Südafrika 04.11.2016 - 26.11.2016

Reisezeit: November 2016  |  von Johanna Bley

Weinregion: Tag 14 – Wine, wine wine

Ich glaub, ich werde Winzer...

Irgendwie wie immer müde stehen wir zeitig auf um alles zu packen und weiterzuziehen. Mit einem lachenden Auge schaue ich Richtung Weinberge aber das andere weint Kapstadt doch schon nach. So vieles, was wir einfach nicht geschafft haben…aber ein Grund wiederzukommen, richtig?
Wir fahren noch zum Bloubergstrand, von welchem aus man einen schönen Blick auf die Table Bay und den Tafelberg hat. Dank Sonnenschein haben wir auch hier wieder genialste Aussicht. Der Tafelberg schmückt sich auch heute wieder mit einem Wolkenkrönchen, und der starke Wind lässt die Cable way wieder still stehen. Gut, dass es wenigstens einen Tag für uns gab, hochzufahren…
Doch der starke Wind hat viele Kitesurfer angelockt und so lassen sich ein paar Stunts vor der Kulisse der Table Bay beobachten. Wenn man von der Garden Route kommt und das das erste ist, was man von Kapstadt sieht, muss es schon überragend sein. Aber wir verabschieden uns nun und fahren Richtung Stellenbosch.

Blick vom Bloubergstrand

Blick vom Bloubergstrand

So schön die Sonne scheint, so kalt ist es doch im Wind. Das ist schon ein krasser Gegensatz zum Krüger, wo oft kein Lüftchen wehte und wir zum Teil eingegangen sind vor Hitze. So ist es ja doch etwas angenehmer Und als wir das Weingut Waterford erreichen, haben wir einen tollen Blick auf das Anwesen, aber schlottern im Schatten der Bäume doch etwas vor uns hin Es ist erst 11 Uhr, aber hier darf man den ganzen Tag trinken, also ran die Buletten. Ich ordere die Probe aller sieben Weine inkl. passender Schokoladenverkostung. Unsere Beraterin Lauren gibt sich viel Mühe und ist – wie ja alle hier – super nett und charmant. Und so fühlen wir uns die nächsten zwei Stunden pudelwohl. Na wäre da nicht der Wind, der erst ein Glas zerdeppert und dann eine Blumenvase in die Handtasche einer Dame entleert. Wenns einem nicht selber passiert ist es witzig Also halte ich mal besser immer brav mein Gläschen fest…
Die Probe besteht aus Rosé, Weiß- und Rotwein, sowie einem süßen Dessertwein. Die Weine sind erstklassig, aber daher auch speziell im Geschmack und so sagt mir nur der Cabernet Sauvignon und der Dessertwein zu. Mit nahezu 20€ pro Flasche verzichte ich aber auf ein Mitbringsel Es gibt ja noch viele weitere zu probieren.

Das malerische Anwesen von Waterford

Das malerische Anwesen von Waterford

Wir fahren weiter nach Franschhoek um unser Cottage auf dem Topiary Weingut zu beziehen. Ein Guesthouse kam hier nicht in Frage Die Lage ist auch wunderbar, der Betreiber sehr nett und das Häuschen ein Traum. Von unserer riesigen Terrasse kann man die Weinberge überblicken und sogar den Sonnenuntergang sehen. Und diese Ruhe <3
Wir kaufen ein und laufen danach zum Haupthaus um eine Weinprobe mitzumachen. Wo, wenn nicht auf dem eigenen Weingut? Zuerst lernen wir, wie die Weine hergestellt werden und besichtigen die Keller. Mal wieder sind wir die einzigen, der Betreiber nimmt sich viel Zeit alles zu erklären und wir wissen endlich wieviel Aufwand hinter so einem Fläschchen Wein steckt. Erklärt die Preise…
Danach probieren wir die vier Weine des Guts und ich freue mich, dass sogar Weinverächter Martin mitmacht Und der Shiraz schmeckt sogar uns beiden gut. Man merkt doch, wie sich so ein Qualtätswein vom Supermarkt-Fusel unterscheidet und was man alles rausschmecken kann. Edle Tropfen eben. Also kaufen wir zwei Flaschen und nehmen anschließend noch den vom Weingut abgehenden kleinen Trail durch die Weinreben.
Zur hauseigenen Flasche Rosé genießen wir noch den Sonnenuntergang auf der Terrasse und beenden den Tag mit einer Dusche. Die ist nämlich riesig und mit Regenbrause und steigert das ohnehin schon vorhandene Luxusgefühl immens Morgen geht’s auf einen Ausritt mit Weinprobe, wir sind gespannt!

Unser Ausblick für die nächsten zwei Tage

Unser Ausblick für die nächsten zwei Tage

© Johanna Bley, 2017
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Nach langem Warten war es endlich soweit: unsere Rundreise durch Südafrika geht los! Wie immer alles selfmade zusammengewürfelt, vom Krüger bis Kapstadt...
Details:
Aufbruch: 04.11.2016
Dauer: 3 Wochen
Heimkehr: 26.11.2016
Reiseziele: Südafrika
Der Autor
 
Johanna Bley berichtet seit 6 Jahren auf umdiewelt.
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