Hello Canada - Roadtrip Vancouver -> Calgary
von Lake Louise nach Banff Tag 14
Goodbye Lake Louise - bis Montag oder Dienstag...
Wir standen heute zeitig auf. Also noch früher als sonst, würde Nicole sagen
Nachdem wir unsere Koffer, Rucksäcke, Schuhe, etc. vom 3. Stock ins Auto geschleppt hatten (es gab ja keinen Aufzug ) fuhren wir als erstes in das nahe gelegene Deli (Bäckerei). Dort haben wir uns in die Warteschlange ein gereiht. Die Schlange ging bis auf den Parkplatz. Im Laden holten wir uns jeder ein Sandwich. Die kannten wir schon vom Vortag. Die waren lecker. außerdem gab es noch für jeden ein "Breakfast on a bun". Das war ein weiches Brötchen mit Bacon, Ei und Käse. War leider trocken und nicht so toll
Heute ging es zum Johnston Canyon mit der sich anschließenden Wanderung zu den Ink Pots.
Der Canyon ist eine der meistbesuchten Sehenswürdigkeiten im Banff Nationalpark. Deshalb sind wir heute früher los, da wir allerspätestens um 8.30 am Parkplatz sein wollten.
Der Parkplatz war bei unserer Ankunft schon extrem voll. Glücklicherweise haben wir direkt einen Plätzchen für unser Auto gefunden. Anscheinend der letzte Parkplatz
Wir verteilten unser Marschgepäck heute auf 2 Rucksäcke, weil wir heute ca. 5 Stunden (meist bergauf) unterwegs sein würden.
Voller Erwartungen sind wir zu dem, mal wieder, sehr nah gelegenen Anfang des Canyons.
Mit den anderen Touris sind wir im Wald an dem Bow River entlang gelaufen, bis wir die Stege erreichten, die uns durch den Canyon führen sollten.
Beschreibung des Canyons aus dem Internet:
Der Johnston Canyon im Banff-Nationalpark in Alberta, Kanada, ist eine spektakuläre, vom Johnston Creek geformte Schlucht. Er ist weltbekannt für seine beeindruckenden Wasserfälle und die abenteuerlichen Holzstege (Catwalks), die sich direkt an die steilen Felswände schmiegen
Von den Holzstegen war leider nichts zu sehen. Die Stege sind aus Metall und Beton. Wie oben zu sehen...
Die 2 Wasserfälle waren jetzt auch nicht so beeindruckend und der Canyon selbst war auch nicht spektakulär.
Die Klamm und Schluchten, die wir schon in Österreich und Deutschland gesehen haben, sind weit aus schöner.
Wir waren ziemlich enttäuscht von dem Johnston Canyon. Wir sind der Meinung, dass die Beliebtheit des Canyons hauptsächlich von der guten Begehbarkeit der Wege kommt. Die sind für fast jedes Fitnesslevel geeignet.
Am Ende des Johnston Canyons, den Upper Falls, startete der Wanderweg zu den Ink Pots.
Von hier sind es dann nochmal 3,2 km. Die meisten Touris gehen hier dann auch nicht weiter und so wurde es schnell um einiges ruhiger.
Unser Weg führte uns stetig bergauf durch den Wald. Jetzt war der Weg auch nicht mehr so professionell ausgebaut. Der breite und ausgetretene Weg führte erst leicht und dann teilweise ziemlich steil den Wald hinauf. Oben angekommen ging es direkt wieder bergab Unsere Freude hielt sich in Grenzen, da das hieß, wir würden auf dem Rückweg nochmal den Berg wieder hoch müssen
Als der Wald sich lichtete und wir das hoch gelegene Tal betraten, sahen wir sofort den ersten der Ink Pots.
Der Anblick entschädigte uns von der Enttäuschung über den Canyon!
Es gibt 7 dieser Mineralquellen mit absolut klarem Wasser. Alle leuchten in unterschiedlichen Blau- und Grüntönen.
Schade, dass es nur diese 7 Quellen gibt. Es war faszinierend die Ink Pots an zu schauen.
Nicole und ich suchten uns ein ruhiges Plätzchen am Fluss und genossen unsere Sandwiches und die grandiose Aussicht.
Der Himmel zog sich jetzt etwas zu und immer mehr Touris kamen an den Ink Pots an. Zum Glück sind wir zeitig los. So hatten wir doch etwas mehr Ruhe bei den Quellen und im Canyon.
Auf dem Rückweg sind uns einige Wanderer entgegen gekommen. Das hieß, dass wir alles Richtig gemacht hatten und es jetzt bei den Ink Pots voll werden sollte.
Auch im Canyon waren jetzt mehr Leute unterwegs.
An einem Fotospot hatte sich jetzt eine 60m lange Schlange gebildet
Auf dem Hinweg war die Schlange nur 10m lang und wir hatten da schon keine Lust zu warten. Für ein Foto mit einem nicht so tollen Wasserfall...
