Pete´s World Domination Tour

Reisezeit: April 2011  |  von Peter Hartmann

Indien: Zurück in Delhi und Aggra

Nach einer etwas stressigen Woche, haben wir es tatsaechlich geschafft das Wesentliche der Region Rajasthan zu sehen und dann puenktlich zur Hochzeit wieder in Delhi zu sein.

Die Religion des Paares ist der Sikhismus, das sind die Inder mit dem Turban. Das bedeutet, dass die Hochzeit eher foermlich ablaeuft und keine grosse Party. Eine Hindi-Hochzeit hingegen ist ein kunterbunter Spass. Leider war die Hochzeit wirklich sehr foermlich.

Wir kamen 11 Uhr an wie uns gesagt wurde und ausser ein paar Leuten, die die Vorbereitungen trafen, war niemand da. Es war auch wirklich noch nichts vorbereitet, typisch indisch.

Leider wussten wir nicht, dass gegen 12 Uhr vor dem Saal eine kleine Zeremonie stattfindet. Die verpassten wir dann. Um 16 Uhr war alles auch schon vorbei, es wurde nur gemeinsam gebetet und gegessen.

Linda ging es leider immer schlechter mit dem Magen, da sie sich in der Wüste einen Virus oder ähnliches eingefangen hatte.
Deshalb nistete sie sich in einem Hotel ein und ich ging nach Aggra.

Leider klingelte der Wecker schon 5:30 Uhr und nach einem kurzen Frischmachen ging ich direkt zum Bahnhof. Im Expresszug gab es sogar Fruehstuck, aber Brot kann ich ja sowieso nicht Essen. Tee und Saft nahm ich aber dankend an.
In Aggra angekommen warteten schon Taxi- und TukTuk-Fahrer am Bahngleis und einer mochte mich besonders gern. Er wollte mir eine Fahrt andrehen und lief neben mir her, ich lehnte freundlich ab und ging erstmal auf Toilette. Der Fahrer wartete vor der Toilette auf mich und redete weiter, ich lachte und sagte nein. Da ich fuer Linda Zugtickets umtauschen wollte, fragte ich im Touristenbuero nach, wo ich das hier machen kann. Wieder wartete der Taxifahrer auf mich. Zum Gebaeude mit den Ticketschalter lief er auch mit und ging mit rein. Nun versuchte ich ihm mit einem Laecheln zu erklaeren, dass er doch einfach gehen soll und er fragte, warum ich sauer auf ihn bin. Danach war er aber endlich weg.

Insgesamt musste ich etwa 30 Min. vor dem Schalter fuer Auslaender und Freiheitskaempfer (ja, das steht wirklich auf dem Schalter drauf!) warten und konnte immerhin die Rueckfahrt von Varanasi nach Delhi fuer 10 E umtauschen. Vor dem Gebaeude stand dann wieder der Taximann, der immernoch auf mich wartete, Lowseason sei dank. Die guenstigste Moeglichkeit vom Bahnhof weg zu kommen, ist hier wieder das Prepaid Tuktuk. Oeffentliche Verkehrsmittel gibt es nicht, in Indien darf man zwar ueberteuerte Eintrittspreise bezahlen, aber bei der wichtigstens Touristenattraktion gibt es nicht mal Busse am Bahnhof.
Vor der Besichtigung des Taj Mahal wollte ich aber erstmal fruehstuecken. Nur 5 Min. vom Suedtor des
Taj liegt das Backpackerviertel Taj Ganj mit vielen guenstigen Unterkuenften und Restaurants, also sagte ich beim Prepaidstand, dass ich dort hinwollte und zeigte auf den Namen im Reisefuehrer. Der Preis von 1 E war auch okay.

Auf halbem Weg wollte mich der Fahrer absetzen oder ich muss mehr Geld bezahlen. Zum Glück sind die Inder meist kleine Wichte und ich sagte ihm liebevoll was ich davon halte und stieg aus. Auf einmal wollte er mich doch zu meinem Ziel bringen, da ich den Beleg vom Taxistand hatte, mit dem er sein Geld bekommt, ohne Beleg kein Geld. Ich ging einfach in eine Seitenstrasse und so konnte er mir nicht mehr folgen.
Nach einem Frühstück musste ich nun allerdings ein Stückchen laufen, aber im Reiseführer war immerhin eine schöne Route erklärt durch einen Park, der ganz in meiner Nähe war.

Dann ging es zum Taj Mahal und das war wirklich wunderschön. Marmor ist wirklich schwer zu verarbeiten und daraus ein solches Monument zu erschaffen ist wirklich atemberaubend. Der Ausflug dorthin hat sich wirklich gelohnt.

Am Abend ging mein Zug nach Varanasi, die heilige Stadt am Fluss Ganges. Bis dahin musste ich noch einiges an Zeit totschlagen, also ging ich in die Stadt, die aber leider wirklich hässlich und überfüllt war.

