Südostasien und mehr....2016/2017

Reisezeit: November 2016 - März 2017  |  von Uta Kühne

14.-17.02.2017 Sanur - Ubud / Ubud

Ubud war wieder so ganz anders als die anderen Orte, die ich besucht habe: es galt (und gilt wohl bis heute) als Künstlerort und soll das künstlerische und kulturelle Herz Balis darstellen. Es liegt im Landesinneren inmitten wunderschöner Natur und vielen Reisfeldern und -terrassen.

Es herrschte tatsächlich eine andere Atmosphäre hier und die Stadt wirkte friedvoller und tiefenentspannt, trotz der vielen Touristen und Unmengen an Hotels, Boutiquen, Schmuckläden, Kunstgeschäften, Yogastudios und Spa- und Massagesalons. Es gab hier etliches zu entdecken....

hübsche Häuser hier und da....

hübsche Häuser hier und da....

....und manchmal auf dem Dach ein kleiner Tempel

....und manchmal auf dem Dach ein kleiner Tempel

Mein Hotel lag in einer kleinen Seitenstraße zur Hauptstraße und war wirklich hübsch und ziemlich ruhig. In nur wenigen Metern erreichte ich die Hauptstraße.

Blick vom Balkon

Blick vom Balkon

meine kleine Straße

meine kleine Straße

Es gab dort keine aufdringlichen Verkäufer und die vielen Taxifahrer, die alle 3 Meter mit einem Schild „Taxi very cheap“ ihre Dienste anboten, fragten einmal und auf Kopfschütteln oder „no“ beließen sie es dabei.

Die Läden hatten dann auch wiederum ein etwas anderes Sortiment als in Kuta, Canggu und Sanur und mir haben hier wirklich viele Sachen gefallen. Und der Schmuck erst!!!! Der Schmuck war unglaublich schön und es kostete mich seeeehr viel Energie, mich davon abzuhalten in einen Kaufrausch zu verfallen!!! Aber nein – ich war tapfer und blieb standhaft!! (…..naja……fast… )

Das umfangreiche Angebot erstreckte sich hier auch nicht nur auf die Hauptstraße – in den Nebenstraßen gab es ebenso viel zu sehen und (bei Bedarf) zu kaufen. Zwischendrin fanden sich auch hier (wie sollte es in einem spirituellen Zentrum anders sein) überall kleine Tempel, Schreine und dergleichen.

Von den 3,5 Tagen in Ubud bekam ich 2 Tage Besuch: Dewi, die ich in Bangkok in meinem Hostel kennengelernt hatte, kam von Jakarta rübergeflogen und wir verbrachten eine wunderbare Zeit miteinander.

Sie hatte sich ein Auto gemietet und gab mir somit die unkomplizierte und kostengünstige Gelegenheit etwas von der Umgebung zu sehen.

Wir besuchten den Wasserfall Kanto Lampo, an dem man auch baden konnte. Baden wollten wir eigentlich nicht – allerdings bekommt man ihn anders nicht so richtig zu sehen. Man muss bis zur Hüfte durch das Wasser waten um ihn in voller Pracht bewundern zu können. Darauf waren wir nun nicht eingestellt! Ein Stückchen weiter ging auf der anderen Seite eine in den Fels gehauene Treppe den Hang hinauf und von oben hätten wir wohl sicher einen hübschen Blick gehabt……aaaaber… ….ich betrachtete mir die Treppenstufen von weitem und entschied, dass ich mir das nicht antun werde. Wie ich ja mittlerweile weiß: hinauf geht noch einigermaßen, doch mit dem hinunter habe ich dann wieder große Probleme ohne die Möglichkeit mich festhalten zu können. Auf dieses phobische Erlebnis konnte ich verzichten und so schauten und lauschten wir halt von den Felsen.

es war sehr glatt dort

es war sehr glatt dort

ohne hüfthoch ins Wasser zu tauchen kam man nicht an den Wasserfall ran

ohne hüfthoch ins Wasser zu tauchen kam man nicht an den Wasserfall ran

Auf dem Weg zu einem Tempel kamen wir zwischenzeitlich etwas vom Weg ab und fuhren daher querfeldein bis wir wieder die übliche Straße fanden. Das war genau genommen ein Glücksfall, denn so sahen wir mehr kleinere Dörfer und wunderschöne Natur.

