, glück in den zugedröhnten augen, ich hatten oft den eindruck, dass sie alles hatten, das ihr leben vollkommen macht!
für mich persönlich stand aber weniger der freigeist und die drogen im vordergrund, ich wollte nach etlichen regenerationstagen (schulter) wieder mal aufs brett. leider reichte es nicht mehr am ersten tag ins meer zu paddeln, aufgrund demonstrationen in pe verspätete sich der baz bus, daraus resultierend war auch der shuttle zu spät. dusche und nachtessen plus die paar obligaten bierchen in der bar, so liess ich mir den ersten abend ausklingen. am nächsten morgen ging es dann aber aufs board und ich überraschte mich selber ein bisschen, wie gut es schon wieder geklappt hat. zwar nur weisse wellen (die strömung war zu stark weiter draussen), doch der untergrund war ziemlich gefährlich (scharfe steine) und schlussendlich war ich glücklich nur einige blutende cuts an den füssen davon getragen zu haben. aber war wunderbar wieder da draussen zu sein und keine schmerzen mehr zu haben.

am folgenden tag unternahmen wir (habe wieder lisa aus österreich getroffen) eine wanderung ans hole in the wall. wie es der name schon sagt, ist das ein loch in einem felsen, wo die wellen sich hindurch quälen. der hike war wunderschön, auch genügend anstrengend. die wanderung führte uns der küste entlang, so wurde es uns auch erklärt. in wirklichkeit haben wir uns ein halbes dutzend mal verlaufen bzw. den weiteren weg nicht mehr gefunden, denn es gab keine beschriftungen, nicht mal pfeile oder was ähnliches. einmal entschieden wir uns direkt an den steinklippen entlang zu laufen, bis wir aufgrund der flut nicht mehr weiter kamen. der ganze verfluchte hügel wieder hoch. teilweise war es mehr klettern als wandern. jedoch haben wir uns durch die unendlichen grünen weiten durchgekämpft, beim hinunter klettern fast in eine schwarze schlange gegriffen und nach 3 stunden den felsen mit dem loch erreicht. das meer brachte angenehme abkühlung für meine füsse, die immer noch ziemlich lädiert waren vom surfen. den rückweg mussten wir vor ort organisieren und probierten alle fahrzeuge anzuhalten und zu fragen, ob wir eine mitfahrgelegenheit kriegen. ehrlich gesagt war das gar kein so einfaches unterfangen, da es ganz wenige fahrzeuge waren. ein rotes auto passierte uns mit einem typen drin, der ebenfalls in unserem hostel wohnte. zahnpasta-lächeln aufsetzend fuhr der an uns vorbei, obwohl keine weitere person darin gesessen hat. abends erzählte er grosskotzig im backpackers von seiner wahnsinns-wanderung ans hole in the wall. mit weissen converse sneakers losgelaufen und mit weissen converse sneakers zurück gekommen… es gibt viele ärsche auf dieser welt. manche durften nach rosen, andere schwitzen und noch andere stinken. wiederum andere scheissen 10-mal am tag und dann gibt es noch solche ärsche wie eben erwähnt. mehr will ich dazu nicht sagen, das ganze fadisiert mich! ach ja, ein netter kerl (sein name war linda, und ja, es war ein mann) aus swaziland, welcher in der umgebung von coffee bay arbeitete, hat uns dann mitgenommen und unterwegs haarsträubende geschichten erzählt. eigentlich schade, dass wir nach 15 minuten schon wieder zurück im backpackers waren.

der dritte tag war dann eine farce. nach durchzechter und fast von moskitos aufgefressener nacht haben es lisa und ich doch geschafft um 7 uhr auf der matte zu stehen und siehe da: keine boards da. die waren für den bevorstehenden beach tag vorgesehen (ganzer tage am strand inkl. essen und surfen). okay auch gut für mich, also hab ich mich gleich eingetragen. für lisa weniger gut, da sie mittags weiter zog und wir uns für diese reise jedenfalls definitiv ein letztes mal tschüss sagen mussten. beach tag wurde daraufhin abgesagt, da zu wenig interessierte leute vorhanden waren. super toll! also versuchte ich es am nachmittag bei flut. harter regen- und hagelsturm verhinderte auch dieses vorhaben, so dass ich ganz frustriert in der küche sass, zusammen mit rund einem dutzend putzfrauen vom hostel und uns die zeit todschlugen bis die schauer vorbei waren. wieder mal ein tag verschenkt!
in der zwischenzeit habe ich mich mit weiteren leuten angefreundet. karin aus holland und odo aus österreich. karin hat ziemlich horror story hinter sich, ihr wurde alle wichtigen dinge aus dem auto geklaut. pass, kreditkarten, bargeld usw. kleine unaufmerksamkeit bei einem stopp unterwegs und schon war es passiert. die arme konnte coffee bay gar nicht wirklich geniessen, da immer diese geschichte im weg stand…
tag 4 brachte mir dann endlich einen perfekten tag. schon vor 7 uhr sass ich draussen im meer mit pina (ganz nettes mädel aus deutschland, sie kam praktisch direkt von der bar mit ins meer) und ich paddelte um mein leben. ich kriegte echt einige gute wellen und richtig ausgepowert & zufrieden ging ich zurück in backpackers, wo schon ein leckeres englisches frühstück wartete. danach war super rugby angesagt, den ganzen tag. und mein team hat dann auch noch gleich ziemlich hoch gewonnen. zwischen durch einen kurzen nap, einen starken espresso und abgerundet wurde dieser wundervolle tag mit steak, braai und bier! herrlich, was gibt es besseres? so könnte jeder tag sein, genau mein geschmack! aweeee!
leider verliess mich auch matan, welcher unbedingt noch vor seiner rückreise in durban surfen gehen wollte. er traf auf einen südafrikaner, welcher ihn direkt nach durban fuhr (ohne shuttle bus und baz bus) und dieser typ sah aus wie jared leto von 30 seconds to mars. als ein junger deutscher ihn darauf aufmerksam machte meinte er ganz trocken: „hm, keine ahnung wer dieser jared ist, aber glück für ihn so gut auszuschauen!“
die zeit ging viel zu schnell um und ich verkürzte mein aufenthalt in coffee bay schweren herzens, weil mir zugeflüstert wurde, dass vor durban noch ein wahnsinns-spot vor mir liegt, mit guten wellen und tollem hostel. also dann mal los…

wanderung hole in the wall - das war noch nicht das grosse loch...

wanderung hole in the wall - das war noch nicht das grosse loch...

wanderung hole in the wall - verwirrte kuh am strand...

wanderung hole in the wall - verwirrte kuh am strand...

hole in the wall

hole in the wall

hole in the wall

hole in the wall

© Markus Knüsel, 2016
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Die Reise
 
Worum geht's?:
be travel, be knüsi - 12 monate pures reiseabenteuer
Details:
Aufbruch: 14.11.2015
Dauer: 10 Monate
Heimkehr: 13.09.2016
Reiseziele: Schweiz
Kenia
Tansania
Malawi
Sambia
Simbabwe
Mosambik
Südafrika
Neuseeland
Tonga
Vereinigte Staaten
Großbritannien
Irland
Belgien
Deutschland
Der Autor
 
Markus Knüsel berichtet seit 11 Jahren auf umdiewelt.
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