Hello Canada - Roadtrip Vancouver -> Calgary

Reisezeit: Juni 2026  |  von Arno Ammann

Vancouver Tag 3

Der Vormittag

Den heutigen Tag haben wir zum Glück nicht so früh starten müssen. Wir haben tatsächlich bis 4 Uhr geschlafen. Immer noch viiiel zu wenig. Aber egal - wir wollen ja was von der Stadt sehen.
Auf dem Plan stand Chinatown, der Vancouver Lookout und der Stanley Park.
Begonnen haben wir den Tag diesmal nicht mit Donuts, sondern mit einem Joghurt mit Müsli und Früchten. Das schien uns die bessere und gesündere Option zu sein
Gesättigt haben wir uns auf den Weg nach Chinatown gemacht. Natürlich zu Fuß - Bus fahren kann jeder Man muss aber auch erwähnen, dass unser Hotel eine ausgezeichnete Lage hat und alles sehr gut zu Fuß erreichbar ist. (Ein Fluch und ein Segen).
Nach einem kurzen viertelstündigen Spaziergang haben wir Chinatown erreicht. Das ist eines der ältesten und größten historischen Viertel in Nordamerika. Man muss wissen, dass in Vancouver ca. 28% der Einwohner chinesisch sprechen....
Angeblich soll man dort einen Einblick in die chinesische Kultur und Lebensweise erhalten. Wir kamen zu dem Entschluss, dass wir definitiv nicht nach China reisen werden, wenn es dort so aussieht wie hier Irgendwie ist alles sehr dreckig hier.
Unsere erste Anlaufstelle war der Dr. Sun Yat-Sen Classical Chinese Garden. Wie der Name schon sagt - ein chinesischer Garten. Der war nett an zu schauen. Nicht sehr groß aber ganz schön. Nun bekamen wir Hunger und gingen zu der, angeblich weit über die Grenzen Kanadas hinaus bekannten, New Town Bakery um dort die sagenumwobenen Steam-Buns zu testen. Das sind gefüllte gedämpfte Teigtaschen. Nicole bestellte ein Bun mit Huhn und ich mit Schweinefleisch und Gemüse. Wir fanden den Geschmack so gar nicht gut und haben beide nicht mal die Hälfte essen können. Schade...
Leider hat dieses Viertel noch weit mehr mit Obdachlosen und Drogenabhängigen zu kämpfen. Überall in den Seitengassen lagen und standen die Obdachlosen herum und es roch immer wieder unangenehm nach Urin. Das veranlasste uns diese Gegend schnell wieder zu verlassen.

Eingang Chines Garden

Eingang Chines Garden

Eine kleine Oase der Ruhe zwischen den Wolkenkratzern

Eine kleine Oase der Ruhe zwischen den Wolkenkratzern

Vancouver Lookout

Nach dem Abstecher nach China Town war es nur ein kurzer Weg zum Vancouver Lookout. Okay, kurz ist relativ, aber man konnte ihn schon von weitem sehen.
Zur Aussichtsplattform führt ein Aufzug, welcher außen am Gebäude in schwindelige Höhen fährt. Arno hat (zumindest im Aufzug) der tollen Aussicht den Rücken zugedreht...
Oben angekommen, konnte man sich einen Audioguide aufs Handy laden und erfuhr beim Rundgang stets etwas über die Aussicht und die Geschichte der Stadt.
Es ist echt Wahnsinn, wie grün diese Großstadt doch ist. Auf vielen Dächern befinden sich Dachgärten mit recht großen Bäumen und auch Spielplätze konnte man auf den Dächern finden. Während dem Rundgang haben wir uns noch nett mit einem Pärchen unterhalten, die bei uns im Flieger saßen. Die Beiden bleiben 4 Wochen in Kanada und den USA um sich alle Spiele der deutschen Nationalmannschaft, in den verschiedenen Stadien, an zu schauen.

Der Aufzug...

