One Love

Reisezeit: November 2015 - September 2016  |  von Markus Knüsel

jeffreys bay - surf your surf – party your party

the island vibe - jeffreys bay

the island vibe - jeffreys bay

the island vibe - jeffreys bay

the island vibe - jeffreys bay

the island vibe - jeffreys bay

the island vibe - jeffreys bay

supertube - jeffreysbay

supertube - jeffreysbay

lagebericht zur nation

was ist wichtig im leben? glücklich sein, auch wenn das so platt klingt. für mich ist es wichtig, von positiven menschen umgeben zu sein. viel zu surfen, kreativ zu sein – egal beim surfen, beim fotographieren oder beim blog schreiben. mich gesund zu ernähren und wenig alkohol zu trinken tut mir eigentlich auch gut, doch leider halte ich mich viel zu selten daran… speziell hier in jeffreys bay!
surfen und party, 17 tage lang. hier kann man zwischen sich betrinken mit fremden, feiern mit zukünftigen bekanntschaften oder beer pong spielen mit überfrivolen zufallsbekanntschaften auswählen. die staycation gewinnt. das war der plan. und es hört sich nach einem verdammt guten plan an. so kamen wir freitag abends an und stiegen gleich mit feiern ein, ein erstes mal steil gehen. und am folgenden tag ging es mit einem daraus resultierendem ziehen im kopf das erste mal aufs brett. erste welle – ungebrochen – knüsi kriegt das ding! unter den pfiffen der locals, der ritt meines lebens, immer bereit zu sterben, das leben in sich aufzusaugen, adrenalin, wo man hin fühlt, russisches roulette. momente des glücks. solange man nicht fällt! mit übermut stürzte ich mich in die nächste grosse welle. und ich fiel. tief… sehr tief. das weisse wasser reichte mich mehrmals durch, waschmaschine pur. beinahe versoffen, spuckte mir die welle noch das brett an die fresse, nachdem ich schon an steinen gegroundet bin. kaum die orientierung zurück erhalten, schlug die nächste welle zu. weisses wasser, waschgang. ihr wisst ja bereits, da ist nicht viel sauerstoff unter wasser. irgendwie kam ich da raus und paddelte zu den kleineren wellen, welche wohl auch für einen beginner optimaler gewesen wären. später aus der see laufend bemerkte ich eine beule, ein richtiges horn über dem rechten auge. aber wisst ihr was? es hat sich gelohnt. diese eine welle kann mir niemand mehr nehmen und das fühlt sich hervorragend an. anstatt ausruhen ging es am samstag abend noch steiler als der abend zuvor, schliesslich hatte ich maddy (in knysna kennengelernt) wieder getroffen, was richtig gefeiert werden musste. dass sie am nächsten tag eine rund 15 stündige busfahrt vor sich hatte, das interessierte an diesem abend niemanden. noch ganz verkatert mussten wir leider goodbye sagen, wieder ein abschied der mir ziemlich schwer fiel.

zum glück bin ich aber in jeffreys bay und da ist man eigentlich nie alleine. und so traten schon bald sehr viele interessante personen in mein leben. shayan (deutschland/iran), elias, heidi, ina, lisa, niklas (alle aus deutschland), martin, judith (aus der schweiz), lee (uk), saskia (holland) oder die beiden barmänner felix (südafrikaner) und matan (israel), um nur die wichtigsten zu nennen. leider wiederholte sich das ganze immer wieder; da ich mehr zeit als die meisten reisenden hier habe, musste ich auf wiedersehen sagen und wurde zurück gelassen. sniff!
so zogen sich die tage in jbay dahin, der tagesablauf sah immer sehr ähnlich aus: surfen – chillen – party – schlafen. manchmal von einem ein bisschen mehr, manchmal bisschen weniger. weniger hangover bedeutete dann auch gleich besseres surfen. mein körper musste leiden. nicht nur meine leber, nein, mein bereits lädierter fuss schmerzte wieder, nachdem ein sprach student und vollidiot mich beim beach soccer umgesäbelt hatte, weil er alles zu ernst nahm (selbst beim beer pong ging es um leben und tod). zum knöchel bekam ich noch schulter probleme. muskuläre sache irgendwie, es ging soweit, dass ich nach einer joga session meine finger nicht mehr fühlen konnte. ein wenig voltaren und bisschen mehr windhoek und die sache war vergessen. zumindest bis zur nächsten surfsession. und da ich wirklich keine einzige nacht mit party hard ausgelassen habe, betätigte ich mich am tage immer sportlich. waren keine wellen da, joggte ich früh morgens den strand entlang und beendete diesen mit schwimmen im ozean. neben saufen und surfen war ich aber auch noch in einer dritten sache ziemlich erfolgreich; shoppen. die factory shops von jbay wurden wieder einmal mehr zu meinem zweiten home. 12 shirts, 6 tank tops, 6 shorts, 3 sonnenbrillen, 2 gurte und 1 geldbeutel für keine 300 euros.

