Quer durch die Anden in 180 Tagen

Reisezeit: Januar - Juli 2008  |  von Julia und Markus

Rapa Nui - Osterinsel: Ostkueste und Ranu Raraku

Und noch eine Radtour, diesmal die Ostkueste entlang. Schon um kurz nach 9 gings los, weil wir uns fuer den Tag ziemlich viel vorgenommen haben. Zunaechst haben wir den Weg nach Vaihu genommen und damit die Insel ueberquert und sind dann nach links abgebogen und die Kueste entlanggeradelt. Man kommt dabei bei einigen nicht restaurierten Ahus vorbei, zum Beispiel Hanga Te'e und ein wenig spaeter der Komplex von Akahanga. Alles sehr beeindruckend, vor allem sieht man, wie die Ahus ausgesehen haben, bevor die Archaeologen damit begonnen haben, die Statuen wieder aufzurichten.

Umgestuerzte Moais bei Hanga Te'e

Umgestuerzte Moais bei Hanga Te'e

Einer der kleineren Kopfschmucke...

Einer der kleineren Kopfschmucke...

Moai bei Akahanga

Moai bei Akahanga

Derselbe nochmal in Nahaufnahme

Derselbe nochmal in Nahaufnahme

Der Hoehepunkt dieses Tages war aber zweifelslos der Vulkan Ranu Raraku. Das ist die Stelle auf der Insel, wo die Moais aus dem Vulkangestein geschlagen wurden. Ueber 400 von ihnen sind immer noch dort, und der Anblick ist atemberaubend.

Riesige Statuen stehen dort, meistens bis zur Haelfte in der Erde verbuddelt, als wuerden sie stillschweigend darauf warten, endlich abtransportiert und an ihren Bestimmungsort gebracht zu werden. Wieso dort noch so viele Moais rumstehen, ist auch eines der vielen Raetsel der Osterinsel.

Man kann sich vorstellen, wie gross die Moais auf den Ahus sind!

Man kann sich vorstellen, wie gross die Moais auf den Ahus sind!

Allerdings wird einem bei deren Anblick klar, dass der Transport eine ungemeine Schufterei gewesen sein muss, immerhin wiegen diese Statuen zig Tonnen. Bis heute ist auch noch nicht geklaert, wie die Einwohner es damals geschafft haben, die Statuen aufzurichten. Die Archeologen haben dafuer japanische Spezialkraene gebraucht!

Teilweise sind sie noch nicht ganz herausgemeisselt, so wie dieser 20m grosse Moai

Teilweise sind sie noch nicht ganz herausgemeisselt, so wie dieser 20m grosse Moai

Suchbild: Wo ist der Moai?

Suchbild: Wo ist der Moai?

Ganz in der Naehe des Ranu Raraku steht der Ahu Tongariki, bei dem 15 Moais wieder aufgerichtet wurden. Das sind mit Abstand die groesten und gewaltigsten Statuen, die man auf der Insel zu Gesicht bekommt. Man kommt sich ziemlich klein und schwach vor, wenn man davor steht und von dem strengen Blick der Moais gemustert wird. So streng ist der Blick dann aber auch wieder nicht, wie denn auch, ohne Augen!

Tongariki von Ranu Raraku aus

Tongariki von Ranu Raraku aus

Ahu Tongariki

Ahu Tongariki

Dieser Moai ist ca 15 Meter hoch!

Dieser Moai ist ca 15 Meter hoch!

Der eigentliche Plan fuer diesen Tag war, noch weiter bis Anakena im Norden zu fahren, und dann quer durch die Insel zurueck. Weil es aber schon sehr spaet war, als wir von Tongariki aufgebrochen sind, haben wir uns dazu entschlossen, den Weg wieder zurueckzufahren, den wir gekommen sind. Dadurch konnten wir nochmal den Blick auf die wunderschoene Kuestenlinie geniessen. Das Gras in perfektem Gruen, das schwarze, noch nicht verwitterte Vulkangestein, blaues Meer, weisse Gischt, eine perfekte Komposition.

Wie in Trance kann man diese Kueste entlangfahren, gestoert nur von sehr wenigen Autos, dafuer von umso mehr Pferden und Kuehen. Pferde gibts hier uebrigens nur in braun, der Genpool laesst gruessen.

© Julia und Markus, 2008
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Eintauchen in die wunderbare Welt Südamerikas, die Anden mit Zelt und Rucksack entdecken, und 6 Monate Zeit dafür - ein Traum für so viele, und für uns geht er jetzt in Erfüllung. Mit diesem Reisebericht wollen wir allen Zuhausegebliebenen zumindest ein paar wenige Eindrücke von unserer Reise geben, und bei manchen vielleicht das Fernweh wecken damit sie es uns gleichtun und diese traumhafte Welt entdecken.
Details:
Aufbruch: 06.01.2008
Dauer: 6 Monate
Heimkehr: 05.07.2008
Reiseziele: Argentinien
Chile
Bolivien
Peru
Ecuador
Der Autor
 
Julia und Markus berichtet seit 14 Jahren auf umdiewelt.
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