Hello Canada - Roadtrip Vancouver -> Calgary

Reisezeit: Juni 2026  |  von Arno Ammann

Banff Tag 17

Der Wetterbericht hatte nicht gelogen Strahlend blauer Himmel
Wir mussten vor 8 Uhr am Parkplatz des Lake Louise Ski Resort sein. Dort muss man an einer Hütte von Parks Canada einchecken um sein Ticket für das Lake Connector Shuttle zu erhalten.
Mit diesem Ticket und dem Connector Shuttle kann man, wenn man will, immer wieder zwischen Lake Louise und Moraine Lake hin und her fahren. In der Regel fährt man aber nur einmal an jeden See, da die Fahrten 20 - 25 Minuten dauern. Ein bisschen rumlaufen will man ja auch noch
Falls ihr euch fragt, warum wir die 40 Minütige Fahrt von Banff nach Lake Louise auf uns nahmen, obwohl wir schon im Ort Lake Louise übernachtet haben - Ich (Arno) hatte mir bei der Reservierung im April das falsche Datum raus gesucht. Was ein Glück! Heute war der erste komplett klare und sonnige Tag. Denn nur bei sonnigem Wetter kommt die Farbe der Seen erst richtig zum Leuchten.
Der Bus vom Ski Resort fuhr uns bis zum Lake Louise. Die meisten Mitfahrenden blieben erstmal am Lake Louise. Wir sind aber direkt weiter zum nächsten Bus der uns zum Moraine Lake fahren sollte.
Nicole war während der Busfahrt den Berg hinauf bei weitem nicht so aufgeregt wie ich. Das konnte ich gar nicht verstehen - die Seen sollen sooo schön sein und wir hatten so ein Glück mit dem Wetter...
Nachdem der Bus uns mit den paar andern Touris am See rausließ, mussten wir noch ein kurzes Stück laufen bevor wir einen ersten Blick erhaschen konnten.
Unglaublich dieser Anblick. Sieht aus wie gemalt. Irgendwie nicht echt. Man könnte meinen irgendeiner hätte den See eingefärbt.

Moraine Lake

Moraine Lake

Zum Glück sind wir erst zum Moraine Lake gefahren. Es war jetzt schon ein ganz schöner Andrang am Rockpile, dem bekanntesten Aussichtspunkt. Hier wird es nach 10 Uhr bestimmt noch richtig voll werden.
Nach gefühlten 100 Fotos wollten wir den Consolation Lakes Trail laufen. Am Trailhead war aber ein Schild aufgestellt, das uns mitteilte das man auf jeden Fall Bärenspray braucht. Auch das Wandern in Gruppen von mind. 4 Personen war vorgeschrieben. Bei Nichtbefolgung drohen Strafen bis 10.000$. Da wir weder Bärenspray hatten, noch irgendwelche Leute ansprechen wollten, die vielleicht mit uns laufen, suchten wir uns einen weniger gefährlichen Weg. Also sind wir den Lakeshore Trail gelaufen. Einen flachen, einfachen 3 km langen Weg am Ufer entlang. Ein paar weniger Menschen waren es hier auf jeden Fall, aber immer noch sehr viele.
Die Ausblicke auf diesen von 10 Bergspitzen umgebenen See waren fantastisch.
Dieses Postkartenmotiv nutzte auch ein Pärchen um vor dieser Kulisse zu heiraten.

Irgendwann war es an der Zeit wieder die Busse aufzusuchen. Wir hatten ja noch vor vom Lake Louise zum Lake Agnes Tea House zu laufend und dort den angeblich so tollen Kuchen zu probieren.
Vor der Abfahrt sind wir noch am Kanuverleih vorbei um uns die Preise für eine Stunde Kanufahren auf dem Moraine Lake heraus zu finden. 170$!!! Ihr glaubt gar nicht wie viele Leute das auch noch machen.
Nun war das Connector Shuttle auch mit viel mehr Menschen gefüllt als bei der Hinfahrt. Auch am Rockpile, dem Aussichtspunkt, war jetzt echt viel los.
Angekommen am Lake Louise verstauten wir erstmal unsere Jacken im Rucksack. Die Sonne wurde jetzt ganz schön warm und der Moraine Lake liegt auch um einiges höher, so dass es dort teilweise recht kühl war.
Hier am Ufer des Sees war es voll. Richtig voll. Und es ist noch nicht mal richtige Hochsaison....
Auch der Lake Louise ist ein wahnsinnig schöner See. Das Luxushotel Fairmont Chateau Lake Louise im Hintergrund macht es auch nicht hässlicher

Lake Louise

Lake Louise

Menschenmassen am Lake Louise

Menschenmassen am Lake Louise

Einige Fotos später machten wir uns auf den 3,8 km (einfach) langen Weg zum Lake Agnes Teahouse. Auf dem Weg nach oben mussten wir 500 Höhenmeter überwinden. Der Weg verläuft stetig durch den Wald nach oben. Wir ärgerten uns ein wenig, dass es von hier aus keine Aussicht auf den See von oben gab. Das war letztendlich keine Enttäuschung. Wir kamen auf dem Weg nach oben noch am Mirror Lake vorbei. Ein sehr kleiner See. Aber umso hübscher..

