Die "Peaks of the Balkans"

Reisezeit: Juli / August 2020  |  von Thalia&Christine R

29.07.2020: Valbone - Cerem

Ich habe geschlafen wie ein Stein. Hier sind die Nächte auch etwas kühler und man braucht schon eine Zudecke—während in Theth ein Laken reichte.

Heute erwartet uns der härteste Teil des Treks.  Es geht nach Cerem

Heute erwartet uns der härteste Teil des Treks. Es geht nach Cerem

Wir haben uns für die spektakuläre Route entschieden. Diese führt über den „Prosllopi Pass“—hinten sehen wir unser Tagesziel—den Pass

Wir haben uns für die spektakuläre Route entschieden. Diese führt über den „Prosllopi Pass“—hinten sehen wir unser Tagesziel—den Pass

Hier sieht man immer die Wegmarkierungen. Manchmal—so wie hier sind sie gut zu erkennen—aber ich würde ohne Guide öfter daran vorbeilaufen

Hier sieht man immer die Wegmarkierungen. Manchmal—so wie hier sind sie gut zu erkennen—aber ich würde ohne Guide öfter daran vorbeilaufen

Um 11 Uhr haben wir das letzte Mal Netz—jetzt heißt es sich verabschieden—erst am Montag haben wir wieder Internet—bzw Netz für Kontakt nach Hause.
Das sind volle 5 Tage!

So sieht der Weg manchmal aus—darauf über so viele Kilometer zu laufen ist echt schwer

So sieht der Weg manchmal aus—darauf über so viele Kilometer zu laufen ist echt schwer

Kurze Rast mit Ausblick—wir müssen heute 1200m bergauf und 950m bergab gehen

Kurze Rast mit Ausblick—wir müssen heute 1200m bergauf und 950m bergab gehen

Tikki erzählt uns eine kuriose Geschichte : Sein Opa ist 96 und war an Corona erkrankt. Er hat es überlebt, aber sein Arzt, der es diagnostizierte, starb daran.
Er war aber Herzkrank.

Solche Wege sind dann wieder angenehm

Solche Wege sind dann wieder angenehm

Auch skurril: Es sind ca 35 Grad und wir stehen hier vor einer Höhle mit Schnee

Auch skurril: Es sind ca 35 Grad und wir stehen hier vor einer Höhle mit Schnee

Hier holt ein Bewohner einer Hütte immer Schnee um es als Trinkwasser zu schmelzen. Auch wir haben mit Schneewasser unsere Flaschen aufgefüllt.
Es ist 13 Uhr und die ersten 1,5 Liter sind fast weg

Hier holt ein Bewohner einer Hütte immer Schnee um es als Trinkwasser zu schmelzen. Auch wir haben mit Schneewasser unsere Flaschen aufgefüllt.
Es ist 13 Uhr und die ersten 1,5 Liter sind fast weg

Die Landschaft wechselt immer wieder

Die Landschaft wechselt immer wieder

Um 14 Uhr sind wir auf dem höchsten Punkt des Passes. Auf 2039m
Hier ist die Grenze Albanien/Montenegro—ich suche mir einen Schattenplatz auf der albanischen Seite

Tikki und Thalia wollen auf den „Kollata“ das ist mit 2534m der höchste Berg Montenegros.
Ich werde unten auf sie warten—in ca 2 Stunden wollen sie zurück sein.

Da sind die beiden —nur wenige Meter von mir entfernt, auf der Montenegrischen Seite und auf dem Weg zum Peak—

Da sind die beiden —nur wenige Meter von mir entfernt, auf der Montenegrischen Seite und auf dem Weg zum Peak—

Hier wachsen überall wunderschöne Blumen, die wir aus dem heimischen Steingarten kennen

Hier wachsen überall wunderschöne Blumen, die wir aus dem heimischen Steingarten kennen

Thalia fotografiert auf den den Weg nach oben

Thalia fotografiert auf den den Weg nach oben

Auch hier oben ist Schnee—Tikki füllt nochmal seine Flasche auf

Auch hier oben ist Schnee—Tikki füllt nochmal seine Flasche auf

Die nächsten Bilder zeigen die Aussicht von oben

Die nächsten Bilder zeigen die Aussicht von oben

Hurra—-Thalia ist auf dem „Kollata“

Hurra—-Thalia ist auf dem „Kollata“

Erst gegen 16.30 Uhr sind die beiden zurück. Ich habe in der Zwischenzeit gelesen und den Schäfer mit seinen Schafen auf den Montenegrischen Seite beobachtet.
Kurze Rast—und es geht weiter.
Thalia ist auch etwas kaputt

Noch eine Höhle—auch hier wieder Schnee und Eiseskälte, wenn man nur ein paar Schritte hineingeht

Noch eine Höhle—auch hier wieder Schnee und Eiseskälte, wenn man nur ein paar Schritte hineingeht

Schafe sind immer ein gutes Fotomotiv!

