Südostasien und mehr....2016/2017

Reisezeit: November 2016 - März 2017  |  von Uta Kühne

19.11.2016 Dong Hoi (Phong Nha Nationalpark)

Heute wollte ich zu meiner Tour zum Phong Nha Nationalpark starten. Gebucht hatte ich die Tour beim „Phong Nha Farmstay“ – ein kleines Hotel außerhalb von Dong Hoi, aber in Nähe des Nationalparks, die Touren anbieten bzw. organisieren (lassen). Diesen Tipp las ich auf mehreren der vielen Reiseblogs und fand die Seite ansprechend (das Farmstay ist übrigens auch im Reiseführer erwähnt) und der E-Mail-Verkehr und die Buchungen waren unkompliziert und schnell.

Da ich mir den Fahrer von Dong Hoi zum Farmstay gern teilen wollte, musste ich also früher los als nötig: 5:20 Uhr sollte ich abgeholt werden. Rechtzeitig versuchte ich mich aus dem Guesthouse zu schleichen. Am Tag meiner Ankunft war die Tür zwar morgens unverschlossen, aber ist das hier die Regel? Ich wollte mich nicht drauf verlassen und versuchte am Abend vorher den freundlich lächelnden Mitarbeiterinnen klar zu machen, dass ich sehr früh abgeholt und das Guesthouse verlassen müsste…. – ich bin mir sicher, dass sie mich nicht verstanden haben, denn die Vordertür war selbstverständlich abgeschlossen! Fantastisch! Auf zwei Tischen vor der Tür schlief ein Angestellter (??), den ich nun wecken musste. Der war jedoch nicht sonderlich gewillt, sich meiner Problematik anzunehmen, winkte immer ab und legte sich wieder hin. Also musste ich deutlicher werden und scheuchte ihn hoch. Dummerweise bekam er die Tür nicht auf und er musste die Schlüssel vom (bis dato immer noch unsichtbaren) Chef holen – klappte dann auch nicht – so holte er den Chef selbst. Der war sicherlich auch alles andere als begeistert, dass er sich um 5:10 Uhr mit der Türverriegelung beschäftigen sollte …..doch es half ja nichts. Und einige (laaange) Minuten später wurde ich „in die Freiheit“ entlassen.

Der Fahrer kam sogar ziemlich pünktlich und nachdem wir am Bahnhof noch 4 weitere Mädels eingesammelt haben, fuhren wir zum Farmstay – welches ich sofort total ansprechend fand. Als erstes bezahlte ich meine Tour und fragte, ob mir eine Rückfahrt nach Dong Hoi organisiert werden kann. Lesley war sehr nett und bemüht. Ich fühlte mich in guten Händen und sah dem Tag somit entspannt entgegen…..

Nach einem kleinen, aber guten Frühstück, startete die Tour dann also um 8 Uhr: insgesamt 8 Personen und „Ha“ – unser weiblicher Guide. Wir fuhren zum Parkeingang und wurden dort mit so lustigen Elektromobilen zum Haupthaus gefahren, wo es erstmal etwas Input gab, bevor wir in die Paradise Cave aufbrachen. Die Höhle ist erst vor gut 10 Jahren entdeckt worden (wenn ich das richtig verstanden hatte) und eine der größten Höhlen weltweit! Als wir in das Höhleninnere eintauchten, kann ich nur sagen: WOW !!!!!

Das war so unfassbar beeindruckend dort unten. Die Höhle ist wirklich gigantisch und wunderschön. Die Stalagmiten und Stalaktiten hatten die unterschiedlichsten Formen und Größen und auch die Decken und Wände besaßen verschiedene Farben. Ha hat uns erklärt woher das kommt, aber so richtig zugehört habe ich nicht – ich war vielmehr mit Staunen und Fotografieren beschäftigt. Die Luft ist entsprechend feucht dort unten, es ist dank der vielen Strahler nur noch dämmrig und es ist ein beständiges Tropfen zu hören. Wirklich wunderschön und keines der Bilder kann auch nur annähernd die Atmosphäre und die Ausmaße wiedergeben.

Nach der Paradise Cave startete eine kleine Dschungeltour. Durch mehr oder weniger unwegsames Gelände, denn richtige Wege gab es nicht – nur Trampelpfade, die mitunter relativ steil waren oder an einem Abhang lagen.

Trotz der Anstrengung bei der Wärme, war auch das ein tolles Erlebnis, denn ununterbrochen wurden wir von den Dschungelgeräuschen begleitet. Wir kamen an einer Lichtung Nahe der Ladies Cave an einem Flüsschen an und dort gab es unser Dschungel-BBQ....

Pork und Tofu

Pork und Tofu

Alles wurde auf einer großen Plane verteilt: essbare Blätter, deren Namen ich nicht weiß, die aber interessant schmeckten, Reis, gegrilltes Schweinefleisch und Tofu, Gurkenscheiben, Reisblätter, gesalzene und zerstampfte Erdnüsse und ein interessanter und sehr würziger „Dip“. Alles wurde auf ein Reisblättchen gelegt und zusammengerollt – fertig. Gegessen wurde auf dem Boden und mit den Händen. Es schmeckte und war ein außergewöhnliches Erlebnis.

frisch vom Feuer

frisch vom Feuer

...es ist angerichtet!

...es ist angerichtet!

...nur noch einrollen und dann essen...

...nur noch einrollen und dann essen...

...alle basteln sich ihr Essen...

...alle basteln sich ihr Essen...

...so sieht eines meiner Röllchen aus...

...so sieht eines meiner Röllchen aus...

..lecker!!

..lecker!!

Hiernach konnte, wer wollte, mit Schwimmweste und Stirnlampe in die Höhle schwimmen. Für mich musste das ausfallen, da ich in der Frühe in halbwachem Zustand für diese Exkursion elementare Dinge vergessen hatte….. War aber okay. Ich habe mich währenddessen in die Sonne gesetzt und etwas entspannt. Nach max. 1 Stunde war die Gruppe wieder komplett, alles wurde abgebaut und eingepackt und es ging durch den Dschungel wieder zurück.....

...Wassersandalen um durch das Flüsschen zu waten...

...Wassersandalen um durch das Flüsschen zu waten...

...das komplette Lunch wird wieder eingepackt

...das komplette Lunch wird wieder eingepackt

An der Straße gab es für jeden dann ein gekühltes Saigon-Beer bis wir uns auf den Rückweg machten.

Mein Transfer zurück nach Dong Hoi war inzwischen auch organisiert und ich konnte mir erneut mit anderen Reisenden die Kosten teilen.

Der Tag war anstrengend, aber schön und der Ausflug hierher bzw. die Besichtigung der Höhle, hat sich definitiv gelohnt.

Meine Empfehlung: wer die Zeit aufbringen kann, sollte neben den üblichen touristischen Stops und Highlights 1-2 Übernachtungen im Farmstay einkehren (alle aus der Gruppe, die dort überachtet haben, waren begeistert) und eine solche Tour zu der bzw. den Höhlen unternehmen!!

© Uta Kühne, 2017
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Singapur - Vietnam - Thailand - Malaysia - Kambodscha ...... und wohin es mich womöglich sonst noch verschlägt...
Details:
Aufbruch: 09.11.2016
Dauer: 4 Monate
Heimkehr: 03.03.2017
Reiseziele: Singapur
Vietnam
Malaysia
Thailand
Kambodscha
Indonesien
Der Autor
 
Uta Kühne berichtet seit 11 Jahren auf umdiewelt.