Mirror Lake

Mirror Lake

Lake Louise von oben

Lake Louise von oben

Mit einigen Pausen meisterten wir auch diesen Weg
Oben angekommen zogen wir zuerst unsere Pullis und Jacken wieder an. Eisiger Wind wehte uns ins Gesicht. Es war hier oben noch so kalt, dass der Lake Agnes teilweise noch gefroren war.
Zu dem Anblick muss ich eigentlich nichts sagen. Schön wie immer

Lake Agnes

Lake Agnes

Da wir uns jetzt unseren Kuchen redlich verdient hatten, stellten wir uns an um endlich ein Stück Kuchen zu kaufen.
Das Teahouse hat kein fließend Wasser oder Strom. Daher muss alles für das dort verkaufte Essen mühsam hier her gebracht werden. Die Mitarbeiter (meistens Studenten, welche eine Zeit lang dort oben wohnen) laufen 2 - 4 x pro Woche zum Lake Louise hinunter und nehmen auf dem Weg runter Müll mit. Auf dem Weg nach oben dann Lebensmittel. Es gibt auch am Anfang der Saison noch einen Tag an dem mit 20 - 30 Hubschrauberflügen Trockenzutaten und Propangas (insgesamt ca. 4,5 Tonnen) zum Teahouse gebracht werden.
Das waren die teuersten 2 Stück Kuchen die wir je gekauft hatten. 13$ pro Stück Das sind ca. 8€. Lecker war der Kuchen auf jeden Fall.
Wir aßen noch etwas Nudelsalat, den wir mit hier hoch gebracht hatten und machten uns dann wieder auf den Weg zurück zum Lake Louise. Am Ufer sahen wir das zweite Pärchen, das an diesem Tag an einem See heiratete. Anscheinend ist das dann doch nicht so besonders.
Unten angekommen waren wir ziemlich geschafft. Wir hatten 34.200 Schritte, das entspricht ungefähr 22 km, auf der Uhr.
Jetzt musste nur noch heraus gefunden werden was denn hier eine Stunde Kanu fahren kostet. Teurer kann´s ja nicht werden. Hast´e gedacht - 160$ für eine halbe Stunde. Eine volle Stunde kommt auf 180$. Auch hier gab es eine lange Schlange mit Leuten, die auf ein freies Kanu warteten. Auch ein drittes Hochzeitspärchen haben wir noch gesehen.

Der Kuchen

Der Kuchen

Teahouse

Teahouse

Der Rückweg von Lake Agnes

Der Rückweg von Lake Agnes

Müde und zufrieden sind wir nach Banff zurück gefahren. Froh waren wir auch über unsere frühe Ankunft am Morgen, da es immer voller geworden ist.
Am frühen Abend haben wir noch ein paar Souvenirs in Banff erstanden. Danach sind wir noch eine kleine Runde durch Cascade Garden gelaufen. Es handelt sich um eine schöne Gartenanlage mit Wasserläufen, Brücken und Blumenbeeten. Leider ist es dieses Jahr lange kalt gewesen (bis Mai lag wohl noch Schnee), so dass die meisten Blumen noch nicht geblüht haben. Bestimmt ist die Gartenanlage wunderschön, wenn alles in voller Blüte steht... Eine Kleinigkeit zu Essen gab es auch noch. Für jeden ein TK-Mikrowellen-Essen und Salat. Für mehr hatten wir keine Energie mehr.

© Arno Ammann, 2026
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Nach langem warten haben wir wieder die Möglichkeit den europäischen Kontinent zu verlassen. Dieses Mal wollten wir Berge sehen, anstatt nochmal Wüste und rote Steine ;-) Unsere Wahl fiel auf Kanada. Mit dem Mietwagen geht´s im Juni, innerhalb von 3 Wochen, von Vancouver Calgary.
Details:
Aufbruch: 07.06.2026
Dauer: 3 Wochen
Heimkehr: 27.06.2026
Reiseziele: Kanada
Der Autor
 
Arno Ammann berichtet seit 15 Jahren auf umdiewelt.