Osteuropareise

Reisezeit: Juli - September 2009  |  von Tabea Lerch

Varna

Am Dienstag ging die Reise weiter und ich fuhr im Minibus in knapp 2 Stunden nach Varna. Der Grenzuebertritt 1km suedlich von Vama Veche verlief schnell und problemlos. Der einzige andere Gast im Bus war ein junger Norweger. Wir kamen ins Gespraech und er erzaehlte mir, dass er ein halbes Jahr unterwegs sein wolle. Er hat seine Reise vor 1 1/2 Monaten in Berlin begonnen und faehrt ueber Osteuropa in den Nahen Osten, durch Iran, die Emirate und Indien bis nach China und evtl. auch Japan.

Bulgarien ist sehr duenn besiedelt in der Grenzgegend, was sich aber aenderte, als wir an den Ferienresorts vorbei fuhren. Das Land ist hıer erstaunlich gruen und die Straende und Strandorte viel weiter entwickelt und huebscher gemacht als in Rumaenien.

Speisekarte in kyrillischer Schrift

Speisekarte in kyrillischer Schrift

In Varna angekommen, tauschten wir Nummern aus und verabredeten uns fuer den Abend in der Stadt. Er zog in ein Hostel 20min. ausserhalb der Stadt, was etwas billiger war und ich fand schnell das Yo-Ho-Hostel mitten im Zentrum (11 Euro die Nacht mit Fruehstueck). Nach dem Check-In besichtigte ich dann die Stadt, von der ich auch angenehm ueberrascht war.Ich fuehlte mich sehr sicher und als ich durch den grossen Seasidepark (den groessten Europas) spazierte, fiel mir auf, dass es hier unheimlich viele junge Leute gibt. Die Bevoelkerung scheint deutlich juenger zu sein als bei uns. Danach gings an den Strand und baden, hach das war schoen. Nur leider tat mein Sonnenbrand noch weh. Das Wasser war angenehm warm und die Sonne nicht zu heiss. Es ist hier schon Saisonende und ueberall nicht mehr so voll.

Abends war ich dann mit Peder (dem Norweger) essen. Es war etwas schwierig, weil er einen starken Akzent hat und immer so schnell sprach, dass ich ihn schlecht verstanden habe. Sonst aber ganz nett. Urspruenglich wollte ich schon Mittwoch nach Istanbul weiter fahren, mir war aber noch nicht danach. Also beschloss ich, noch eine Nacht laenger in Varna zu bleiben.

Am Mittwoch war ich dann im Museum fuer zeitgenoessische Kunst in Varnaö was ich auch ganz gut fand. Nach ein bisschen chillen im Hostel traf ich dann nachmittags Peder wieder und wir gingen schwimmen. Dabei erzaehlte ich ihm von meinen Plaenen, abends in die Oper zu gehen. Das wollte ich schon lange machen und nun war quasi die letzte Gelegenheit. Da an diesem Abend Beginn der neuen Spielzeit war und die Varnaer Oper als die zweitbeste im Land nach der in Sofia gilt, dachte ich mir, nutze ich die Chance.

Ueberraschenderweise stellte sich dann im Gespraech geraus, das Peder grosser Opernfan ist (was ich nicht gedacht haette). Also gingen wir schliesslich zusammen in den Barbier von Sevilla. Hach und es war so schoen!

Spaet Abends war im Hostel dann noch richtig was los. Lauter native Englischspeakers (Amerikaner, Briten und Australier) sassen mit uns zusammen und wir hatten Spass.

Am Donnerstag Morgen fuhr dann um 10.30 Uhr mein Bus Richtung Istanbul ab. Fuer die 9 stuendige Fahrt zahlte ich 40 Leva, was umgerechnet 20 Euro sind. Super Preis und noch dazu gab es waehrend der Fahrt Getraenke und einen Snack gereicht. Der Bus war nur ein Viertel voll und man hatte viel Platz. So gingen die 9 Stunden relativ schnell um.

Peder am Strand

Peder am Strand

Ich fuehlte mich sehr privilegiert als EU.Buergerin. Ich reıse naemlich ausschliesslich mit Personalausweis und bin damit bisher immer gut durchgekommen. Da die EU ein Abkommen mit der Tuerkei geschlossen hat. darf ich auch dorthin mit Perso reisen. Ein Kanadier, der mit mir im Bus fuhr, musste sich erstmal ein Visum fuer 45 Euro besorgen und wurde auch viel strikter kontrolliert.

Von Bulgarien habe ich leider nun sehr wenig gesehen. Urspruenglich wollte ich auch ins Landesinnere reisen und Polvdiv, Veliko Ternovo und Burgas besuchen. Aber da ich dann in Mosna wwoofen war und so lange wie moeglich in Rumaenien bleiben wollte, kam Bulgarien nun am Ende etwas kurz.

© Tabea Lerch, 2009
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Die Reise
 
Worum geht's?:
In gut zwei Monaten quer durch Osteuropa und zwar low budget, allein und mit möglichst viel Kontakt zu Einheimischen. Start: Kassel - Ziel: Istanbul!
Details:
Aufbruch: 12.07.2009
Dauer: 10 Wochen
Heimkehr: 21.09.2009
Reiseziele: Tschechische Republik
Polen
Slowakei
Ungarn
Rumänien
Bulgarien
Türkei
Der Autor
 
Tabea Lerch berichtet seit 13 Jahren auf umdiewelt.
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