Südafrika - wir kommen

Reisezeit: September / Oktober 2016  |  von Peter B.

Kapstadt / Helicopterflug, Township Tour & mehr

2. voller Tag:
Meine Familie hatte erst gestern Abend erfahren, dass es mit dem Hubschrauber in die Luft geht. Aber wo denn sonst, wenn nicht in Kapstadt (ja, Manhattan und Hong Kong wären noch eine Alternative).

Cape Town Helicopters sind ebenfalls in der Waterfront ansässig. es herrscht reger Flugbetrieb. Es ist nicht günstig aber erschwinglich und gleich vorweg - es lohnt sich, das ist sein Geld wert. Wir haben die Two-Oceans-Tour gemacht, ca. 20-25 min., traumhaft schön, eine bleibende Erinnerung. Die Bilder:

unser Hubschrauber

unser Hubschrauber

Ein entspannter Bordpassagier. Es ging ganz sanft, ohne jedes Rütteln oder Schaukeln durch die Lüfte.

Ein entspannter Bordpassagier. Es ging ganz sanft, ohne jedes Rütteln oder Schaukeln durch die Lüfte.

das sieht wirkllich so aus...

das sieht wirkllich so aus...

Im Vordergrund Green Point mit dem schönen, aber kaum genutzten Stadion.

Im Vordergrund Green Point mit dem schönen, aber kaum genutzten Stadion.

Hier über Muizenberg an der False Bay: In der Marina da Gama ist unser B&B.

Hier über Muizenberg an der False Bay: In der Marina da Gama ist unser B&B.

im Landeanflug.

im Landeanflug.

Ein toller Vormittag.

Wieder auf in die City. Bo-Kap, das Malaienviertel Waal Street / Chiapparini Street besucht. MIt den steilen Straßen und den bunten Häuser unter dem Ruf des Muezzin schon ein Teil des Pflichtprogramms in Kapstadt.

Beginnend am Haltpunkt der Hop on/hop off-Tours in der Long street dann eine Township-Tour in Angriff genommen, geführt von einem Township-Bewohner. wir waren die einzigen Mitfahrer, hatten also eine Privat-Tour. Besucht haben wir 2 Townships. Langa und Gugulethu. Langa, das älteste und Gugulethu, das wohl bunteste. Den meisten Kapstadtreisenden begegnet auf dem Weg vom Flughafen zuerst Kyaelitsha, das dem Vernehmen nach mit 1,5 Mio. Menschen wohl größte in Afrika.

Der Respekt vor den Menschen hat uns davon abgehalten, dort zu fotografieren. Nein, es ist nicht alles Wellblech, dreckig und kriminell, zum Teil sind es Steinbauten, es gibt Grundschulen und Highschools (mit einem allg. Schulbesuch bis 18 Jahren), die zumindest äußerlich ansprechend wirkten und in den letzten Jahren entstanden sind. es wird auch versucht, in größerem Stil neuzubauen, aber das teils entsetzliche Bild der Armut bleibt.

Innerhalb der Townships gibt es verschiedene Klassen, low (Blechhütten), mid (steinerne Häuser) und, vom Guide selbst so genannt "Beverly Hills", recht moderne Häuser mit Garage und bepflanzten Vorgärtchen. Uns wurde eine Wohnung der MIttelklasse gezeigt...3 Familien in 3 Räumen mit einem sog. Bad und einer winzigen Küche. Einfach unvorstellbar.

Und ja, es gibt Strukturen im Township, organsisierten Kleinbusverkehr für den Arbeitsweg (wer Arbeit hat, 45% Arbeitslosigkeit), Handel, Dienstleistungen, einen Fleischer mit angeschlossenem Restaurant, die Menschen leben in der Gemeinschaft, sie lachen auch, aber das Umfeld ist einfach heftig. Und ja, es wurde und wird besser, Schule und Gesundheitsversorgung gibt es, Strom gegen Vorkasse, kostenfrei Wasser (in der Blechklasse zentral wie die Toiletten). Und die Townships werden dank Zuzug und Kindersegen nicht kleiner.

Dann kommt mam zurück in die City von Kapstadt, einer wohlhabenden Stadt und erlebt eine gänzlich andere Welt, so eng nebeneinander.

Meine Frage an den Guide, wie das wohl in 10 oder 20 Jahen aussehen wird: The same. Und die angehängte Frage: Braucht Südafrika Townships? - Antwort: Ja.

Möge das Mehr an Bildung und die sich daraus ergebenden Möglichkeiten dieses "JA" doch bitte schrittweise in Frage stellen. Uns hat der Township-Besuch noch sehr beschäftigt - auch das ist ein Bild von Südafrika.

Weil auf der N2 die Blechlawine der rush hour ein Vorwärtskommen ohnehin unmöglich machte, sind wir noch ein Stück durch die City geschlendert. Eine insgesamt entspannte Stadt mit viel Flair, wo viele Kulturen miteinander leben.

In den nächsten Tagen sicher noch mehr davon, Morgen geht es erst einmal nach Hermanus, der Wal- und Hai-Hauptstadt Südafrikas.

© Peter B., 2016
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Die Reise
 
Worum geht's?:
20 Tage von Port Elisabeth nach Kapstadt
Details:
Aufbruch: 28.09.2016
Dauer: 3 Wochen
Heimkehr: 17.10.2016
Reiseziele: Südafrika
Der Autor
 
Peter B. berichtet seit 7 Jahren auf umdiewelt.