Norwegen – Lofoten 2010: Erfüllung eines Traumes

Reisezeit: Juni / Juli 2010  |  von Marion S.

9.Tag – Fahrt nach Sørvågen (216 km)

Während viele Menschen die Hochzeit der schwedischen Thronfolgerin bei strahlendem Sommerwetter in Südskandinavien verfolgen, fahren wir gegen 9:00 Uhr bei kaltem (8°C), wolkenverhangenem und windigem Wetter Richtung Südlofoten los. Etwas wehmütig nehmen wir von diesem Teil der Lofoten Abschied. In Vestpollen machen wir eine kurze Rast auf einem schönen Parkplatz mit Blick auf die Halbinsel. Klappernd vor Kälte machen wir einige Fotos und einen Schwatz mit einem regionalen Landsmann. Als erfahrener Lofotenbesucher erzählt er uns, dass er eine solche dauerhafte Kälte zu dieser Jahreszeit hier noch nicht erlebt hat. Da können wir ja hoffen.

Blick auf Vestpollen

Blick auf Vestpollen

In Svolvær gehen wir mal ins Internet - die Wetteraussichten für die nächsten Tage sind kaum besser - trinken einen Kaffee und kaufen eine 2-Tage alte deutsche Zeitung, haben wir doch eine Woche lang keine deutschen Nachrichten gehört. Im Einkaufszentrum ist richtig viel los, eine Erfahrung die sich Samstags in Norwegen scheinbar überall im Lande wiederholt. Da es schon wieder regnet halten wir in Kabelvåg nur kurz.

Kirche von Kabelvåg

Kirche von Kabelvåg

Über den herrlichen Rørvika-Strand die beeindruckende Strasse nach Henningsvær und über die Ortseingangsbrücken. Schon interessant mit wie viel bautechnischem Aufwand hier Strassenzugänge zu den früheren Fischerdörfern geschaffen wurden. Da gerade Regenpause ist spazieren wir nach einer etwas schwierigen Parkplatzsuche einmal durch den Ort, bewundern die Häuser, die mehr im Wasser als auf Land stehen und den Mut diesen Stelzenhäusern in der bewegten See offensichtlich über Jahrzehnte zu vertrauen. In einem Bistro holen wir uns ein leckeres Lachsbaguette und staunen über die vielen jungen Menschen, die heute hier ihren Wochenendtag gemeinsam verbringen.

Rørvika-Strand

Rørvika-Strand

Teil der Strasse nach Henningsvær

Teil der Strasse nach Henningsvær

Ortsansicht von Henningsvær

Ortsansicht von Henningsvær

Weiter geht's, Gimsøya lassen wir liegen, obwohl ich eigentlich eine Inselrundfahrt vorgesehen hatte. Der Wind liegt voll auf der Insel und es macht sicher keinen Spaß im peitschenden Regen dort auszusteigen oder gar nach Sandsøya zu waten.
Wir fahren nicht die E10 sondern über Stamsund an der Ostküste entlang die Rv817. Unterwegs machen wir unseren Wochenendeinkauf und dann geht's über die Rv815 nach Leknes. Diese Strecke erlaubt einen sehr schönen Blick von oben auf den Ort, die Ebene, die Fjordarme und die Berge im Hintergrund. Sowohl Ure als auch Mortsund fahren wir wegen des Wetters heute nicht an. Leknes wirkt sehr geschäftig und voller Menschen, das lockt uns auch nicht.

Brücke über den Gimsøystraumen

Brücke über den Gimsøystraumen

Blick auf die Leknes-Ebene

Blick auf die Leknes-Ebene

Durch den Nappastraumentunnel erreichen wir Flakstadøya, nehmen die "Bergschwelle" mit dem leider sehr verhangenen Blick auf den gegenüberliegenden Flakstadstrand und umfahren erstmals den Flakstadpollen um dann am Strandparkplatz anzuhalten. Welch ein Motiv mit Sandstrand, Steinen, Bergmassiven, schnell ziehenden Regenschauern.

Kaum einige Kilometer weiter müssen wir am Rambergstrand wieder anhalten. Ein Badeparadies wenn nur jemand das Wasser heizen würde. Diese malerischen Strände in der Vielzahl haben wir hier nicht erwartet.
Immer wieder staunend an den Brücken des Fredvangabzweiges vorbei über die gewundene Strasse am Fjord, über die Brücke nach Moskensøya und durch die Tunnel nach Hamnøy. Jeder Abschnitt der Strecke hält interessante und wundervolle Landschaftsblicke und heute auch Wolkeneffekte bereit. Wie lange hätten wir wohl bei Sonnenscheinwetter für diese Strecke gebraucht?

Strand südlich vom Flakstadpollen

Strand südlich vom Flakstadpollen

Strand von Ramberg

Strand von Ramberg

Küstenstrasse kurz vor Hamnøy

Küstenstrasse kurz vor Hamnøy

Kurzer Halt in Hamnøy, kurzer Halt in Reine, die Woche wird keinesfalls reichen all die Wunder dieser Landschaft zu erkunden. In Sørvågen finden wir sofort das Restaurant wo wir den Schlüssel holen sollen, die Vermieterin fährt kurzerhand die 200m zum Rorbu vor uns her.
Wieder sind wir angenehm überrascht. Ein ziemlich neu gebaut und ausgestattetes Rorbu im Hafen von Sørvågen mit weitem Wasserblick die Küste nach Norden hinauf, Bootsanleger direkt vor dem Fenster und seitlich Blick auf die Wasserfälle und Felsmassive über Sørvågen. Dazu eine Wellnessdusche, deutsches Fernsehen und ansonsten ein schönes kleineres Häuschen über dem Wasser.
In einer Regenpause laufen wir am Abend noch vor zum Leuchtturm Glåpen fyr und beobachten die Fähre Bodø-Moskenes.

Unser Rorbu in Sørvågen

Unser Rorbu in Sørvågen

Blick vom Rorbu auf den Ort

Blick vom Rorbu auf den Ort

Blick vom Leuchtturm Glåpen fyr die Küste hinauf nach Norden

Blick vom Leuchtturm Glåpen fyr die Küste hinauf nach Norden

Verregnete Lichtblicke

Verregnete Lichtblicke

© Marion S., 2013
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Die Reise
 
Worum geht's?:
3 Wochen mit einem Mietwagen auf den Lofoten unterwegs. (11.06.2010 - 02.07.2010)
Details:
Aufbruch: 11.06.2010
Dauer: 3 Wochen
Heimkehr: 02.07.2010
Reiseziele: Norwegen
Der Autor
 
Marion S. berichtet seit 13 Jahren auf umdiewelt.