Reise durch Botswana, Namibia und Südafrika

Reisezeit: Juli / August 2003  |  von Karl Martin Mutter

Mokuti - Fort Namutoni, Etosha, 2003-08-04

Mokuti - Fort Namutoni, Etosha 99 km

Frühaufsteher in der Nachbarschaft weckten uns. Mit den RTL Frühstücksnachrichten packten wir unsere Taschen. Was bleibt diesmal von uns zurück?
Die Kids wollten mal wieder nicht aufstehen, doch die Aussicht auf das gute Frühstück half ihnen etwas die Grausamkeit den Wachwerdens zu überleben.
Nach dem Autobeladen und dem Abrechnen machten wir uns auf den Weg in den Etosha National Park. Wir alle Verließen Mokuti nur sehr ungern. Zu perfekt war hier fast alles.

Nach dem Passieren des Von-Lindequist-Gates, war unser erstes Ziel das Fort Namutoni.

Nach dem Passieren des Von-Lindequist-Gates, war unser erstes Ziel das Fort Namutoni.

Dort hatten wir uns anzumelden und die Parkeintrittsgebühren in Höhe von 148 N$ = 17,86 Euro für 3 Tage zu entrichten. Pro Tag knapp 6 €, ein kleiner Unterschied zu den 74,45 € für den Moremi. Größter Nachteil von Etosha, die Straßen waren leider besser als im Moremi.

Die Festung Namutoni, von der deutschen Schutztruppe errichtet. Ein erster Bau wurde während der Herero Aufstände im Jahr 1904 von 500 Angreifern belagert und dem Erdboden gleichgemacht, nachdem die 4 Soldaten und drei Farmer, die das Fort mehrere Tage lang verteidigt hatten vor der Übermacht nachts geflohen sind.
Nach dem Sieg über die Hereros am 11. August 1904 am Waterberg-Plateau gingen die Deutschen an den Wiederaufbau der Festung. Nach 1915 verfiel die Anlage langsam. Erst 1956 mit der touristischen Erschließung des Etosha-Park wurde die Anlage in historischen Stil saniert.

Unser Übernachtungsquartier, so dachte ich immer noch, wäre in Okaukuejo. Dass sie mir hier 123 km von Okaukuejo entfernt, bereits die Chaletnummer aufschrieb und mir sagte, dass wir das Quartier ab 13 Uhr beziehen können wunderte mich doch sehr. Ich hatte mich schon ein paar Schritte entfernt, als ich nochmals umdrehte und fragte an welcher Stelle ich in Okaukuejo nachfragen solle wo ich das Chalet "E 5" finden werde. "E 5" liegt nicht im Okaukuejo, sondern hier im Fort Namutoni, wir sind hier untergebracht. Das wäre es gewesen, abends, kurz vor dem Schließen der Tore in Okaukuejo ankommen um dann festzustellen, dass man 123 km vom richtigen Quartier in Namutoni entfernt ist und es unmöglich ist noch dorthin zu gelangen. Man sollte die Unterlagen richtig anschauen. Sie wurden zwar in Okaukuejo ausgestellt, aber das Quartier wurde uns in Namutoni zugewiesen.

Noch vor dem Beziehen des Quartiers unternahmen wir eine erste Pirschfahrt durch die Fischerpfanne. Mit ein, zwei Zusatzschleifen war die kleine Runde fast 60 km lang und dauerte fast 3 Stunden.

Ein Gnu und einige Zebras waren die ersten Tiere die uns hier über den Weg liefen.

Ein prächtiger Kudu ........

Ein prächtiger Kudu ........

....... und Herr und Frau Warzenkeiler waren ebenfalls über Mittag unterwegs.

....... und Herr und Frau Warzenkeiler waren ebenfalls über Mittag unterwegs.

Zum Trinken fand sich am Wasserloch eine größere Anzahl an Giraffen und an Kudus ein.

Dieser Warzenkeiler war so mager, dass er gute Überlebenschancen hatte, welche Löwin rennt dieser halben Mahlzeit hinterher.

Dieser Warzenkeiler war so mager, dass er gute Überlebenschancen hatte, welche Löwin rennt dieser halben Mahlzeit hinterher.

Kein Wunder dass er so schlank ist, bei dieser kargen Landschaft.

Kein Wunder dass er so schlank ist, bei dieser kargen Landschaft.

Da war an dem Springbock noch mehr dran.

Nachmittags bezogen wir unsere Haushälfte. Von Außen sahen die Chalets ganz hübsch aus. Innen aber ließ der Zustand allerdings stark zu wünschen übrig. Alles wirkte lieblos und abgewohnt.

Gegen 16 Uhr starteten wir zur Abendpirschfahrt. Wie schon am Nachmittag sahen wir hauptsächlich Giraffen, Kudus, Oryx, Zebras, Gnus und Springböcke. Jedoch keine einzige Raubkatze und keinen Elefanten.

Die Beute war da, nur keine Jäger, wo blieben die Löwen?

Die Beute war da, nur keine Jäger, wo blieben die Löwen?

Der Sonnenuntergang mit Blick auf die Ebene der Etosha war sehr eindrucksvoll. 3 Minuten später, um 17 Uhr 40 waren wir ganz pünktlich zum Torschluss am Eingang zum Fort Namutoni.
Abendessen von Buffet, 96 N$ pro Person, ca. 11, 60 Euro war für Südafrika, bzw. Namibia überteuert.
Die Alternative lag 15 km entfernt, Mokuti, und dazwischen hungrige Löwen.

Nach dem Besuch der beleuchteten Wasserstelle - es präsentierten sich ein Paar Enten - gingen wir gegen 21 Uhr 30 ins Bett.

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Die Reise
 
Worum geht's?:
Von Johannesburg über Maun ins Okavangodelta, Moremi NP, Namibia, Etosha NP, Windhoek, Swakopmund, Sossusvlei, Cape Town, Cape of Good Hope, Cap Agulhas, Garden Route, Johannesburg
Details:
Aufbruch: 23.07.2003
Dauer: 4 Wochen
Heimkehr: 22.08.2003
Reiseziele: Südafrika
Botsuana
Namibia
Der Autor
 
Karl Martin Mutter berichtet seit 13 Jahren auf umdiewelt.
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