Der Aufzug...

Dachgärten wohin man auch schaut...

Dachgärten wohin man auch schaut...

Die Arena mit dem größten an einer Stahlkonstruktion frei schwebenden Dach, welches sich komplett öffnen lässt. Hier finden auch die WM-Spiele statt. Rechts daneben der dunkle Kasten ist unser Hotel.

Die Arena mit dem größten an einer Stahlkonstruktion frei schwebenden Dach, welches sich komplett öffnen lässt. Hier finden auch die WM-Spiele statt. Rechts daneben der dunkle Kasten ist unser Hotel.

Der Nachmittag

Für den Nachmittag hatten wir einen Besuch im Stanley Park geplant. Der Weg dort hin sollte nur ca. 45 Min dauern, so dass wir diesen natürlich gelaufen sind.
Der Park liegt auf einer Halbinsel, welche direkt an das Westend (nicht weit von Downtown) grenzt und man kann diesen zu Fuß oder per Fahrrad auf dem Vancouver Seawall umrunden.
Das das Wetter nicht so beständig und vor allem sehr windig war, beschlossen wir, keine Fahrräder zu mieten.
Mit Gegenwind in Kombination mit 3-Gang-Rädern hatten wir schon schlechte Erfahrungen im Jadebusen an der Nordsee gesammelt.
Also hieß es den Park zu Fuß erkunden. Es stellte sich heraus, dass das die bessere Idee war, denn mit dem Rad verpasst man so einiges, wie die Seehunde im Hafen direkt am Anfang vom Park.
Da der Rundweg um die Halbinsel mehr wie 9 km lang war und ich (Nicole) auch den Regenwald im Inneren des Parks sehen wollte, sind wir ca. auf halber Höhe des Parks vom Rundweg ins innere abgebogen und auf der anderen Seite am Third Beach rausgekommen.
Unterwegs gab es so einiges zu sehen...

Der Stanley Park mit Hafen (rechts)

Der Stanley Park mit Hafen (rechts)

Der Hafen auf der rechten Seite vom Park

Der Hafen auf der rechten Seite vom Park

Totempfähle im Park

Totempfähle im Park

Blick auf die English Bay (linke Seite des Parks)

Blick auf die English Bay (linke Seite des Parks)

The A maze-ing Laughter: Eine Gruppe Staturen am Ende des Stanley Parks. Aktuell teilweise schon mit Trikot

The A maze-ing Laughter: Eine Gruppe Staturen am Ende des Stanley Parks. Aktuell teilweise schon mit Trikot

Auch wenn wir nicht den ganzen Park umrundet haben, hatten wir allein im Park schon 8 km auf der Uhr und natürlich sind wir auch noch (bergauf) nach Hause gelaufen.
Kurz vor dem Hotel hatten wir echt die Schnauze voll.. schließlich waren es knapp 30.000 Schritte und über 21 km an diesem Tag.
Nach einer wohlverdienten Dusche haben wir noch eine Kleinigkeit in der Sportsbar, welche an unser Hotel angrenzt, gegessen und sind totmüde ins Bett gefallen.
Morgen heißt es wieder zeitig aufstehen, da wir unseren Mietwagen am Flughafen abholen und dann 6 Std. nach Clearwater zu fahren. Mal schauen was es für ein Auto wird.

© Arno Ammann, 2026
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Nach langem warten haben wir wieder die Möglichkeit den europäischen Kontinent zu verlassen. Dieses Mal wollten wir Berge sehen, anstatt nochmal Wüste und rote Steine ;-) Unsere Wahl fiel auf Kanada. Mit dem Mietwagen geht´s im Juni, innerhalb von 3 Wochen, von Vancouver Calgary.
Details:
Aufbruch: 07.06.2026
Dauer: 3 Wochen
Heimkehr: 27.06.2026
Reiseziele: Kanada
Der Autor
 
Arno Ammann berichtet seit 15 Jahren auf umdiewelt.