Ein Sprung ins kalte Wasser

Reisezeit: August 2006 - März 2007  |  von Claudia Reinhardt

CÓRDOBA

Mir haben ja schon alle anderen Andalusientrips Spass gemacht, aber die Mezquita in Cordoba hat die uebrigen Sehenswuerdigkeiten in den Schatten gestellt. Fuer mich zaehlt sie zu den eindrucksvollsten Gebaeuden der Welt.
Aber erstmal ein wenig Stadtgeschichte: Im 10. Jh. wurde die Stadt zum Mittelpunkt des unabhaengigen Kalifats des Westens, Al-Andalus. Kulturell zeichnete sie sich durch eine gut bestueckte Bibliothek aus, und religioes durch die Toleranz von Andersglaeubigen. Nach einem Buergerkrieg ueber die Regierungsmacht zerfiel das Kalifat. 1236 wurde Cordoba fuer die Christen dann zurueckerobert.
Und nun zur Mezquita, dem Glanzstueck Cordobas, die man ueber einen Innenhof mit Orangenbaeumen betritt, der von den Muslimen fuer rituelle Waschungen, Unterricht und Rechtsprechung genutzt wurde.

Orangenhof

Orangenhof

Der Bau der Moschee begann 785. Insgesammt (mit diesem Vorhof) hat sie eine Groesse von 22400m2.
Auch wenn in meinem Reisefuehrer schon ein Bild davon enthalten war, was mich beim Eintritt in die Moschee erwarten sollte, konnte dies in keinster Weise der Wirklichkeit gerecht werden. Und leider werden meine Fotos diesen unglaublichen Eindruck auch nicht einfangen koennen.
Man erlebt einen einzigartigen Blick in einen riesigen Raum, in dem ein Meer von endlos scheinender Saeulen steht. Wahrhaftig belaeuft sich die Zahl auf ueber 800. Dieses wiederholende Motiv ist fuer die Muslime ein Zeichen der Unendlichkeit und Allgegenwart Allahs.
Die Saeulen sind unterschiedlich alt, manche ueber 2000 Jahre. Je nachdem in welchem Bereich man sich aufhaelt variieren auch die Lichtverhaeltnisse.

Natuerlich praesentieren sich auch hier wieder fantastische Zeugnisse maurischer Baukunst. Sehr beeindruckend ist der Mihrab, die Gebetsnische, die mit ihrer muschelfoermigen Marmorkuppel die Stimme des Imams verstaerkt.

Mihrab

Mihrab

Neben den Saeulen findet man die zweite Einzigartigkeit der Moschee. Sie liegt darin, dass sich im Innern der Moschee eine Kathedrale befindet, die im 16. Jh. von Kaiser Karl V. hineingebaut wurde. Jetzt duerft Ihr Euch nicht etwa ein Haus inmitten der Saeulen vorstellen. Nein, die Kathedrale ist offen, so dass islamische ind christliche Elemente ineinander ueberfliessen. Meiner Meinung nach eine wundervolle Verschmelzung, auch wenn dazu 63 Saeulen entfernt wurden und damit der Raumeindruck unterbrochen wurde.

links die Saeulen der Moschee, recht faengt die Kathedrale an

links die Saeulen der Moschee, recht faengt die Kathedrale an

Balkon in der Kathedrale

Balkon in der Kathedrale

Orgel in der Kathedrale

Orgel in der Kathedrale

die Sitzplaetze sehen aus wie aus Schokolade

die Sitzplaetze sehen aus wie aus Schokolade

Und wie in jeder Stadt gibt´s natuerlich auch wieder die maurische Festung, den Alcazar. Aber an den in Sevilla reicht er einfach nicht ran.

Alcazar

Alcazar

Die Gaerten des Alcazar

Die Gaerten des Alcazar

Zum Abschluss noch ein paar unterschiedliche Bilder aus der Stadt.

typisches andalusisches Bild, die Blumentoepfe an den Waenden

typisches andalusisches Bild, die Blumentoepfe an den Waenden

Eine Dame, die auf einem Phoenix reitet.

Eine Dame, die auf einem Phoenix reitet.

Der Guadalquibir sieht in Sevilla aber auch schoener aus.

Der Guadalquibir sieht in Sevilla aber auch schoener aus.

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Die Reise
 
Worum geht's?:
7 Monate Erasmus und WG-Leben unter der Sonne Spaniens. Olé!
Details:
Aufbruch: August 2006
Dauer: 7 Monate
Heimkehr: 03.03.2007
Reiseziele: Spanien
Der Autor
 
Claudia Reinhardt berichtet seit 18 Jahren auf umdiewelt.
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