Der Pura Tirta Empul Tempel war gut besucht. Er war ganz hübsch und es gab eine heilige Quelle, in der sich Gläubige (und auch Urlauber) spirituell reinigen können, um ihren Körper und Geist vor Krankheiten und der Missgunst der Götter und Dämonen zu bewahren. Ein lustiges Spektaktel, wie da alle aufgereiht wie Perlen auf einer Schnur anstanden und Wasserspeiher für Wasserspeiher zur (mehr oder weniger) spirituellen Reinigung nutzten.

.....anstehen....

.....anstehen....

Oberhalb des Tempels befand sich die ehemalige Sommerresidenz des ersten indonesischen Präsidenten, die heute nur noch für Staatsgäste genutzt wird. Sah interessant aus, wie sie da auf diesem Riesenhügel thronte.

Reisterrassen haben wir selbstverständlich auch noch gesucht und gefunden. Wir saßen in einem Café und schauten auf die Terrassen... - schon schön...

In den Monkey Forest direkt in Ubud gingen wir auch. Das ist ein kleiner Naturpark und einem hinduistischen Tempel fast mitten in der Stadt. Ein kleiner Wald mit diesen fantastischen Riesenbäumen und Holzbrücken, die durch den Wald führen. Überall laufen Affen herum und wir waren gewarnt, dass die kleinen Kerle es gewöhnt sind, gefüttert zu werden und gern auch mal Ohrringe, Brillen oder alles andere was sie ansprechend finden, versuchen zu entwenden.

auch hier gibt es eine heilige Quelle

auch hier gibt es eine heilige Quelle

Das durfte ich dann am eigenen Leib erfahren: Wir waren kaum drin und sind gerade mal ein paar Meter geschlendert als ein Affe an meine Tasche sprang, hochkletterte und mich spontan und ohne Vorwarnung ins Handgelenk gebissen hat. Da habe ich mich vielleicht erschrocken!!! Keine Ahnung was der dachte, was er bekommen würde oder was er von mir wollte…….mich zu beißen, fand ich jedenfalls nicht so komisch. Sehe ich aus wie ein Häppchen??? Es tat zwar bisschen weh, doch eine Wunde gab es (zum Glück) nicht. Der Schreck war wohl das Schlimmste an der Sache.

Ansonsten sind die überhaupt nicht scheu und liefen oder saßen herum als ob sie dort allein wären. Der Park hatte einige hübsche Ecken, war aber touristisch sehr überlaufen – ein „must do“ wenn man sich in Ubud aufhält.

da muss man doch irgendwie rankommen!!

da muss man doch irgendwie rankommen!!

Als Dewi dann wieder zurück nach Jakarta geflogen ist, lief ich noch etwas durch Ubud und besuchte die angrenzenden Reisfelder auf einem längeren Spaziergang. Sie liegen direkt in/an Ubud und man kann dort bequem von der Hauptstraße hingehen.

Weg zu den Reisfeldern

Weg zu den Reisfeldern

und zwischendrin wohnen die Menschen

und zwischendrin wohnen die Menschen

Weg zurück von den Reisfeldern

Weg zurück von den Reisfeldern

Das Haus von Julia Roberts aus dem Film „Eat Pray Love“ (der in Ubud spielt) habe ich nun allerdings nicht besucht. Ich denke nicht, dass sich das sooooo sehr lohnt. Wer jedoch ein großer Fan ist, hat hier die Chance, den Drehort bzw. ihr Filmhaus zu besichtigen.

Ubud ist auf jeden Fall einen Besuch wert und bei Interesse an Yoga, Massagen oder Kunst, dem steht hier eine Riesenauswahl zur Verfügung. Mich kann man damit nicht locken und so ließ ich in Ubud diese Gelegenheiten aus……

© Uta Kühne, 2017
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Singapur - Vietnam - Thailand - Malaysia - Kambodscha ...... und wohin es mich womöglich sonst noch verschlägt...
Details:
Aufbruch: 09.11.2016
Dauer: 4 Monate
Heimkehr: 03.03.2017
Reiseziele: Singapur
Vietnam
Malaysia
Thailand
Kambodscha
Indonesien
Der Autor
 
Uta Kühne berichtet seit 11 Jahren auf umdiewelt.