One Love

Reisezeit: November 2015 - September 2016  |  von Markus Knüsel

endless summer

"mein" surfboard...

"mein" surfboard...

wailua wasserfälle

wailua wasserfälle

mönchs robbe am strand - chill time

mönchs robbe am strand - chill time

ke'e beach

ke'e beach

stein boccia

stein boccia

bericht aus kauai

so, da war sie bereits, die vierte und letzte insel auf meinem hawaii-abenteuer: kauai. der flug war erneut nicht erwähnenswert, ausser dass meine sitz nachbarin blut schwitzte und fast ihren sitz aus den fugen riss, da flugangst. kauai begrüsste mich mit ein wenig regen, aber mit freundlichem vibe. der bus zum hostel nach kapa’a war schnell gefunden und auch der umstieg funktionierte ganz gut. kurze zeit später stand ich vor dem hostel und das glück stand mir zur seite. ohne aufschlag kriegte ich ein doppelbett im 6er dorm. vielleicht sollte ich noch erwähnen, dass keine fenster im zimmer waren und immer eine leichte briese wehte, weil wir unmittelbar am strand lagen. 20 meter vom meer entfernt, herrliche aussicht aus dem zimmer und von der veranda oder auf dem hausdach! jedenfalls coole und relaxe angelegenheit. 10 uhr ist zum beispiel liechter löschen, also geht man früh zu bett! und das kam mir die ersten tage ziemlich gelegen, wollte ich am nächsten morgen surfen gehen. die 1.5 meilen zu surfbaren wellen unternahm ich zu fuss. surfshop war vorhanden, leider hatte der nur ein 6.2er brett (ca. 190cm) zum ausborgen, also machte ich meine ersten erfahrungen damit. die wellen waren aber gar nicht prädestiniert für dieses vorhaben und trotzdem paddelte ich selbstbewusst raus. schliesslich waren die letzten surfs immer gut gewesen. fehlanzeige! neun von zehn malen wurde ich eingestampft und von überdimensionalen, sich überschlagenden strudel verschlugen. ich kam mir vor den ganzen ozean leergeschluckt zu haben und meine paddel-arme waren schon nach 30 minuten am brennen. im abstand von 6 sekunden kam eine gebrochene welle über mich rein, duck-dive funktionierte mehr schlecht als recht und so paddelte ich nach einer stunde dem beach entgegen, kam aber nicht zum strand raus. beschissene strömungen. also zehrte ich meine letzten kraft reserven an und schaffte es zum strand. und trotzdem war meine session erfolgreich. bin eine wirklich gute welle auf diesem ding gesurft und hatte 3-4 akzeptable ritte. aber auf was ich vor allem stolz war, dass ich an andy irons home beach kealia gesurft bin. andy war ein hawaiianischer surf pro und dreifacher weltmeister bevor er im november 2010 unverhofft starb. bis heute ist nicht richtig geklärt worden, was der grund war. offiziell herzinfarkt wegen medikamenten und/oder drogen missbrauch! bei einem 32 jährigen spitzen sportler trotzdem nicht wirklich vorstellbar. aber egal, es bedeutete mir einfach ziemlich viel, dort gesurft zu sein, wo einst andy sein handwerk lernte. das ist alles!

und plötzlich wimmelte es nur so von innerschweizer im hostel. schnell war herausgefunden, dass severin und lukas von bueri waren, zwei lustige und äusserst nette kerle. da sie ein auto gemietet hatten, schloss ich mich ihnen an und fuhren in den süden, da wir hofften, dort auf besseres wetter zu treffen. dies tat es auch, ein beach war schnell gefunden und zu unserer überraschung gesellten sich auch noch ein paar mönchs robben zu uns dazu. der tag verging wie im fluge und am abend legten wir noch eine flotte sohle in einer bar aufs parkett, gaben uns aber schnell dem ereignisreichen tag hin und schlurften zurück zu backpackers. abenteuer standen uns drei innerschweizern auch am folgenden tag bevor. sevi und luki wollten die wailua wasserfälle anschauen, wiederum gesellte ich mich dazu. ein wasserfalls von vielen für mich, jedoch bedeutete dieser ziemlich grosses abenteuer für uns. eigentlich wäre der abstieg runter zum see verboten gewesen, eigentlich! es war aalglatt und die getragenen flipflops nicht wirklich ideal für den abstieg. mit hilfe von ästen, bäumen und kletterkünsten schafften wir es trotzdem irgendwie runter zu kommen und das einigermassen schmutzlos. der anblick und das erfrischende schwimmen im see war eine perfekte belohnung für unsere anstrengungen. der aufstieg war dann ein kleiner klacks und schon fuhren wir richtung norden – north shore time! erstes ziel, hanalei beach, wo wir uns beim body boarden mehr oder weniger erfolgreich versuchten. die wellen brachen zu schnell und zu nah an der beach, dass an normales surfen zu denken war. aber body boarden machte auch total spass. später fuhren wir bis an die na pali küste hoch und liessen uns am ke’e beach nieder. wir vertrieben uns die zeit mit bullshit-quatschen und steine boccia. wir männer sind manchmal schon einfach gestrickt; man nehme einen strand, 10 steine und schon sind drei jungs über eine stunde beschäftigt! mit einem erfrischenden gefühl, den tag sehr intensiv genutzt zu haben, begaben wir uns auf den heimweg richtung hostel.

