Zwischen RHÖN und THÜRINGER WALD

Deutschland-Reisebericht  |  Reisezeit: Mai - Dezember 2020  |  von Birgit H.

Wanderung Kühndorf - Dolmar (östlicher Teil)

Postkartenidylle am Fuße des Dolmar

Postkartenidylle am Fuße des Dolmar

da werde ich wohl demnächst nochmal wiederkommen

da werde ich wohl demnächst nochmal wiederkommen

soso, hier kann man also die "VOR-CORONA-Kleidung" entsorgen

soso, hier kann man also die "VOR-CORONA-Kleidung" entsorgen

Johanniterburg in Kühndorf

Johanniterburg in Kühndorf

die Burg ist dicht von vielen kleineren Häuschen eingebaut

die Burg ist dicht von vielen kleineren Häuschen eingebaut

Die heutige Wanderung beträgt ca. 10 km.

Vom Flugplatz aus geht es zunächst bergab nach Kühndorf.

Beeindruckend ist die Johanniterburg - derzeit leider nicht zu besichtigen.

Die Burg der 1137 erstmals urkundlich bezeugten Herren von Kühndorf gehört im 13. Jahrhundert den Grafen von Henneberg, die sie 1315 an den Johanniterorden verkaufen. Der Orden errichtet ab 1315 einen wehrhaften Neubau mit Palas, Bergfried, Schildmauer, Kapelle und Verteidigungsanlagen, der dem Komtur Berthold VI von Henneberg als Residenz und als Hospital und Pilgerunterkunft gleichermaßen dient. 1444 erwirbt Graf Georg I von Henneberg-Römhild die Anlage und modernisiert die Verteidigungswerke. Der letzte Henneberger Georg Ernst von Henneberg-Schleusingen, auf dessen Betreiben 1544 in der Grafschaft Henneberg die Reformation eingeführt wird, verlegt zeitweise seine Residenz nach Kühndorf.

Nach dem Aussterben der Henneberger 1583 geht Kühndorf an das Haus Sachsen; es erfolgen letzte Veränderungen von 1605 bis 1655. 1815 wird das Amt Kühndorf an Preußen abgetreten, ab 1902 wird die Burg an verschiedene private Eigentümer verkauft, die teilweise nach 1945 enteignet werden. In den Nachkriegsjahren werden Flüchtlinge und Aussiedler einquartiert, in der Südkemenate wird die Schulspeisung eingerichtet.

1991 kaufen Dr. Johann-Friedrich und Gudula von Eichborn, wohnhaft auf Schloss Friesenhausen in Unterfranken, die Oberburg von der Gemeinde und die Unterburg aus privater Hand. Es folgen umfangreiche Renovierungs- und Instandhaltungsmaßnahmen. Von 1996 an ist die Burg für Besucher geöffnet. Zwischenzeitlich wird sie von ihrem Sohn Konstantin und dessen Frau Sophie von Eichborn verwaltet, seit 2017 wohnt ihre Tochter Elisabeth Freifrau Truchseß von Wetzhausen mit ihrer Familie auf der Burg und hat zum Jahresbeginn 2018 das Objekt übernommen.

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[/k] (Quelle: www.johanniterburg.de)[/k]

Kurz nachdem man den Ort Kühndorf verlassen hat, gelangt man am "Langen Berg" zu einem imposanten Baum, einer Gerichtslinde, bei der 1660 der letzte Hexenprozess stattfand, heute ein Naturdenkmal.

Ich halte mich zunächst Richtung Schwarza. Dann geht es bergauf, teilweise auch querfeldein, hm, nein in diesem Fall eher "querwaldein" im östlichen Teil des Dolmars, immer den Gipfel als Ziel.

Da ich keine wirklich gute Orientierung habe, bin ich froh, dass ich Handyempfang/Netz habe und mich mit Hilfe einer App zwischendrin immer wieder orientieren kann.

Auf dem Gipfel des Dolmar hat man einen wunderschönen Blick mit weiter Sicht in alle Himmelsrichtungen. Die Welt scheint nur aus grünen Hügeln zu bestehen .

Das Charlottenhaus bietet Corona-bedingt heute auch nur eingeschränkten Imbiss-Betrieb, ist aber generell durchaus zu empfehlen mit leckeren Gerichten, günstigen Preisen und freundlichem Personal.
https://www.thueringen.info/charlottenhaus.html

Vom Charlottenhaus aus führt dann ein relativ steiler Weg Richtung Süden wieder zum Flugplatz zurück.

In der Fliegerstube QUAX lasse ich dann der Tag auf der Terrasse bei leckerem Essen ausklingen. Die UL-Sportfluggeräte im Blick - sie fliegen bei passendem Wind, bis die Sonne untergeht.

Das Tor ist tatsächlich mit einem Schloss verriegelt

Das Tor ist tatsächlich mit einem Schloss verriegelt

Blick auf Kühndorf

Blick auf Kühndorf

Gerichtslinde am Langen Berg (Naturdenkmal).

Gerichtslinde am Langen Berg (Naturdenkmal).

ein Reh

ein Reh

Blick auf den Rennsteig

Blick auf den Rennsteig

kleiner Imbiss oben auf dem Dolmar beim "Charlottenhaus"

kleiner Imbiss oben auf dem Dolmar beim "Charlottenhaus"

und dann einer steiler Abstieg wieder Richtung Flugplatz

und dann einer steiler Abstieg wieder Richtung Flugplatz

Die Fliegerstube QUAX bietet Essen und Getränke mit Aussicht auf das Flugfeld.

Die Fliegerstube QUAX bietet Essen und Getränke mit Aussicht auf das Flugfeld.

Und geflogen wird hier, bis die Sonne untergeht.

Und geflogen wird hier, bis die Sonne untergeht.

© Birgit H., 2020
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Dieser LIVE-Reisebericht wird in Worten und Bildern von Ausflüge und Wanderungen in der Gegend um Rhön und Thüringer Wald berichten.
Details:
Aufbruch: 15.05.2020
Dauer: 7 Monate
Heimkehr: Dezember 2020
Reiseziele: Deutschland
Live-Reisebericht:
Birgit schreibt diesen Reisebericht live von unterwegs - reise mit!
Der Autor
 
Birgit H. berichtet seit 8 Jahren auf umdiewelt.
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