Schafe sind immer ein gutes Fotomotiv!

Ich brauche öfter Hilfe bei den etwas schwierigeren Stellen

Ich brauche öfter Hilfe bei den etwas schwierigeren Stellen

Guter Guide!!

Guter Guide!!

Grenzstein Albanien-Montenegro

Grenzstein Albanien-Montenegro

Ich bin alle!!!!!

Ich bin alle!!!!!

Hier wird noch mal Frischwasser getankt

Hier wird noch mal Frischwasser getankt

Und wieder so ein Besuch... Weg..

Und wieder so ein Besuch... Weg..

Wir stoppen an einem Resto und genießen Joghurt aus Schafsmilch mit Honig und Blaubeeren.
So etwas kostet zur Zeit hier 2 Euro

Wir stoppen an einem Resto und genießen Joghurt aus Schafsmilch mit Honig und Blaubeeren.
So etwas kostet zur Zeit hier 2 Euro

Das ist das Resto...Einsam—hier lebt jeder monatelang in Quarantäne..

Das ist das Resto...Einsam—hier lebt jeder monatelang in Quarantäne..

Erst gegen 20.30 Uhr erreichen wir unser Guesthouse in Cerem.
Wir bekommen noch Dinner und fallen todmüde in unsere Betten

Erst gegen 20.30 Uhr erreichen wir unser Guesthouse in Cerem.
Wir bekommen noch Dinner und fallen todmüde in unsere Betten

Gestern haben wir ganze 5! Touris gesehen—heute keinen.
Lediglich Thalia hat auf dem Berg 2 getroffen.

Einerseits schön für uns—aber traurig für die Menschen hier, die im Sommer von den Gästen leben

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Die Reise
 
Worum geht's?:
Tja--USA-Reise wurde ja wegen Corona storniert. Was ist möglich -was können wir spannendes unternehmen, wenn die meisten der spannenden Reiseziele nicht zu bereisen sind? Es muss etwas innerhalb Europas sein, aber trotzdem spannend. Da entdecke ich bei Facebook "The peaks of the balkans" eine Trekkingtour die über 192km durch die 3 Balkanländer: Albanien, Kosovo und Montenegro führt.
Details:
Aufbruch: 24.07.2020
Dauer: 17 Tage
Heimkehr: 09.08.2020
Reiseziele: Albanien
Kosovo
Montenegro
Der Autor
 
Thalia&Christine R berichtet seit 9 Jahren auf umdiewelt.
Bild des Autors
Aus dem Gästebuch (3/12):
Viktoria 1628698448000
Toller Bericht war seh inte­res­sante zu lesen.­
Her­zlichst Vik­to­ria
Hanna 1597030557000
Wie schön, dass es erst am Schluss eurer Wan­de­rung gereg­net hat. Hätte ja auch ganz anders ver­lau­fen können­.
Die Klöster - vor allem das letzte - sind ein­druck­svoll. Doch wo sind die Menschen. Ich würde gern mal ein paar Menschen, Ein­hei­mische, sehen. Sieht immer etwas ver­las­sen aus­.
Dan­ke für den Bericht, Chris­ti­ne. Ich bin immer sehr inte­res­siert.
Hanna 1596818410000
Liebe Chris­ti­ne,­
ich war ja etwas skep­tisch, ob es eine gute Idee ist, zu Co­ro­na-­Zei­ten in diese Gegend zu reisen. In­zwischen habe ich das Gefühl, das ist ja eine Traum­tour.
En­dlich gibt es auch ein Foto von eurem hübschen Führer (frag mich schon, wer von den beiden - Thalia und er - sich viel­leicht ver­liebt hat). Enko hat mich schließ­lich über­zeugt, dass das eine Su­per-­Ge­gend ist, die wert wäre, er­kun­det zu werden.
Ich würde öfters gern wissen, was ihr für die Über­nach­tun­gen und über­haupt die ganze Tour bezahlt habt. Ver­mut­lich mit Führung und Gep­äcktran­sport doch nicht so bil­lig­.

Ich freue mich sehr, dass es euch so gut geht und wünsche euch ein stres­sfrei­es Nach­hau­se­kom­men.