Frankreich - 2011

Reisezeit: September / Oktober 2011  |  von Uschi Agboka

Eine Tour über 39 Tage, von Niederbayern, durch Frankreich (Zentralmassiv) und weiter nach Italien (Ligurien - Aosta-Tal)

Hier der erste Teil - Frankreich.

Frankreich, Chatillon en Michail

7. September 2011 - 1. Tag - Fahrzeit: 14 Stunden - 881 km

Abfahrt Niederbayern bis Frankreich, Chatillon en Michail

Nach dem Stress der letzten Tage - Motorradanhänger kaputt, Neukauf - starten wir nach einem guten Frühstück um 5.20 Uhr. Es ist noch finstere Nacht. Rolf hat Gestern das Motorrad und das Fahrrad auf den Hänger geladen, so dass wir heute Morgen nur noch den Anhänger an den Campingbus anhängen müssen. Dieses Mal hat Rolf nicht nur den Gummihammer dabei, sondern auch ein Beil und einen Spaten. Es bleibt dem Leser überlassen, nachzudenken, wozu diese Werkzeuge gut sind.
Zügig geht es Richtung Deggendorf, von dort auf die Autobahn Richtung München. Wir erleben einen phantastischen Sonnenaufgang, der Himmel steht in Flammen. Gegen 7.20 Uhr sind wir in München. Man darf nicht vergessen, dass wir mit dem Campingbus (75 PS), dem schweren Anhänger mit dem schweren Motorrad (ca. 345 kg) nicht so schnell sind wie mit dem Daimler oder dem Motorrad. Doch wir kommen ohne Stau gut voran, das Wetter ist sehr schön. Um 9.30 Uhr verlassen wir die A 8, fahren Richtung Blaubeuren (Blautopf) über eine sehr enge steile Straße, mit vielen Kurven, nicht gerade günstig für den Bus mit dem Anhänger. Wir fahren über Sigmaringen, Stockach nach Winterthur, auf der Autobahn nach Genf. Unterwegs sehe ich das Ortschild von Tuttlingen. Dort wohnt Hans - Raudi, der immer die phantastischen Donaubilder macht. Das Wetter ist durchwachsen, mal Sonne, mal Regen. Um 13.40 Uhr erreichen wir die Schweiz. Hier ist der Diesel 0,40 Euro teurer als in Deutschland. Vor Winterthur geht es auf die A 1. Wir umfahren den Moloch Zürich. Da ein Stau angesagt wird, verlassen wir die AB bei Solothurn und fahren die A 5 durch Biel und am Bieler See vorbei. Biel weist viele schöne alte Häuser auf. Auf dem Bieler See tummeln sich die Surfer, es geht schon den ganzen Tag ein sehr starker Wind. Über- all sind Weinstöcke und Weinkellereien zu sehen. Es ist 16 Uhr und die Strecke führt am Lac de Neucha- tel vorbei. Hier herrscht reger Verkehr. Uns ist es dort zu dicht besiedelt. Der See ist nur selten zu erbli-cken, alles zugebaut und endlose Tunnel. Bei Yverdone kehren wir zurück auf die A 1, der wir bis Genf folgen, am See entlang. Um 17 Uhr machen wir in Bavois Pause mit trockenem Brötchen und alkohol- freiem Bier. Es ist ziemlich warm, mit stürmischem Wind und hin und wieder einem kleinen Regen- schauer. Gegen 18 Uhr passieren wir Genf und um 18.10 Uhr sind wir in Frankreich. Auf der Fahrt heute haben wir mehr als 20 Tunnel passiert, davon waren einige sehr lang. Wir kommen am Viadukt Bardon- nex vorbei, fahren auf der S1/1206 Richtung St. Julien en Genevois, von dort Richtung Bellegard sur Valserine, überqueren die Rhone. An der engsten Stelle des klusartigen Rhonedurchbruchs, der eine Na- tursehenswürdigkeit bildet, erhebt sich das Fort de l'Écluse. Das untere Fort geht auf eine Befestigungsan- lage aus dem 13. Jh. zurück, die im Lauf der Zeit mehrfach zerstört und verstärkt wiederaufgebaut wurde. 2009 passierten wir nachts diese Stelle, sie war herrlich beleuchtet. Durch eine phantastische grüne Fel- senlandschaft, durch wunderschöne, mit Blumen geschmückte Dörfer, die sehr gepflegt wirken, folgen wir der Straße 1084 bis Chatillon en Michail. Ankunft um 19.20 Uhr, nach 14 Stunden, 881 km. In Chatillon an der Kirche haben wir schon 2009 übernachtet. Zum Abendessen gibt es Linsen und Würstchen aus der Dose. Wir gehen früh schlafen, bewacht von der Kirche.

Bilderalben unter www.harley-rolf.de

© Uschi Agboka, 2011
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Die Reise
 
Details:
Aufbruch: 07.09.2011
Dauer: 6 Wochen
Heimkehr: 15.10.2011
Reiseziele: Frankreich
Der Autor
 
Uschi Agboka berichtet seit 15 Jahren auf umdiewelt.
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