Reise durch Botswana, Namibia und Südafrika

Reisezeit: Juli / August 2003  |  von Karl Martin Mutter

Von Johannesburg über Maun ins Okavangodelta, Moremi NP, Namibia, Etosha NP, Windhoek, Swakopmund, Sossusvlei, Cape Town, Cape of Good Hope, Cap Agulhas, Garden Route, Johannesburg

Von Deutschland nach Südafrika

Die Fahrt vom Bahnhof nach Frankfurt verlief reibungslos. Auch das Einchecken bot nichts außergewöhnliches, wenn man das dreimalige Ausziehen der Bergschuhe bei den jeweiligen Sicherheitskontrollen als normal bezeichnen will. Um 21 Uhr 50 betraten wir den Airbus A 330-200. Wir suchten unsere 4 Fensterplätze und verstauten unser Handgepäck. Die 35 Minuten bis zum Ablegen um 22 Uhr 25 vom Fingerdock vergingen rasch. Dank dem Bildschirm den jeder Passagier - eingebaut in den Kopfstützenteil des davor befindlichen Sitzes - vor sich hatte konnte man den Weg zur Startbahn aus Pilotensicht mitverfolgen. Mit der Ankündigung der baldigen Startfreigabe beschleunigte der Pilot die Maschine. Zurückgedrückt in die Sitze sah man am Vorbeiflitzen von Lichtern wie die Maschine immer schneller wurde. Auch am leichten Schütteln beim Überfahren der kleinen Bodenwellen merkte man die zunehmende Geschwindigkeit. Langsam hob sich die Nase des Flugzeuges in die Luft. Der Rest folgte, die Maschine zog hinauf in den Nachthimmel über Frankfurt. Auf einem anderen Kanal waren Daten zu Flugroute, Höhe, Geschwindigkeit u.ä. abzurufen. Auf dem Bildschirm wurde uns der Streckenverlauf von Frankfurt, südlich von München, südlich von Wien, südlich Budapest, Arad, nördlich Bukarest, Constanza, Schwarzes Meer, Ankara, nach Diyarbakir angezeigt. Z. Zt. flogen die Maschinen nicht wie früher üblich über den Irak und über das Zweistromland, sondern an der Nordgrenze vom Irak entlang nach Osten bis in den Iran. Dort schwenkte die Maschine nach rechts um dann östlich des Irak gen Südosten zu fliegen. Auswirkungen des Krieges im Irak.
Irgendwo über der östlichen Türkei bin ich eingeschlafen.
Allzu lange hat der Schlaf nicht gedauert. Bereits um 3 Uhr MESZ/ 5 Uhr Ortszeit - wir befanden uns am nördlichen Ende des Persischen Golfes - bin ich glücklicherweise aufgewacht. Das erste, noch fahle Morgenlicht und die beleuchteten Oelbohrinseln von Kuwait und im Bereich von Basra, Irak, und südlich davon im Persischen Golf boten ein tolles Bild. Ans Fotografieren dachte ich nicht. War wohl doch noch nicht ganz wach. Der Flug ging weiter in süd-östlicher Richtung. Unter uns das Zagrosgebirge im westlichen Landesteil von Persien/Iran. Im nörd-lichen Gebirgsteil reichten die Gipfel bis auf 4.500 m hinauf. Beim Blick nach Westen konnte man eine größere Anzahl von großen Schiffen ausmachen die im Persischen Golf unterwegs waren. Ölschiffe? Kriegsschiffe? Das war aus dieser Höhe nicht auszumachen. Die Flugdaten zeigten uns zeitweilig eine Flughöhe von 41.000 ft oder 12.496 m an. Außentemperaturen bis - 49 ° C. Groundspeed 1.050 km/h bei einem Rückenwind von 100 km/h

Vom ersten Morgenlicht angestrahlt, die Tragfläche des Airbus A 330 - 200,   Uhrzeit 3 h 44 MESZ / 5 h 44 Ortszeit

Vom ersten Morgenlicht angestrahlt, die Tragfläche des Airbus A 330 - 200, Uhrzeit 3 h 44 MESZ / 5 h 44 Ortszeit

Beim Überqueren der Strasse von Hornus befanden wir uns bereits im Sinkflug.

Pünktlich um 4 Uhr 12 MESZ / 6 Uhr 12 Ortszeit setze der Pilot die Maschine auf der Betonpiste von Dubai auf.

Pünktlich um 4 Uhr 12 MESZ / 6 Uhr 12 Ortszeit setze der Pilot die Maschine auf der Betonpiste von Dubai auf.

Rund um uns fast nichts als nur Sand. Am Horizont waren die Hochhäuser von Dubai im Morgendunst zu erkennen. Wir mussten auf dem Flugfeld aussteigen und wurden mit dem Bus zu den Flughafengebäude gefahren. Trotz der frühen Morgenstunde, 4h25/6h25, war es beim Verlassen der klimatisierten Flugzeug als werde man von der schwülen und heißen Luft erschlagen. Hier in Dubai gab es sogar Einreisekontrollen. Die Bergschuhe mussten wieder ausgezogen werden und wurden einzeln geröntgt.

