Pete´s World Domination Tour

Reisezeit: April 2011  |  von Peter Hartmann

China: Jingdezhen - Wuyuan - Doerfer

Da wir auch etwas vom landschaftlichen China sehen wollten, suchten wir uns als naechstes Reiseziel die Doerfer rund um Wuyuan aus. Das liegt auch ziemlich genau auf dem Weg zu Shanghai, wo wir auch hin wollten.
Nach Wuyuan kann man aber nicht direkt, sondern muss er nach Jingdezhen in einer kurzen 16 h Zugfahrt ueber Tag, nachts war alles ausgebucht. Also setzten wir uns morgens um 9 in den Zug und fuhren los. So einfach war es aber nicht. Die Zuege sind brutal ueberfuellt und es werden auch Stehplaetze verkauft, wodurch die Gaenge kaum passierbar sind. Fuer das Gepaeck war natuerlich kein Platz mehr und so sassen wir auf ungemuetlichen Sitzen mit den Bagpacks vor uns.
Wenigstens sassen in meiner Sitzgruppe nette Chinesen, die versuchten, sich mit mir zu unterhalten, soweit es deren Englischkenntnisse zuliessen. Zum Essen gab es bei uns und den meisten Chinesen (Reis-)Nudeln aus dem Pappbecher. Dafuer gab es einen Spender fuer heisses Wasser in jedem Abteil, da diese Nudeln so beliebt sind.
Die Fahrt ging auch relativ flott vorbei, dafuer dass es eigentl. solange war. Nur die letzten Stunden zogen sich dann doch in die Laenge und gegen 1 Uhr nachts kamen wir dann in Jingdezhen an. Hier wollten wir nur uebernachten und am naechsten Tag weiter fahren per Bus.
So checkten wir in einer Jugendherberge ein und buchten je ein Bett in einem Viererzimmer (Frauen und Maenner getrennt). Nur leider war die Aircon nicht eingeschaltet oder garnicht funktionsfaehig und so war in unseren Zimmern extremst schlechte Luft. In meinem Zimmer schliefen auch noch 2 Chinesen, die frueh morgens das Licht anmachten und eine Stunde lang rein- und rausliefen, an Schlaf war da leider nicht zu denken.

Um 12 checkten wir dann aus und fanden auch gut den Bus. Die 3 stuendige Fahrt nach Wuyuan war landschaftlich auch schon sehr schoen, Wuyuan selber nicht wirklich. Dort gab es keine Hostels oder Backpackerabsteigen, also nahmen wir wieder ein billiges Hotel aus dem Reisefuehrer. Dieses war garnicht so leicht zu finden, da der Name und auch die Bezeichnung Hotel nur auf chinesisch auf dem Gebauede stand. Durch rumfragen mit dem Reisefueher ging es aber ganz gut. Zur Ueberraschung sprach die Dame an der Rezeption sogar ganz gut Englisch, dafuer waren die Zimmer versifft und eklig.

Anzumerken ist noch, dass wir urspruenglich nicht in Wuyuan uebernachten wollten, sondern in dem Dorf Klein Likeng bei Einheimischen, was laut Fuehrer ein schoenes Erlebniss sein soll. Also ein Taxi dahin genommen (Bus gibt es nicht). Als wir da ankamen, war der letzte Strassenabschnitt zum Dorf gesperrt und die Leute dort sprachen kein Englisch und konnten uns nicht sagen, warum wir nicht reinkoennen, dafuer sollen wir lieber in einem teurem Hotel an der Strasse uebernachten. Die Chinesesn bei der Absperrung waren aber keine Polizisten und so wussten wir nicht wirklich was los war. Als wir in der Umgebung in Erfahrung bringen wollten, warum man nicht ins Dorf kann, war die Absperrung auf einmal weg, also liefen wir hin, aber beim Eintrittstor wurde uns wieder gesagt geht nicht. Irgendwie war eine Bruecke kaputt oder sowas, wir haben es nie wirklich rausfinden koennen. Der Taxifahrer hat das aber schon gewusst und war die ganze Zeit bei uns und hat uns dann zurueckgefahren. Besser waere es gewesen, er haette uns das vorher gesagt!

Nach dem Essen und kurzem Spaziergang war uns klar, dass wir hier nicht viel erleben werden. Unser Abendprogramm bestand dann aus einem Film auf dem Laptop. Vorher half uns noch die Rezeptionsdame einen Fahrer fuer die Fahrten zu den Doerfern zu finden.
Da die Hauptattraktion Klein Likeng anscheinend gesperrt war, entschieden wir uns schon um 8 Uhr loszufahren, damit wir um 13 Uhr einen Bus nach Huang Shan, einen beruehmten und beliebten Berg bekommen koennen.

Das erste Dorf war wenig spektakulaer, aber doch irgendwie ganz nett, vorallem da wir zu dieser Zeit auch noch die einzigen Touris waren.
Die Leute waschen zwar ihre Sachen im Fluss und machen andere eher traditionelle Dinge, aber trotzdem sind die Haeuser auch mit TV ausgestattet und Roller/Autos sind auch keine fremden Begriffe.
Als wir Richtung Dorfausgang gingen, kam auch schon ein Rudel Touristen an, die von einem Bus ausgesetzt wurden, dadurch wurde die Athmosphaere sofort zerstoert und wir ahnten boeses fuer das naechste Dorf.
Die Doerfer generellt sind laut Reisefueher beliebt bei Filmdrehs und sollen das urspruengliche China darstellen, aber ausser den alten Hauessern ist davon eben auch nicht mehr viel uebrig geblieben.
Die Fahrt zum naechsten Dorf dauerte fast eine Stunde und mein Hintern war extremst erleichert, als wir endlich absteigen konnten.

Was sich uns nun bot war einfach nur schrecklich. Mehrere Busse standen schon vor dem Eingang und ueberhaupt muss man pro Dorf 5-6 E Eintritt zahlen. Das Dorf selber war einfach nur ein einziger Markt und jeder Meter war mit Staenden gepflastert, die einen was verkaufen wollten. Dazu waren viel zu viele Menschen da. Traditionell war dann nur, dass wir kontrolliert wurden, ob wir bezahlt haben, indem unsere Eintrittskarten mit den darauf gespeicherten Fingerabdruecken kontrolliert wurden, also beim Eintritt wird der Daumenabdruck eingescannt und die Kontrolleure liefen mit einem mobilien Scanner rum. Wir wollten dann nur noch Weg und auch keine weitere "Attraktion" sehen.

Dorf Nr. 1, hier ist alles noch friedlich

Dorf Nr. 1, hier ist alles noch friedlich

die Fahrt nach Jingdezhen, die Leute in der Mitte haben ein Stehplatzticket

die Fahrt nach Jingdezhen, die Leute in der Mitte haben ein Stehplatzticket

clevere Schlaftechnik, vermutlich ein chinesischer Ingenieur

clevere Schlaftechnik, vermutlich ein chinesischer Ingenieur

noch ein Bild aus Dorf Nr. 1

noch ein Bild aus Dorf Nr. 1

lecker Spinnweben

lecker Spinnweben

© Peter Hartmann, 2011
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Hallo liebe Lesefreunde, nun will ich mal das Dingen hier mal testen!
Details:
Aufbruch: April 2011
Dauer: unbekannt
Heimkehr: April 2011
Reiseziele: Thailand
Laos
Hongkong
Macau
China
Indien
Der Autor
 
Peter Hartmann berichtet seit 11 Jahren auf umdiewelt.
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