am montag spielte uns das wetter einen streich und die tatsache, dass es eben montag war. wir, neben sevi und luki kam auch noch das amerikanische girl carly mit, wollten zum queens bath gehen, ein natur swimmingpool. geschlossen am montag. na toll! also weiter zum nächsten spot, einen leuchtturm. ebenfalls geschlossen am montag! unglaublich, also gingen wir weiter zu einem strandabschnitt namens tunnel, ein guter ort zum schnorcheln. dieser spot war wenigstens offen… die fische liessen uns auch zuerst im stich, erst einige hundert meter weit draussen, gab es dann fischi fischi im überfluss. und alle in den unmöglichsten farben! später zog es uns noch weiter an die hanalei beach, erneut gingen wir body boarden und nach gut einer stunde waren die wellen plötzlich surf bar, doch ein miet-board zu finden war nicht so einfach. deshalb beliessen wir es beim body boarden. regen setzte auf einmal ein, ab nach hause!
in selber personen konstellation wie am vortag gingen wir am folgenden tag auf die na pali wanderung. na pali, ein atemberaubend schöner küstenstreifen, welcher nur zu fuss, per boot oder mit dem helikopter besucht werden kann. die schon fast kitschig grünen gipfeln in kombination mit den wasserfällen, welche in die tiefen täler donnern und dem türkisblauen meer, einmalige schönheit! die wanderung begann am ke’e beach und man konnte auswählen zwischen dem ganzen trail von 22 meilen in zwei tagen oder einer tageswanderung zu einem wasserfall von total 8 meilen. wir entschieden uns für zweite variante. nur gab es bei mir ein problem. da ich meine wanderschuhe in ohau einem obdachlosen geschenkt hatte, blieben mir nur noch meine abgelatschten puma turnschuhe übrig, welche null profil hatten. und der weg war matschig. so richtig fest matschig. so matschig wie das open air st. gallen nach drei tagen dauerregen. also dann mal los… und für die wanderung brauchte meine vollste aufmerksamkeit, schliesslich wollte ich ja nicht dutzende meter die klippen runter fallen. die ersten zwei meilen waren unter den gegebenen umständen relativ rasch bewältigt, einzig eine frau vor uns verlor den halt und wurde glücklicherweise rund 10 meter weiter unten von einem baum aufgefangen. die folgenden zwei meilen zum wasserfall liessen mich fast verzweifeln, so tief war der schlamm. all die anstrengungen wurden aber belohnt. die küste und der wasserfall war was vom schönsten, was ich bisher gesehen hatte. beim rückweg bemerkte ich aber bald, dass was mit meinem körper nicht stimmte. ich konnte die geschwindigkeit der anderen nicht mehr folgen, mein knie schmerzte und meine nase begann zu laufen, halsweh setzte ein. und das innerhalb kürzester zeit. trotzdem konnte ich den trail unfallfrei beenden und wir gönnten uns eine abkühlung im meer. wieder zurück im hostel ging es mir wiederum einiges besser, so gut, dass ich mich überreden liess, im hause gleich nebenan auf ein bierchen auszugehen. ja, und es war ein solcher abend, von denen man nichts erwartet und dann so richtig die post abgeht. ich hielt mich zurück mit alkohol, da es mir nicht so gut ging. sevi und lukas waren mit von der party, doch der haupt actor dieses abends war definitiv sean. immer auf der suche nach der neusten eroberung, obwohl mit der alten geschichte gar noch nicht richtig abgeschlossen hatte. ihm zuzusehen, wie die frauen ihn eigentlich hassen und doch bewundern, wie er sie teilweise beleidigt, wie sie versuchen, ihm in die quere zu kommen und ihn vom glücklich sein abbringen zu wollen. viel zu spät merkte der liebe kerl, dass die praktisch nur mit frauen besetzte bar zum grössten teil aus lesben bestand und doch hatte er es irgendwie geschafft, in weiblicher begleitung nach hause zu gehen. und nur so nebenbei sei zu erwähnen, dass er ein profi bergläufer ist…

am letzten tag auf kauai holte mich die krankheits geschichte vom vortag wieder ein. ich stand mit 38.5 grad fieber auf, schüttelfrost und starken gelenkschmerzen. alles üble zusammen. ganzer tag verliess ich das hostel nicht und hätte mir ein besseres ende auf hawaii gewünscht!
fortsetzung folgt….

na pali hike

na pali hike

na pali hike

na pali hike

na pali hike

na pali hike

na pali hike

na pali hike

na pali hike

na pali hike

na pali hike

na pali hike

na pali hike

na pali hike

na pali hike

na pali hike

© Markus Knüsel, 2016
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Die Reise
 
Worum geht's?:
be travel, be knüsi - 12 monate pures reiseabenteuer
Details:
Aufbruch: 14.11.2015
Dauer: 10 Monate
Heimkehr: 13.09.2016
Reiseziele: Schweiz
Kenia
Tansania
Malawi
Sambia
Simbabwe
Mosambik
Südafrika
Neuseeland
Tonga
Vereinigte Staaten
Großbritannien
Irland
Belgien
Deutschland
Der Autor
 
Markus Knüsel berichtet seit 11 Jahren auf umdiewelt.
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