gegen ende der zweiten woche änderten sich die leute im backpackers gewaltig. nachdem zu beginn fast nur holländer da waren, gab es eine deutsche invasion, die wiederum durch eine schweizer welle abgelöst wurde (zu viele schweizer für meinen geschmack), aber alles backpackers & reisende. danach kriegten wir gruppenreisende: zuerst 20 köpfige reisegruppe aus kanada, danach 60 amerikanische studenten. kontakte zu knüpfen war ziemlich schwierig, das gruppenverhalten ging mir ziemlich stark auf den kecks! und falls man doch mal den durchbruch geschafft hatte, dann waren das 18 jährige girls, die meinten sie hätten aufgrund des austausch jahres die ganze welt gesehen und schon alles erlebt. dann bereut man wieder, dass man jemand an der bar angesprochen hat. ein paar windhoek in den rachen schütten und die welt sah wieder besser aus…
und diese gruppen waren auch der grund, wieso ich 4 mal den dorm wechseln musste. eigentlich kein grosses ding, aber immer wieder rucksack packen, auschecken und warten aufs einchecken kann ziemlich mühsam sein.
in der zweiten woche kamen nach einer flaute von 2 tagen ein grosser swell rein. zu gross für mich. ich begleitete die jungs zur supertube, wo die wellen so richtig feuerten. selbst die locals hatten ihre zweifel und manch einer hat sich gedanken darüber gemacht, dass mick fanning vor 6 monaten genau dort im finale vom jbay pro von einem grossen weissen hai attackiert wurde. einige haben sich trotzdem raus gewagt und ich habe einige gute foto-shots gemacht.
gegen ende des aufenthaltes in jbay konnte ich gleich drei wiedersehen mit bekannten aus der schweiz feiern. zum einen habe ich meinen früheren jungwächtler patrik und seine freundin beatrice nochmals getroffen, auf einmal standen sie neben mir in der bar. weiter traf ich riley, ein südafrikaner, welchen ich vor einigen jahren durch seine schweizer frau sonja kennen lernen durfte und jetzt gerade in jbay weilte. und dann war da auf einmal noch lufti aufgetaucht. er war barkeeper im island vibe im jahre 2006/2007, er wohnt seither in jbay und hat sein eigenes business aufgebaut. 2011 habe ich ihn bereits wieder getroffen und lernte damals seine frau kennen. ja, und dann laufen mir diese beiden jetzt wieder über den weg, klar haben wir das begossen in der bar! wie klein die welt manchmal sein kann!

und was wäre jbay ohne stories. einige beispiele gefällig? gerne! so hat zum beispiel jemand in die dusche gekackt. wieso? das wusste auch niemand so genau. oder am anfang gab es 3 holländische mädels im backpackers, die waren nur im island vibe um beer pong zu spielen und männer heiss zu machen. das eine mädel hat nach einer langen party nacht vor die bar gekackt. wieso? das wusste auch niemand so genau. geschichten über die weitergabe der genen hätte ich auch genügend, aber wenigstens passierte es nicht im dorm. dafür sonst überall, the island vibe halt!
eine afrikanische story zum schluss: eines tages in der zweiten woche kam ich vom surfen nach hause und ich fand mein dorm-zimmer ohne türen und better vor. seelenruhig haben die die betten rausgenommen und neu gestrichen. da das hostel voll war, mussten die betten noch am selben tag zurück in den dorm. am morgen danach war ich noch gestoned von den farbdämpfen und auch mein rucksack ist nun ein bisschen farbiger geworden. wieso man das in der hauptsaison tut, das wissen nur die afrikanischen götter. zwei tage später musste ich wieder den raum wechseln und siehe da, wieder waren die türen weg und die betten draussen. gleiches spiel gleich nochmals…
fazit von jbay? wer braucht eine szene, lange haare, frauen in bikinis, jungs mit sixpacks, verdrehte akzente (aweeeee und howzit, bro?) und sonnenbrand an den füssen? nicht ich, sagte das walross. ich bereue keine sekunde da draussen (meer) und auch keine sekunde da drin (bar). LIVE A LIFE YOU WILL REMEMBER!

the point - jeffreys bay (matan auf dem board)

the point - jeffreys bay (matan auf dem board)

the point - jeffreys bay (65jähriger local auf dem bild)

the point - jeffreys bay (65jähriger local auf dem bild)

the point - jeffreys bay

the point - jeffreys bay

jeffreys bay - nach getaner arbeit (lisa, ina und ich auf dem rückweg...)

jeffreys bay - nach getaner arbeit (lisa, ina und ich auf dem rückweg...)

© Markus Knüsel, 2016
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Die Reise
 
Worum geht's?:
be travel, be knüsi - 12 monate pures reiseabenteuer
Details:
Aufbruch: 14.11.2015
Dauer: 10 Monate
Heimkehr: 13.09.2016
Reiseziele: Schweiz
Kenia
Tansania
Malawi
Sambia
Simbabwe
Mosambik
Südafrika
Neuseeland
Tonga
Vereinigte Staaten
Großbritannien
Irland
Belgien
Deutschland
Der Autor
 
Markus Knüsel berichtet seit 11 Jahren auf umdiewelt.
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