Knappe 3 Stunden Aufenthalt hatten wir in dem attraktiv gestalteten Wartenbereich.

Knappe 3 Stunden Aufenthalt hatten wir in dem attraktiv gestalteten Wartenbereich.

Unzählige Duty Free Shops hatten rund um die Uhr geöffnet.
Den Bummel durch die Geschäfte unterbrachen wir um im französischen "LEMATIN FRANCAISSA" Kaffee, Cola und Crois-sant zu uns zu nehmen.

Karl Martin und ich nutzten die Zeit, wir genossen den Luxus der hier offen zur Schau gestellt wurde.

Ein komplett ausgestatteter 7er BMW

Ein komplett ausgestatteter 7er BMW

und nochmals deutlich teurer, der Sportwagen von Lamborghini.

und nochmals deutlich teurer, der Sportwagen von Lamborghini.

Das Einschecken am Gate 15 verlief völlig problemlos, keine Personenkontrollen mehr und die Sitzplatzreservierung hatte auch noch Bestand. Um 7 Uhr 55 MESZ / 9 Uhr 55 Ortszeit legte die Maschine vom Fingerdock ab.

18 Minuten später, um 8 Uhr 13 MESZ / 10 Uhr 13 Ortszeit war die Geschwindigkeit schon so hoch, dass wir den Asiatischen Boden verließen.

18 Minuten später, um 8 Uhr 13 MESZ / 10 Uhr 13 Ortszeit war die Geschwindigkeit schon so hoch, dass wir den Asiatischen Boden verließen.

Die nächsten 72 Minuten flogen wir über den Südteil der Arabischen Halbinsel. Oman und die Volkrepublik Jemen waren die nächsten Länder unter uns.

Um 9 Uhr 25 MESZ nahmen wir Abschied von Asien und flogen für die nächsten 45 Minuten über das Wasser, den Golf von Aden.

Um 9 Uhr 25 MESZ nahmen wir Abschied von Asien und flogen für die nächsten 45 Minuten über das Wasser, den Golf von Aden.

Um 10 Uhr 10 MESZ erreichten wir mit dem Horn von Afrika  Somalia

Um 10 Uhr 10 MESZ erreichten wir mit dem Horn von Afrika Somalia

Im Bereich von Mogadischu verließen wir das Festland und flogen hinaus auf den Indischen Ozean. Den Äquator überquerten wir über dem Wasser. Süd-Östlich von Dar-es-Salam erreichten wir in Tansania wieder den Afrikanischen Kontinent. Längere Zeit flogen wir über Mosambik.

Um 14:25 Tief überflogen wir die Mündung des Sambesi in den Indischen Ozean

Um 14:25 Tief überflogen wir die Mündung des Sambesi in den Indischen Ozean

Im Bereich vom Krüger-Nationalpark und kurz darauf den Drakensbergen erreichten wir Südafrika.

Im Bereich vom Krüger-Nationalpark und kurz darauf den Drakensbergen erreichten wir Südafrika.

Der Pilot leitete den Sinkflug ein, der Geräuschpegel stieg an und der Druck auf die Ohren nahm zu. Noch über eine Schnellstrasse hinweg und der Flughafen von Johannesburg war unter uns. Wie bereits in Dubai legte die Crew der Emirates auch hier eine perfekte Landung hin. Um 15 Uhr 49 MSEZ und Ortszeit setze die Maschine auf der Landbahn auf.

Bereits um 16 Uhr 06 standen wir auf dem Flugfeld und wurden per Bus zur Einreisekontrolle gefahren.

Bereits um 16 Uhr 06 standen wir auf dem Flugfeld und wurden per Bus zur Einreisekontrolle gefahren.

Der Airbus A 330-200, der uns mit einem äußerst angenehmen Flug von Dubai nach Johannesburg brachte.

Der Airbus A 330-200, der uns mit einem äußerst angenehmen Flug von Dubai nach Johannesburg brachte.

Passeinträge und Zollkontrollen gingen flott und problemlos über die Bühne. Unsere erste Aufgabe war Geldwechsel. In einem Flughafen, so auch hier kein Problem. Der hoteleigene Shuttlebus transportierte uns innerhalb von wenigen Minuten ins nahegelegene Airport Holiday Inn. Dank Reservierung konnten wir gleich in das Nichtraucherzimmer 415 einziehen.
Mit Duschen, Umziehen, etwas durch die Hotellobby bummeln und später beim guten und reichhaltigen Dinner vom Buffet verbrachten wir unseren ersten Abend im südlichen Afrika.

Ein Barbesuch, Foto von 20:43 rundete den Abend ab.

Ein Barbesuch, Foto von 20:43 rundete den Abend ab.

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Die Reise
 
Details:
Aufbruch: 23.07.2003
Dauer: 4 Wochen
Heimkehr: 22.08.2003
Reiseziele: Südafrika
Botsuana
Namibia
Der Autor
 
Karl Martin Mutter berichtet seit 13 Jahren auf umdiewelt.
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