Südostasien und mehr....2016/2017

Reisezeit: November 2016 - März 2017  |  von Uta Kühne

15.-18.12.2016 Langkawi

Ich habe mir ausnahmsweise mal wieder eine Aktivität gegönnt: Marina, das Mädel aus dem Nachbarhostel, und ich sind zum Oriental Village gefahren, um dort die CableCar zu besteigen und die Insel mal von oben zu betrachten. Unseren Plan, diesen Weg mit Scootern zurück zu legen und anschließend noch die Insel zu erkunden, mussten wir leider streichen: meine Begleiterin hatte keinen Führerschein dabei und die wollen hier doch tatsächlich eine gültige Fahrerlaubnis sehen. Das ist außergewöhnlich! Nicht, dass ich sonderlich viel Wissen beisteuern könnte (wobei auf Phu Quoc auch niemand an unserem Führerschein interessiert war ), aber andere im Hostel sagten, dass sonst nirgendwo in Asien jemals ein Nachweis verlangt wurde. Na, ausgerechnet wenn ich meine dritte und sie ihre erste Fahrt mutig antreten wollten, gibt es solche unnötigen Komplikationen. Da meine Erfahrung auf einem Scooter mehr als überschaubar ist, war mir bei dem Gedanken unwohl, dass ich nun noch einen Beifahrer mitnehmen (im ungewohnten Linksverkehr) und für diesen die Verantwortung tragen sollte. Eine kurze Testfahrt, ob es für mich ggf. doch in Ordnung ist und sich meine Bedenken zerstreuen, lehnten sie ebenfalls ab.....

Nun waren wir „beleidigt“ und wollten den Weg auch nicht mehr mit dem Bike zurücklegen – was unsere beste Entscheidung des Tages war, wie wir hinterher feststellten – es wären pro Strecke 18 km bei der Hitze (und auf dem Hinweg bergauf). Also gönnten wir uns jeweils ein Taxi (mit 30 RM = 6 Euro für 20 Minuten Fahrt auch noch vertretbar).

Ich habe das Oriental Village, die CableCar und die SkyBridge bereits besucht und hatte erzählt, dass es ein ganz nettes Erlebnis ist......da war mir noch nicht bewusst, dass hier gerade Ferien sind! Das Oriental Village war teilweise so voll mit Menschen, dass ich ziemlich erschrocken war. Und überhaupt hat sich manches verändert (warum sollte der Wandel auch gerade hier Halt machen?). Es gab auf einmal ein (für meinen Geschmack) überflüssiges Entertainment-Programm mit 6D-Kinos und dergleichen....

...an der Stelle war ausnahmsweise mal nichts los...

...an der Stelle war ausnahmsweise mal nichts los...

...schon etwas mehr los

...schon etwas mehr los

Mal abgesehen davon, dass wir noch eine Stunde auf unser „Boarding“ warten mussten, gab es zudem unterschiedliche Tickets die man buchen konnte (was da alles mit inbegriffen war, haben wir nicht ganz verstanden) und kauften das günstigste: 45 RM (=ca. 9 Euro) für Ausländer und 30 RM für Einheimische. Diese Unterscheidung setzte sich in allen Ticketkategorien fort – zu dieser Ungleichbehandlung stehen sie hier scheinbar ganz offen. Bis wir dann endlich in die Gondel steigen durften mussten wir ca. eine weitere Stunde warten und uns zur Zerstreuung eine 4D oder 6D (oder was auch immer) Show in einer „Kino-Kugel“ ansehen: eine visuelle Fahrt in einer Bob-Bahn in einer Winterlandschaft (wie passend )……es schien als würde man tatsächlich mitfahren und bei diesem rasanten Auf und Ab und den Loopings wurde mir beim Hinschauen etwas schwindlig und schlecht. (beste Voraussetzungen für eine Fahrt mit der Gondel ) Anschließend wurden wir wieder in die Schlange der Wartenden eingereiht und kamen dann endlich irgendwann in die Gondel und wurden auf die erste Plattform transportiert. Hurra!

