Hello Canada - Roadtrip Vancouver -> Calgary

Reisezeit: Juni 2026  |  von Arno Ammann

Banff Tag 15

Heute ließen wir es gemütlich angehen. Das Auto blieb stehen und wir erkundeten Banff und die fußläufig erreichbare Umgebung.
Die Lage unserer kleinen Hütte ist perfekt, um die Innenstadt von Banff zu besuchen.
Das kleine Banff hat nur ca. 10.000 Einwohner, aber zur Hochsaison zwischen Juni und September kann die Anzahl der Menschen mehrere 10.000 betragen.
Dementsprechend voll ist die Banff Avenue, die Hauptstraße der Stadt. Überall sind Hotels und andere Unterkünfte zu sehen. Auf der Banff Avenue reiht sich ein Geschäft an das Andere. Zwischendrin sind noch Restaurants und Fast Food Läden.
Wir dachten das Amsterdam schon sehr touristisch sei - Banff top das um ein vielfaches. Teilweise schiebt man sich hier mit jeder Menge anderer Touris über die Gehsteige. Trotz dem ganzen Trubel ist Banff eine schöne Stadt. Vor allem wenn man sich auch mal abseits der Menschenmassen bewegt.
Das haben wir natürlich auch gemacht und wollten den Fenland Loop laufen. Der kurze und einfache Wanderweg (2,7 km) beginnt direkt hinter dem Ort und führt durch den Wald um einen kleinen See und ganz in die Nähe des Vermillion Lake.
Wir mussten einen Bahnübergang überqueren, um aus der Stadt heraus zu kommen. Der Übergang war gerade geschlossen worden als wir ihn erreichten. Jetzt konnten wir auch hautnah erleben wo dieser nervige Zug, rund um die Uhr immer mal wieder 4x hintereinander hupt. Das hört man durch die ganze Stadt. Es war an diesem Übergang. Vor Ort ist das unangenehm laut und diese Züge sind wirklich unglaublich laaang.
Leider konnten wir unseren Rundweg nicht so kaufen wie wir geplant hatten, da ein Teil wegen Hochwasser gesperrt ist. Schön war´s trotzdem.

Hier gibt´s auch Menschen mit Geld...

Hier gibt´s auch Menschen mit Geld...

Karen, unsere Vermieterin, hat uns morgens noch erzählt, dass heute einige indigene Einwohner eine Veranstaltung im Park machen.
Bei Sonnenschein haben wir uns die Veranstaltung angeschaut. Es gab Stände mit indigener Kunst und Aufführungen im Park. Bei unserer Ankunft wurde auf einer kleinen Bühne gerade ein Regentanz von einer Frau aufgeführt. Zum Glück blieb es nach dem Tanz trocken
Danach wurde uns ein Hoop Dance vorgeführt. Der Tänzer hatte mehrere Hula Hoop Reifen mit denen er während seines Tanzes verschiedene Figuren darstellte. Einen Bären, einen Adler, die Wolken, die Welt, etc. War ein wenig wie Ausdruckstanz mit Hula Hoop Reifen. Den Aufbau eines Tipis haben wir uns noch angeschaut bevor wir den Park wieder verließen.

Hier war die Veranstaltung - um 18 Uhr war davon nix mehr zu sehen.

Hier war die Veranstaltung - um 18 Uhr war davon nix mehr zu sehen.

Jetzt hatte Nicole Lust auf was Süßes. Sie wollte eine der abgefahrenen Waffeln mit Belag. Auf der Suche nach dem Laden fiel ihre Wahl dann aber auf Beaver Tails. Kennen wir nicht, sah lecker aus. Also haben wir uns in die Schlange gestellt und gewartet. Leider haben wir uns zunächst an der falschen "Schlange" angestellt. Das waren nur Leute, die auf irgendwen gewartet haben...
Als wir danach in der richtigen Schlange standen, ging es auf einmal viel schneller vorwärts als in der ersten Schlange. Nicole suchte sich so einen Biberschwanz mit Haselnuss-Schokocreme und ich einen mit Apfel-Zimt Belag aus. Bisher wussten wir nicht so genau auf was wir uns eingelassen hatten. Irgendwas teigiges auf jeden Fall. Während wir auf unsere Bestellung warteten habe ich gesehen was es ist. Ein frisch frittierter, flacher Donut mit dem Belag. Das kann nur gut werden. Und so war es auch
Jetzt liefen wir die Banff Avenue auf und ab. Ein paar Souvenirläden haben wir uns auch von innen angeschaut. Überall gibt es das Selbe. Haste einen gesehen, haste alle gesehen...
Es gibt aber auch Kunstgalerien, einen Laden mit Pelzmänteln und -mützen, einen Laden der nur Klamotten aus Flanell verkauft und auch viele Läden mit Outdoor Kleidung. Leider genauso teuer wie in Deutschland.
Das beeindruckendste Geschäft war der Weihnachtsladen.

Und das waren nicht alle Pez-Spender....

Und das waren nicht alle Pez-Spender....

Der Hunger überfiel uns wieder mal. Diesmal habe ich einen Fastfood Laden mit koreanischem Streetfood ausgesucht. Eine Schüssel voll mit Reis, Salat, gebratenem Ei, frittiertem Hühnerfleisch und koreanischer Soße. Unglaublich lecker
Da wir immer noch nicht alles gesehen hatten, liefen wir weiter durch Banff bis wir müde Beine hatten und eine Pause brauchten. Die machten wir "zuhause" und planten ein wenig den morgigen Tag und das Abendessen. Da Essen gehen hier extrem teuer ist (man ist mind. 40$ pro Person los) und das koreanische Essen super lecker war, sind wir nochmal zu dem Koreaner. Nicole holte sich das Gleiche wie Mittags. Ich probierte eine andere Bowl und einen Corn Dog. Die kenne ich nur aus dem Fernsehen und wollte das unbedingt mal probieren
Im nahegelegenen Park haben wir uns einen Picknicktisch gesucht und dort gegessen. Das Wetter war immer noch gut. Sonne und leicht bewölkt. Wir hatten während unserer Zeit in Kanada bisher wirklich Glück mit dem Wetter. Bis auf ein paar Stunden während denen es wirklich blöd war.

koreanisches Streetfood

koreanisches Streetfood

Potato Corn Dog
Frittierte Wurst im Teigmantel mit Kartoffelstücken drum herum

Potato Corn Dog
Frittierte Wurst im Teigmantel mit Kartoffelstücken drum herum

Banff Avenue

Banff Avenue

© Arno Ammann, 2026
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Nach langem warten haben wir wieder die Möglichkeit den europäischen Kontinent zu verlassen. Dieses Mal wollten wir Berge sehen, anstatt nochmal Wüste und rote Steine ;-) Unsere Wahl fiel auf Kanada. Mit dem Mietwagen geht´s im Juni, innerhalb von 3 Wochen, von Vancouver Calgary.
Details:
Aufbruch: 07.06.2026
Dauer: 3 Wochen
Heimkehr: 27.06.2026
Reiseziele: Kanada
Der Autor
 
Arno Ammann berichtet seit 15 Jahren auf umdiewelt.