Hello Canada - Roadtrip Vancouver -> Calgary

Reisezeit: Juni 2026  |  von Arno Ammann

Lake Louise Tag 13

Da es hier sooo viel zu entdecken gibt, sind wir heute in den Yoho Nationalpark gefahren. Dieser Park grenzt an den Banff NP an und ist nur wenige Fahrminuten entfernt.
Auf dem Weg zu unserem ersten Halt sind wir an dem Aussichtspunkt des Spiral Tunnel raus gefahren. Von dort sollte man einen Eisenbahntunnel und eine große Schleife der Gleise sehen. Mit dieser Schleife und dem Tunnel wird der Verlauf der Gleise so angepasst das die Züge die Steigung (maximal 2,2% Steigung sind möglich) überhaupt schaffen. Bis die Ingenieure damals diese Lösung entwickelten, wäre das Projekt Bahnschienen von West nach Ost fast an den Rockies gescheitert. Abgeschaut haben sie bei den Schweizern.. Wer hat's erfunden?
Angeblich kann man sehen wie der Zug aus dem Tunnel ausfährt und zur gleichen Zeit auf der anderen Seite noch einfährt. (Die Tunnel sind 800 bzw. 900 Meter lang und die Güterzüge haben ein vielfaches dieser Länge.) Das wäre bestimmt beeindruckend zu sehen gewesen. Aber wieder Mal nimmt die "blöde" Natur einem die Sicht Wir haben durch die Bäume weder Tunnel noch Gleise sehen können. Wir hatten das "Glück" das gerade eine einzelne Lok den Berg herauf gefahren ist. Wir konnten sie durch die Bäume erahnen. Mehr aber auch nicht.
Wir fuhren von dort weiter zu den Takakkaw Falls.
Ein gigantischer Wasserfall mit einer Gesamthöhe von 373m und einem freien Fall des Wassers von 254m.
Um dort hin zu gelangen muss man die Yoho Valley Road bis ganz ans Ende fahren. Zu Beginn der Straße stehen Warnschilder das Fahrzeuge mit einer Gesamtlänge von mehr als 7m und Gespanne mit Anhänger diesen Streckenabschnitt nicht befahren dürfen.
Die Straße wurde an einigen Stellen sehr steil und 2 Serpentinen waren so eng das dort auf keinen Fall ein größeres Fahrzeug um die Ecke kommt.
Anscheinend können nicht alle Fahrer ihr Fahrzeug gut einschätzen. Man sah auf der Straße und am Fahrbahnrand tiefe Kratzer wo die KFZ aufgesetzt bzw. angestoßen sind. Wir haben es Unfallfrei geschafft Aber knapp war es tatsächlich. Ein SUV hinter uns musste zurück setzten da er die Kurve falsch eingeschätzt hatte.
Am Parkplatz angekommen war es mal wieder nur ein kurzer Spaziergang, auf gut ausgebauten Wegen, zum Wasserfall.
Beeindruckend diese Höhe des Wasserfalls!

Die Bahnstrecke zur Lösung des Problems mit der Steigung

Die Bahnstrecke zur Lösung des Problems mit der Steigung

Takawaka Falls

Takawaka Falls

Wir mussten unseren Besuch dort abrupt abbrechen, da ich vergessen hatte etwas Traubenzucker mit zu nehmen und natürlich jetzt einen Unterzucker bekam. Zum Glück war der Weg zum Auto nicht weit, sodass ich schnell an meinen Zucker kam und die Situation nicht schlimm wurde.
Wir hatten noch 2 Stopps auf unsere Liste für diesen Tag. Die Natural Bridge und den Emerald Lake.
Wir entschieden uns dazu an der Natural Bridge vorbei zu fahren und zuerst den Emerald Lake zu besuchen. Ich hatte gelesen, dass der Parkplatz am See schnell voll sein soll.
Ein paar hundert Meter vor dem Parkplatz schwante uns Übles. Der ganze Seitenstreifen war voll geparkt mit Wohnmobilen und Autos
Am Parkplatz angekommen wurden wir dann auch abgewiesen und mussten die Straße wieder zurück fahren. Zum Glück fuhr gerade ein Auto weg und wir konnten uns diese Lücke sichern. Wir mussten ca. 300 m zurücklegen bevor wir den offiziellen Parkplatz erreichten. Das war völlig in Ordnung, da es andere gab die weit aus länger laufen mussten.
Am See angekommen sahen wir durch die Menschenmassen auch warum der See so überlaufen ist.
Traumhaft! Der See leuchtete in einer wahnsinnig schönen Farbe. Manchmal denkt man sich das diese Farbtöne doch nicht echt sein können.