Dort angelangt erwartete uns der größte Scherz überhaupt: wir konnten uns nur auf dieser kleinen Plattform aufhalten und (wenn wir denn wollten) Fotos machen und uns dann wieder in die ewig lange Reihe anstellen (die fast die komplette Plattform umfasste ), um eine Gondel zur nächsten Station zu besteigen. Es gab keinen anderen Weg irgendwohin (zumindest keinen, der zugänglich war), keinen geöffneten Kiosk, immerhin eine Toilette, keinen Sonnenschutz und unsere Getränke hatten wir zur Krönung vor dem Besteigen der Gondel abgeben müssen (warum auch immer). Wir waren sehr um Verständnis und Toleranz bemüht, aber während wir erneut ca. eine Stunde warten mussten, um eine weitere Gondel zu besteigen, bekamen wir doch leichte Schwierigkeiten mit dieser Haltung!
(uns taten etwas die Eltern mit kleinen bzw. kleineren Kindern leid, die dort je ebenfals entsprechend "interniert" waren…..)

die vielen Menschen auf der Plattform haben noch eine ganze Weile vor sich - vor 20-30 Minuten standen wir da auch noch...

die vielen Menschen auf der Plattform haben noch eine ganze Weile vor sich - vor 20-30 Minuten standen wir da auch noch...

...und DA wollen wir hin...

...und DA wollen wir hin...

...es ist abzusehen...

...es ist abzusehen...

Irgendwann gelangten wir dann auf der obersten Plattform an und genossen den Ausblick. Auch in diesem Punkt hatten wir nicht den günstigsten Tag erwischt, da es ausgesprochen diesig war und die Sicht nicht sonderlich weit reichte bzw. nicht klar und sonnig war. Dennoch war es ein toller Ausblick über die Insel! Die grünen Hügel, das Meer, die Bucht und irgendwo weiter hinten ist dann Thailand.... Trotz des langwierigen Weges, hatte es sich gelohnt.

...hinter den Wolken ist dann Thailand...

...hinter den Wolken ist dann Thailand...

Die Skybridge und den Nature Walk haben wir wiederum nicht besucht, denn für diese sollten wir nochmal separat bezahlen und auserdem hatte uns die stundenlange Warterei irgendwie geschlaucht und so fuhren wir nach einer Weile wieder runter ins Dörfchen.
(…..und deshalb waren wir nach dieser Exkursion in unendliche Geduld auch erleichtert, dass kein Mountainbike auf uns wartete und wir nur in ein Taxi schlüpfen mussten…. )

SkyBridge - ohne uns

SkyBridge - ohne uns

Hungrig suchten wir uns erst mal etwas zu essen und trauten uns, einen Streetfood-Burger zu verspeisen. Das Fleisch sah irgendwie anders aus – so interessant rötlich, als ob es nicht ganz durchgebraten wäre ….war aber sicherlich nur eine fremde Zubereitung oder ein exotisches Gewürz – aber wir waren so hungrig und daher aßen wir ihn dennoch. Schmeckte gut, das kleine wabbelige Ding, hätte ich gar nicht gedacht und für weniger als 1 €.

war gar nicht mal sooo schlecht

war gar nicht mal sooo schlecht

Die übrigen Tage auf der Insel verbrachte ich dann wieder im absoluten Ruhemodus und suchte die Erholung und Entspannung. So sagenhaft faul war ich schon lange nicht mehr.

An meinem letzten Strandtag gab es dann noch mal einen Regenschauer am Nachmittag, so dass ich mich beeilen, meine Sachen zusammensuchen, einpacken und mich unterstellen musste. Der kleine Schauer dauerte auch diesmal nicht allzu lange und warm bleibt es ja auch weiterhin, insofern konnte ich kurze Zeit später den Weg zurück zu meinem Hostel antreten.

Regen am letzten Tag - am Horizont schlimmer als tatsächlich am Strand

Regen am letzten Tag - am Horizont schlimmer als tatsächlich am Strand

man konnte Teile der Insel gar nicht mehr erkennen - da hat es wohl so richtig geschüttet...

man konnte Teile der Insel gar nicht mehr erkennen - da hat es wohl so richtig geschüttet...

Am Abend gab es noch ein letztes Essen, ein Gang die Straße rauf und runter, hiernach ein kurzes Päuschen am Strand im Dunkeln und dann habe ich meinen Rucksack gepackt für den Wechsel am nächsten Tag: mit der Fähre nach Koh Lipe…..

© Uta Kühne, 2017
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Singapur - Vietnam - Thailand - Malaysia - Kambodscha ...... und wohin es mich womöglich sonst noch verschlägt...
Details:
Aufbruch: 09.11.2016
Dauer: 4 Monate
Heimkehr: 03.03.2017
Reiseziele: Singapur
Vietnam
Malaysia
Thailand
Kambodscha
Indonesien
Der Autor
 
Uta Kühne berichtet seit 11 Jahren auf umdiewelt.