Danach schaffte ich es das Backpackerviertel Taj Ganj zu finden und wurde von wirklich bösem Regen überrascht, also ging ich in ein Internetcafe um die Zeit totzuschlagen. Als der Regen endlich nachließ, ging ich etwas Essen und danach nochmals ins Internet, da es nun Nachmittag in Deutschland war, konnte ich ein paar Leute anrufen. Das bekam eine andere Reisende mit, ihres Zeichens Holländerin und fragte mich, ob wir nicht zusammen zum Bahnhof fahren sollen, da sie den gleichen Zug gebucht hat.
Im Schlepptau waren 2 Inder, die in ihrem Hotel arbeiteten und ihr die Stadt zeigten.

Unser Zug hatte leider Verspätung und als er ankam, wurde mir in meinem Abteil gesagt, dass dies der falsche Zug sei.
Mein Zug hatte die gleiche geplante Ankunftszeit wie der Zug der Holländerin, aber es stellte sich heraus, dass sie zu einem Ort vor Varanasi wollte und sie aus irgendeinem Grund dachte, das wäre der gleiche Zug. Da mein Zug aber keine Verspätung hatte, war er schon längst weg und ich stand am Bahnhof und wusste nicht, was ich machen soll.

Meine Optionen waren

a. in die Stadt zurück und ein Hotel nehmen und am nächsten Tag nach Varanasi zu fahren, allerdings ist es sehr unwahrscheinlich kurzfristig noch ein Ticket zu bekommen, die Erfahrung hatten wir schon häufig gemacht

b. in die Stadt zurück und am nächsten Tag zurück nach Delhi

c. 2. Klasse nach Delhi zurückfahren so schnell wie möglich, dort braucht man keine Reservierung

Die 2 Inder von der Holländerin waren zum Glück extremst hilfsbereit und gingen mit mir zum Schalter und Zeiten zu erfahren und ein Ticket zu kaufen, alleine hätte ich das niemals hinbekommen, da der Schalter für Ausländer schon zu hatte.

Also ging es sofort Zurück nach Delhi. Die Fahrt war aber wirklich die Hölle, als der Zug ankam, war eigentl. schon kein Platz mehr für mehr Leute, also drängelte ich mich hinein. Sogar die Toilette war belegt, es wurde ein Sack auf das Plumpsklo gelegt, so dass man sich auch da noch hinsetzen konnte. Wie viele andere auch, musste ich stehen.
Es sprach auch keiner Englisch, da doch eher ungebildete Inder 2. Klasse fahren und es stank abartig, was bei der Hitze und dem Platzmangel nicht anders zu erwarten ist. Zum Glück musste ich nicht auf Toilette, denn dann hätte ich aus der Tür pinkeln müssen, da ja das eigentliche Klo belegt war.

Nach schier endlosen 4h Fahrt kam ich endlich in Delhi an. Linda wusste nicht, dass ich komme und war sichtlich überrascht. Zeit für Erklärungen hatte ich aber keine, da ich sofort unter die Dusche musste, meine stinkenden Klamotten habe ich gleich unter der Dusche verbrannt, da absolut unbrauchbar.

zum gemeinsamen Gebet mussten wir ein Kopftuch aufsetzen, die Sikh laufen dagegen ganztägig mit einer Kopfbedeckung herum

zum gemeinsamen Gebet mussten wir ein Kopftuch aufsetzen, die Sikh laufen dagegen ganztägig mit einer Kopfbedeckung herum

das Ehepaar

das Ehepaar

die Schlacht am kalten Buffet

die Schlacht am kalten Buffet

Essen auf der Hochzeit

Essen auf der Hochzeit

Ruine in Delhi

Ruine in Delhi

Kamelkutsche in Aggra

Kamelkutsche in Aggra

Eingangsbereich eines Couchsurfers, Linda sitzt auf einem "Bett"

Eingangsbereich eines Couchsurfers, Linda sitzt auf einem "Bett"

Moschee auf dem Gelände des Taj Mahal

Moschee auf dem Gelände des Taj Mahal

überfüllte Strasse in Aggra

überfüllte Strasse in Aggra

Platzmangel im Zug, 2. Klasse
das Frau und der Mann sitzen auf der Toilette

Platzmangel im Zug, 2. Klasse
das Frau und der Mann sitzen auf der Toilette

© Peter Hartmann, 2011
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Hallo liebe Lesefreunde, nun will ich mal das Dingen hier mal testen!
Details:
Aufbruch: April 2011
Dauer: unbekannt
Heimkehr: April 2011
Reiseziele: Thailand
Laos
Hongkong
Macau
China
Indien
Der Autor
 
Peter Hartmann berichtet seit 11 Jahren auf umdiewelt.
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