Zurück am Auto beschlossen wir, nochmal ein Stück des Bow Valley Parkways Richtung Lake Louise zu fahren. Diese Straße soll landschaftlich schöner sein und parallel zum Highway verlaufen. Heute morgen haben wir den "schnellen" Highway (max. 90 km/h auch wenn es schnurgeradeaus geht) gefahren, da wir noch einen Parkplatz ergattern wollten.
Der Parkway ist ab unserem Parkplatz Richtung Banff für Autos gesperrt.
Wir sind jedoch nur ein kurzes Stück Richtung Lake Louise gefahren, da wir schnell merkten, dass alle Möglichkeiten zu halten und etwas zu sehen mit längeren Wanderungen (min. 2 Std) zusammenhängen und wir nach den Inkpots echt nicht mehr laufen wollten.
Also haben wir gedreht und sind zurück Richtung des Wanderparkplatzes gefahren. Da wir unser Navi dauerhaft stummgeschaltet haben, ist Arno erstmal an der Auffahrt zum Highway vorbei gefahren. Im nächsten Kreisel, ist er statt einen U-Turn zu machen dann noch auf einen anderen Parkplatz gefahren.
Aber alles hat seinen Sinn.. Die Ausfahrt dieses Parkplatzes führte über ein Stück des für Pkw gesperrten Parkway. Ein Ranger sorgte dafür, dass man den Parkway direkt wieder verlässt und nicht heimlich in Richtung Banff abbiegen kann. Auf dem Weg zurück Richtung Highway hatten wir jedoch das Glück, dass ein Schwarzbär direkt am Straßenrand stand und fraß. Der Ranger hatte uns direkt darauf hingewiesen, dass dort ein Bär ist, wir aber auf keinen Fall anhalten sollten. Das haben wir, brav wie wir sind, auch nicht getan, so dass es leider keine tollen Fotos gibt. Wir konnten den Bären jedoch in langsamer Vorbefahrt in Ruhe betrachten.
Aber wie immer gibt es einen Idioten der sich nicht an die Ansagen des Rangers hielt, und doch stoppte. Das wurde mit deutlichem Hupen von Seiten des Rangers kommentiert.
In Banff angekommen, haben wir zuerst unsere Unterkunft aufgesucht. Wir haben eine kleine Hütte (Cabin) auf dem Grundstück der Vermieterin bekommen. Es hätte auch ein Zimmer direkt im Haus der Vermieterin werden können, daher sind wir sehr froh über die Cabin. Sie besteht aus einem großen Zimmer, in dem neben dem Bett auch noch ein Tisch und eine kleine Küche integriert ist. Es gibt ein weiteres kleines Zimmer mit einem Einzelbett und Durchgang zum Mini-Bad. Alles in der Cabin ist sehr alt, jedoch grundsätzlich gepflegt. Die Cabin ist definitiv Marke Eigenbau und ein paar Kleinigkeiten würden wir gerne beheben, wenn wir doch nur einen Schraubenzieher und eins, zwei Schrauben hätten..
Aber das Gefälle im Inneren der Hütte lässt sich bestimmt nicht mit einem Schraubenzieher richten. Wortwörtlich eine echt schräge Hütte... Die Badezimmertür schwingt durch das Gefälle immer wieder auf. Abschließen lässt sie sich auch nicht
Die Vermieterin ist super freundlich und spricht etwas deutsch. Ihre Eltern kommen aus Duisburg und sind vor 75 Jahren nach Kanada ausgewandert. Bei ihr zu Hause wurde früher deutsch gesprochen, jedoch ist das schon lange her. Wir fanden es sehr nett, von Ihr, dass sie sich die Mühe macht und mit uns denglisch spricht.
Sie hatte auch gleich zwei Karten von Banff und der Umgebung dabei, auf denen sie uns die wichtigsten Sachen, wie Restaurants und Ausflugsziele, die empfehlenswert sind, eingezeichnet und uns individuelle Tipps für bessere Parkmöglichkeiten oder schönere Routen für Wanderungen eingezeichnet.
Da wir noch nicht genug Bewegung an diesem Tag hatten, sind wir noch ca. 2,7 km am (mal wieder) Bow River zu einem (mal wieder ) kleinem Wasserfall gelaufen.
Da wir endlich mal das Glück einer eigene kleinen Küche zu haben, kamen wir auf die Wahnsinnsidee etwas zum Kochen zu kaufen.
Der Einkauf war ernüchternd, da so richtig "Kochen" mangels Gewürze und Ausstattung der Küche nicht möglich war. Nach laaangem hin und her im Supermarkt, gab es abends eine Art Bratwurst mit Bacon und Käsefüllung, Gnocci mit einer Fertigtomatensahnesoße und einen Salat. Wirre Kombi, aber es hat geschmeckt.
| Aufbruch: | 07.06.2026 |
| Dauer: | 3 Wochen |
| Heimkehr: | 27.06.2026 |