Leider kommt das Türkis des Sees auf Fotos einfach nicht so intensiv rüber wie es live zu sehen ist

Leider kommt das Türkis des Sees auf Fotos einfach nicht so intensiv rüber wie es live zu sehen ist

Heute sind wir die 5km um diesen wunderschönen See herum gelaufen.
wir hätten uns auch in die Warteschlange am Kanuverleih stellen können und uns ein Boot für 100$/Stunde leihen können
Der Weg um den See führte uns am Ufer entlang. Teils durch offenes Gelände, teils durch den Wald. Immer wieder gab es tolle Aussichten auf den See. Es war ein toller Spaziergang um den See herum.
Am Ende des Weges kamen wir an dem dortigen Hotel und dem dazugehörigen Restaurant vorbei. Wie immer - sau teuer!

Glaubt bloß nicht das man für sein Geld hier große Portionen bekommt

Glaubt bloß nicht das man für sein Geld hier große Portionen bekommt

Wir sind schon schlechtere Wege durch den Wald gelaufen...
Aber meistens ging es dann doch über normale Waldwegen mit Wurzeln und Matsch am See entlang

Wir sind schon schlechtere Wege durch den Wald gelaufen...
Aber meistens ging es dann doch über normale Waldwegen mit Wurzeln und Matsch am See entlang

Auf dem Weg bergab ins Tal hielten wir noch kurz an der Natural Bridge. Ein weiterer kleiner "Wasserfall". Dort hat sich das Wasser seinen Weg durch das Gestein so gegraben, dass eine kleine Brücke zwischen den Felsen entstand. Betreten kann man diese Brücke natürlich nicht. Viel zu klein und viel zu gefährlich.

Mit großen Schritten kommt man da bestimmt noch rüber

Mit großen Schritten kommt man da bestimmt noch rüber

Nun neigte sich der Tag auch dem Ende und wir sind bei uns im hoteleigenen Restaurant Timberwolf, noch etwas Essen gegangen. Zum Glück waren wir schon früh im Restaurant. Es war noch nicht viel los und wir bekamen sofort einen Platz. Diese Lokalität bot italienisches Essen an. Wir waren gespannt wie die Kanadier italienische Küche interpretieren.
Nicole entschied sich für eine Pizza mit Hühnchen und ich nahm Nudeln mit Tomatensoße und Wagyu-Fleischbällchen. Preislich lag das Essen auf dem Niveau eines normalen Restaurants in Deutschland. Es war aber etwas "edler" als das letzte Restaurant in Lake Louise. Hier bekamen wir das kostenlose Wasser, was es in allen Restaurants gibt, in echten Gläsern und nicht in Plastikgläsern
Das Essen war gut. Nicoles Pizza war aber schon fast zu süß. Gewöhnungsbedürftig für eine eher deftige Pizza.
Diesmal habe ich mit tatsächlich noch einen Nachtisch bestellt.
Es gab einen Croissant-Pudding. Geschichtetes Croissant, gebacken in einer Sahne-Vanillesoße mit gerösteten Mandeln und einer Kugel Eis. Weil es anscheinend noch nicht süß genug war gab es auch noch etwas Schokosoße dazu. Sau lecker
Zum Abschluss des Tages sind wir noch eine kleine Runde gelaufen um das Essen etwas besser zu verdauen

© Arno Ammann, 2026
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Nach langem warten haben wir wieder die Möglichkeit den europäischen Kontinent zu verlassen. Dieses Mal wollten wir Berge sehen, anstatt nochmal Wüste und rote Steine ;-) Unsere Wahl fiel auf Kanada. Mit dem Mietwagen geht´s im Juni, innerhalb von 3 Wochen, von Vancouver Calgary.
Details:
Aufbruch: 07.06.2026
Dauer: 3 Wochen
Heimkehr: 27.06.2026
Reiseziele: Kanada
Der Autor
 
Arno Ammann berichtet seit 15 Jahren auf umdiewelt.