Zwischen RHÖN und THÜRINGER WALD

Deutschland-Reisebericht  |  Reisezeit: Mai - Dezember 2020  |  von Birgit H.

Drachenschlucht (Mariental / Eisenach)

Menschenleer ist anders, aber zumindest habe ich dieses Mal einen Parkplatz gefunden.

Menschenleer ist anders, aber zumindest habe ich dieses Mal einen Parkplatz gefunden.

das sind die angegebenen Möglichkeiten ...

das sind die angegebenen Möglichkeiten ...

das ist es, was sich bei mir "ergeben" hat

das ist es, was sich bei mir "ergeben" hat

herein spaziert

herein spaziert

jetzt wird es eng

jetzt wird es eng

festes Schuhwerk ist unerlässlich

festes Schuhwerk ist unerlässlich

Die sagenumwobenen Drachenschlucht ist eine Klamm südlich von Eisenach. Naturliebhaber und Geologen kommen hier voll auf ihre Kosten.

Länge: 2,6 km
1832 begehbar gemacht (Details siehe unten)
Die engste Stelle ist 68 cm schmal.
Höhenunterschied 200 m

17.10.2020

Im August war ich schon einmal dort...und entsetzt über die Menschenmassen:
Parkplätze voll, Straßenränder bis zur letzten Lücke beparkt, und die Insassen der Fahrzeuge schoben sich die Wanderwege entlang, wie die Touristen am Nürnberger Christkindlmarkt .... schrecklich. Das war bei schönem Wetter und zur Ferienzeit.

Heute sind keine Ferien und das Wetter ist alles andere als schön: grau, hin und wieder leichter Regen - also wage ich einen zweiten Versuch, in der Hoffnung, dass wenige Menschen die gleiche Idee haben wie ich.

Die kostenlosen Parkplätze am Straßenrand der B19 findet man in der Nähe der Bushaltestelle Mariental.

Leer ist anders, aber zumindest finde ich problemlos einen Parkplatz - diese sind übrigens kostenfrei.

Der Weg durch die Drachenschlucht ist unglaublich vielseitig und abwechslungsreich. Ein fantastisches Erlebnis - hier macht sogar Kindern das wandern Freude

Für meinen Geschmack sind es fast schon wieder zu viele Menschen - vor allem, da immer wieder auch "Gegenverkehr" kommt. So beschließe ich am Ende der Klamm dann, einen anderen Weg zurück zu wählen - und schon begegnen mir nicht mehr viele Menschen.

Meine Route führt oberhalb der Schlucht wieder zurück und ich komme vorbei an:

den drei Knöpfelsteichen, einer Felsenformation mit der 11 Meter hohen Elfengrotte sowie der Sängerwiese. Im dortigen gleichnamigen Gasthaus kehre ich ein. Mit Pflaumen-Limetten-Schorle und einer lecker würzigen Thüringer Bratwurst lasse ich es mir gut gehen, bevor ich dann die letzten ca. 10 Minuten zurück zum Auto laufe.

https://saengerwiese-eisenach.de/

Geschichte der Drachenschlucht

Das obere Mariental war im Mittelalter ein Refugium für Jäger, Köhler und Mineralsucher. Für den herzoglichen Hof war bereits im 18. Jahrhundert auf der südlich anschließenden Waldpartie zwischen Jagdschloss Hohe Sonne und Schloss Wilhelmsthal mit der Anlage von Spazierwegen und Jagdschneisen begonnen worden – hieran erinnern die Flurbezeichnungen Schwalbennest für einen Rastplatz, Hochwaldgrotte, Luisengrotte und Prinzessinnenstieg. Als man 1830 im Mariental, noch weit vor der Stadt gelegen, das erste Ausflugsrestaurant – die Phantasie – erbaute, wurde die Erschließung der Felsschluchten südlich der Stadt für Wanderer und Spaziergänger eingeleitet. Zugleich wurde die Nutzbarmachung und Erschließung der Forste durch Gottlob König, Carl Grebe und Herrmann Stoetzer angestrebt und hierfür Mittel zum Wald- und Wegebau bereitgestellt.

1832 wurde der damals Steingraben genannte Teil des Annathals für Spaziergänger passierbar gemacht und erhielt als neue Fremdenverkehrsattraktion den zugkräftigen Kunstnamen Drachenschlucht. Dieser Name stammt vom Eisenacher Stadtpatron heiliger Georg den Drachentöter. Die Georgenkirche wurde bereits 1196 urkundlich erwähnt, seit 1549 befindet sich ein Georgsbrunnen auf dem Eisenacher Markt. In der örtlichen Variation der Hagiographie kämpft der Hanjörg gegen einen Lindwurm, worauf sich auch das moderne Hanjörgfest bezieht. Dieser Lindwurm hätte in der engen und nassen Klamm der Drachenschlucht gehaust.

Bis 1850 gehörte das Gebiet der Herzoglichen Verwaltung, war Wildbann und Jagdgebiet. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts entwickelte sich das Mariental zur Villenkolonie und zum Erholungsgebiet der Eisenacher. 1879 entstand das Hotel Sophienaue, und 1897 wurde die Straßenbahnlinie bis zum Eingang der Drachenschlucht angelegt.

Um die Schlucht sicher und begehbar zu machen, mussten Wege und Stufen in den Fels gehauen werden, über viele Meter wurde der Weg mit Holzbohlen und Stegen über den Quellbach fortgeführt. Leider zerstören die Naturgewalten – in der Schlucht entstehende Eismassen im Winter und die bei Unwettern auftretenden Fluten – diese Wegpartien, so dass immer neue Ersatzbauten nötig sind. In der Saison 2009 wurden Gitterroste aus robustem Kunststoff eingebaut und erprobt.
(Quelle: wikipedia)

Knöpflesteiche

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es gibt kein schlechtes Wetter - nur schlechte Kleidung und ich habe inzwischen gute Kleidung

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© Birgit H., 2020
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Dieser LIVE-Reisebericht wird in Worten und Bildern von Ausflüge und Wanderungen in der Gegend um Rhön und Thüringer Wald berichten.
Details:
Aufbruch: 15.05.2020
Dauer: 7 Monate
Heimkehr: Dezember 2020
Reiseziele: Deutschland
Live-Reisebericht:
Birgit schreibt diesen Reisebericht live von unterwegs - reise mit!
Der Autor
 
Birgit H. berichtet seit 8 Jahren auf umdiewelt.
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