Hello Canada - Roadtrip Vancouver -> Calgary

Reisezeit: Juni 2026  |  von Arno Ammann

von Jasper nach Lake Louise Tag 11

Heute stand die Fahrt von Jasper nach Lake Louise auf dem Plan. Der Weg führte über die Panoramastraße Icefields Parkway. Die Strecke ist zwar nur 232 km lang, jedoch gibt es so viele Aussichtspunkte, dass wir den ganzen Tag eingeplant hatten.
Zu Beginn der Strecke, kurz hinter Jasper haben wir am Horseshoe Lake gehalten um uns diesen kurz anzuschauen. Der See ist wie ein Hufeisen geformt und man kann im "inneren" Teil des Ufers eine kleine Runde laufen. Auf dem Weg Richtung Ufer haben wir schon Jugendliche laut schreien und lachen gehört. Als wir uns näherten, sahen wir auch warum. Eine Seite des Ufers bestand aus niedrigen "Klippen" und die Jungs sind von dort ins Wasser gesprungen. Beim Auftauchen schrien und johlten sie so laut, dass wir uns die vorherrschende Wassertemperatur gut vorstellen konnten.
Die Jungs hatten echt ihren Spaß und wir auch. Wir unterhielten uns kurz mit ihnen und sie erzählten uns, dass sie ca. eine Stunde weit entfernt wohnen und nur wegen dem See hierher kamen.
Nach unserer Runde ging es weiter Richtung Lake Louise.

Horseshoe Lake

Horseshoe Lake

An den ersten Viewpoints haben wir nicht mehr gehalten, da wir diese ja schon an den Vortragen besucht hatten.
Nach dem Columbia Icefield sahen wir in der Gegenrichtung ein verunfalltes Fahrzeug. Die Motorhaube war derartig eingedellt, dass es sich nur um eine Kollision mit einem großen Tier gehandelt haben konnte. Ersthelfer waren bereits vor Ort und die Insassen des Kfz standen alle unversehrt am Straßenrand und machten Bilder von dem Mietwagen.
Ein paar Aussichtspunkte später sahen wir in einer Parkbucht auf unserer Seite Blaulicht und einige Fahrzeuge stehen. Wir erfuhren von dem Fahrer eines Wagens, dass sich im Graben neben der Straße ein Schwarzbär befindet.
Wir warteten etwas ab und als ein anderes Fahrzeug weg fuhr, konnten wir uns dem Geschehen nähern. Mit viel aus dem Fenster strecken und Dank Arnos langen Armen, konnte er den Bären kurz im Gestrüpp sehen und Fotos machen.

The Saskatchewan River Crossing, die einzige Tankstelle mit Shop auf der Strecke. Hier kann man sich davon überzeugen, dass es immer noch ne Ecke teuer geht...

The Saskatchewan River Crossing, die einzige Tankstelle mit Shop auf der Strecke. Hier kann man sich davon überzeugen, dass es immer noch ne Ecke teuer geht...

Ca. eine halbe Stunde vor Lake Louise haben wir noch gehalten, um den Peyto Lake zu sehen. Zu diesem See, der für seine türkise Farbe bekannt ist und aussieht wie ein Wolf, führt ein gut ausgebauter, jedoch sehr steiler Weg.
Oben angekommen, wird man für den Aufstieg absolut belohnt! Wenn man sich die unzähligen Touristen wegdenkt, ist es einfach der Wahnsinn. Aber seht selbst...
Nachfolgend ein paar Impressionen unserer Strecke.

The Weeping Wall (300 Meter hohe Felswand)
Im Winter frieren die Wasserfälle zu und man kann dort Eiskletterer beobachten.

The Weeping Wall (300 Meter hohe Felswand)
Im Winter frieren die Wasserfälle zu und man kann dort Eiskletterer beobachten.

Dem Bow River in diesem Tal sind wir ewig gefolgt..

Dem Bow River in diesem Tal sind wir ewig gefolgt..

Bär (er wollte sich einfach nicht richtig zeigen)...

Bär (er wollte sich einfach nicht richtig zeigen)...

Der Peyto Lake (Der sieht wirklich so aus...)

Der Peyto Lake (Der sieht wirklich so aus...)

Nach unserem Check In in der Unterkunft, schleppten wir unsere Koffer in den dritten Stock, da das Gebäude, in dem wir untergebracht sind, keinen Aufzug hat. Die Anlage des Lake Loiuse Inn ist wirklich schön gestaltet und überall auf den Grünflächen treiben sich kleine Ziesel (Columbian Ground Squirrel) rum, die echt lustig anzuschauen sind.
Im Restaurant gegenüber fanden wir uns zum Abendessen ein. Anscheinend wollten wohl alle Touris gleichzeitig zu Abend essen. Die Dame am Empfang sagte uns das wir noch eine halbe Stunde auf einen freien Tisch warten musste. Da es in Lake Louise nur wenige Möglichkeiten gibt etwas zu Essen zu bekommen warteten wir mit vielen anderen Hungrigen auf unseren Tisch. Nach ca. 45 Minuten rief die Empfangsdame lautstark unseren Namen und wir bekamen einen Tisch zugewiesen. Es war dort durch die vielen Besucher schon fast unangenehm laut. Man merkte, dass dieses Restaurant auf einen hohen Durchlauf ausgelegt ist. "Unser" Kellner war trotz der Hektik im Laden extrem freundlich und aufmerksam. Wie fast alle Menschen hier. Für mich gab es den Peyto Burger mit Onion Rings und Arno hatte ein Reuben Sandwich mit viel Fleisch und Sauerkraut.
Morgen wollen wir einige Seen der Gegend besuchen...

Ein Columbian Zeisel

Ein Columbian Zeisel

So hell ist es um 22:40 Uhr noch Lake Louise

So hell ist es um 22:40 Uhr noch Lake Louise

© Arno Ammann, 2026
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Nach langem warten haben wir wieder die Möglichkeit den europäischen Kontinent zu verlassen. Dieses Mal wollten wir Berge sehen, anstatt nochmal Wüste und rote Steine ;-) Unsere Wahl fiel auf Kanada. Mit dem Mietwagen geht´s im Juni, innerhalb von 3 Wochen, von Vancouver Calgary.
Details:
Aufbruch: 07.06.2026
Dauer: 3 Wochen
Heimkehr: 27.06.2026
Reiseziele: Kanada
Der Autor
 
Arno Ammann berichtet seit 15 Jahren auf umdiewelt.