Hello Canada - Roadtrip Vancouver -> Calgary
Clearwater Tag 5
Heute erkunden wir den Wells Gray Provincial Park. Dieser ist bekannt für seine Vielzahl an Wasserfällen. 42 namentlich bekannte! Alle werden wir wohl nicht sehen. Viele davon sind nur mit erheblichem Zeitaufwand zu erreichen. Heute sah das Wetter auch nicht so aus als ob man lange Wanderungen unternehmen sollte. Die Wetterapp sagte ab 12 Uhr Gewitter voraus. Ob das zutrifft, sollten wir später noch erfahren.
Auf unserer Wasserfallroute standen der Spahats Fall, Moul Fall und der Helmcken Fall. Da der Park nur über eine einzige Straße erreichbar und befahrbar ist sollte die Navigation uns nicht allzu schwer fallen
Bevor wir zum ersten Wasserfall kamen, hielten wir noch kurz am Shaden Viewpoint.
Der Weg zum Spahats Fall dauerte max. 5 min. Beeindruckend was wir zu sehen bekamen.
Als nächster Stopp war der Moul Fall geplant. Laut meinen vorherigen Recherchen kann man optional bis zum Wasserfall hinunter und dann hinter den Wasserfall laufen.
Wir entschieden uns dazu erstmal nicht bis zum Boden des Wasserfalls zu laufen, da der Weg dort runter wohl ziemlich steil und teilweise rutschig sein sollte.
Am Parkplatz angekommen waren noch einige andere Touristen vor Ort und machten sich für den Weg fertig. Einige mit Wanderschuhen und mit Rucksäcken bepackt, andere nur in Turnschuhen und ner Flasche Wasser in der Hand. Dann kann es ja nicht so schlimm werden dachten wir uns. Am Anfang des Weges wurde, wie eigentlich überall, vor Bären gewarnt. Aber bei den ganzen Touris werden sich die Bären dann schon irgend jemand anderes zum Frühstück aussuchen
Also haben wir nur etwas Wasser und Traubenzucker eingepackt und sind losgelaufen.
Die Zeitangaben am Anfang des Weges machten uns etwas stutzig. Angeblich sollten wir für die 3 km 2 - 3 Std. brauchen. Meiner Info nach sollte der Weg bis hinter den Wasserfall ca.. 2 - 3 Std. dauern, was wir ja nur evtl. machen wollten. Dann kann der Weg bis wir den Moul Fall zu sehen bekommen ja nicht so weit sein, wenn wir nicht runter gehen....
Der Weg durch den Wald war angenehm zu laufen. Es war ein breiter, flacher, ziemlich ausgetretener Weg mit kurzen steinigen Passagen. Nach 1,7 km mussten wir abbiegen. Von dort an wurde der Weg schmaler und es ging ein klein wenig mehr bergab. Alles absolut machbar. Nach weiteren 15 Minuten war dann auch der Wasserfall zu hören. Je näher wir kamen desto lauter wurde es. Endlich können wir einen Blick auf ihn werfen - Nix war´s....
Oberhalb des Wasserfalls angekommen sahen wir die steilen Treppen die zum Boden des Falls führten. Zum Wasserfall runter zu gehen war dann doch nicht optional wenn man irgendwas sehen wollte.
Jetzt wurde uns auch klar warum einige Wanderer, die uns entgegen kamen, so geschwitzt waren, obwohl es gar nicht so warm war. Nach einigem hin und her kamen wir zu der Überlegung, dass wir uns (hauptsächlich Nicole ) nicht fit genug für den Ab- und besonders den Aufstieg fühlten. Morgen ist ja auch noch ein Tag - Scheiß Jetlag - das ist diesmal echt hartnäckig....
Gemütlich gingen wir zum Auto zurück um den nächsten Wasserfall an zu steuern.
Auf dem Weg zu unserem nächsten Halt stoppten wir dann noch an den Dawson Falls. Den hatte ich gar nicht mehr auf dem Schirm. Zum Glück haben wir das Hinweisschild gesehen. Der Weg zu dem Spot war nur 800 Meter weit und daher konnten wir die schöne Aussicht ohne großen Zeitaufwand mitnehmen. Es ist schon Wahnsinn die ganzen Wassermassen und deren Kraft so nah zu beobachten.
Nach dem kurzen Stop bei den Dawson Falls ging es für uns weiter auf der Clearwater Valley Road zu den Helmcken Falls. Der Wasserfall wurde nach einem deutschstämmigen Arzt, welcher sich für den Nationalpark stark gemacht hatte, benannt. Helmcken hatte diesen Wasserfalle jedoch nie zu Gesicht bekommen.
Der Helmcken Fall ist der höchste Wasserfall in diesem Nationalpark.
Den Weg zu diesem Wasserfall kann man keineswegs als Wanderung bezeichnen, da die Aussichtsplattform ganze 100 Meter vom Parkplatz entfernt war.
Der Ausblick auf die Helmcken Falls war spektakulär. Wie die Wassermassen laut rauschend in die Tiefe stürzen und der feine Nebel den ganzen Kessel füllt und an den Wänden langsam empor steigt.
Da sich das Wetter nachmittags (wie angekündigt) verschlechterte, machten wir uns zeitig auf den Weg zurück zu unserem Hotel.
Auf dem Rückweg wurden wir auch von starkem Regen, der zu einem kurzen aber heftigen Hagelschauer wurde, erwischt. Was ein Glück haben wir (im Gegensatz zu den meisten anderen) keine Wanderung am Nachmittag gemacht. Der Regen und Hagel war kurzzeitig so schlimm, dass wir an einem Parkplatz hielten und warteten bis der Scheibenwischer den Wassermassen wieder Herr wurde.
Zurück in Clearwater waren wir noch eine Kleinigkeit essen und haben uns dort einen Tisch mit einem deutschen Pärchen aus Dortmund geteilt, da das Restaurant sehr voll war. Die Beiden sind unsere Route quasi rückwärts gefahren und jetzt fast am Ende der Reise angekommen. So wie sich deren Schilderungen anhörten, werden die Aussichten der nächsten Stationen noch besser.
Im Gateway Grill hat Arno auch endlich mal Poutine essen können. Neben Ahornsirup noch so ein komisches Nationalgericht - Pommes mit angebratenen Champignons, Lauchzwiebeln, Bratensoße und mit Käse überbacken - Pommes pervers Sau lecker!
| Aufbruch: | 07.06.2026 |
| Dauer: | 3 Wochen |
| Heimkehr: | 27.06.2026 |