Neuseeland

Reisezeit: September 2010 - März 2011  |  von Antje Stach

Abel Tasman NP, Picton, X-mas Lights

Nachdem ich die Nacht ohne Schwimmeinlage verbracht habe, bin ich bei Dauerregen zum Abel Tasman Nationalpark gefahren. Dort angekommen hat es zum Glück aufgehört zu regnen und ich bin einen 2,5 Std-Walk im Abel Nationalpark gelaufen.
Da die Temperatur nach dem Regen wieder anstieg und die Luftfeuchtigkeit bei 100% lag, war es etwas anstrengend zu laufen, aber es hat sich gelohnt!

Abel Tasman Nationalpark

Abel Tasman Nationalpark

Entenfamilie im Abel Tasman Nationalpark

Entenfamilie im Abel Tasman Nationalpark

Abel Tasman Nationalpark

Abel Tasman Nationalpark

Abel Tasman Nationalpark

Abel Tasman Nationalpark

Anschließend bin ich zum sog "Split Apple Rock" gefahren. Auf dem Weg dorthin habe ich ein nettes Mädel (ursprünglich aus Freudenstadt) mitgenommen, die per Anhalter durch Neuseeland tourt. Vom Parkplatz musste man etwa 20 Minuten durch den (Ur)wald laufen, aber auch dieser Spaziergang hat sich gelohnt.

Split Apple Rock

Split Apple Rock

Split Apple Rock

Split Apple Rock

Weg zum Split Apple Rock mit merkwürdig gewachsenem Baum

Weg zum Split Apple Rock mit merkwürdig gewachsenem Baum

Da es nun bereits später Nachmittag war, bin ich in die nächst größere Stadt gefahren (was hier so viel heißt wie Bensheim-Auerbach ) und habe den Abend auf einem Campingplatz verbracht.

Am Dienstag, 21.12.2010 bin ich mal wieder im Regen aufgewacht und es sollte den Tag über noch schlimmer werden. Nachdem ich den Van reisefertig gemacht habe, bin ich nach Picton losgefahren. Und das war soweit ich mich erinnern kann, die schlimmste Fahrt die ich je hatte...

Es hat nicht nur geregnet, es hat gestürmt (wer schon mal mit einem Van im Sturm gefahren ist, weiss dass das nicht lustig ist!), gehagelt und die Fahrt wollte einfach nicht enden.
Zum Einen musste ich einen Berg hochfahren, da aber oft Aqua-Planing war, hat mein Van das nicht immer geschafft und die Räder sind durchgedreht. Zum Anderen musste ich, nachdem ich den Berg dann doch hinter mir gelassen hatte, diesen natürlich auch wieder runterkommen. Die Bremsen haben geglüht und man konnte max. 30 km/h fahren. Sehr oft auf der Strecke gab es Erdrutsche, so dass man entweder nur auf einer Seitenstraße fahren konnte oder man musste Umwege über Feldwege machen. Da diese aber häufig überflutet waren, mussten sie erst von der Feuerwehr freigeräumt werden - und das hat natürlich Zeit gekostet.
Nachdem ich es schließlich geschafft hatte, den Berg gesund runtergekommen war, dachte ich ich könnte etwas aufatmen. Aber damit wurde es nichts, denn ich musste durch ein Tal, wo sich das ganze Wasser schön gesammelt hatte.
Und so etwas hatte ich bisher noch nicht gesehen, Seen auf Feldern soweit das Auge reicht. Komplette Straßen waren gesperrt, da die Zufahrten überflutet waren (zum Glück hat hier fast jeder Kiwi Pferde und dann reitet man halt einfach zum nächsten Supermarkt ).

Zum Glück passierte es mir nicht - wie einigen anderen Vans - und ich bin nicht mitten auf einer überfluteten Straße stehen geblieben.

Auf dem Weg nach Picton, an diesem Strand in Nelson war ich einige Tage vorher im Meer... die Wellen waren so hoch, dass die linke Autoseite gewaschen wurde

Auf dem Weg nach Picton, an diesem Strand in Nelson war ich einige Tage vorher im Meer... die Wellen waren so hoch, dass die linke Autoseite gewaschen wurde

Nach 190 km und sehr langen 6 Std Fahrt bin ich gesund in Picton angekommen. Und sobald ich meinen Stellplatz bezogen hatte, kam die Sonne raus... Hätte es nicht wenigstens etwas früher aufhören können zu regnen??
Abends habe ich dann 4 Franzosen kennengelernt und wir haben den restlichen Tag mit Billard spielen verbracht.

Am Mittwoch, 22.12.2010 bin ich bei strahlendem Sonnenschein und heißen 24 Grad zum Hafen nach Picton losgefahren.
Eigentlich sollten wir um 13:10 Uhr losfahren, aber aufgrund eines kaputten LKW (der Schweine geladen hatte, deren Geruch man am ganzen Deck riechen konnte) hatten wir eine Verspätung von 1,5 Std.
Dies machte aber überhaupt nichts, da ich drei Leute von meinem Englishkurs und zusätzlich 2 Pärchen, die ich während meiner Reise kennengelernt hatte, wiedergetroffen habe.

Gut mit Sonnencreme 85+ eingecremt, ließ es sich auf dem Sonnendeck sehr gut aushalten Im Endeffekt bekam ich trotzdem an den Armen und im Nacken einen guten Sonnenbrand.

mein Nachbar beim Warten auf die Fähre

mein Nachbar beim Warten auf die Fähre

und mein Van während des Wartens

und mein Van während des Wartens

die Route von Picton nach Wellington

die Route von Picton nach Wellington

Bye bye Picton

Bye bye Picton

Fähre von Picton nach Wellington

Fähre von Picton nach Wellington

Fähre von Picton nach Wellington

Fähre von Picton nach Wellington

Fähre von Picton nach Wellington

Fähre von Picton nach Wellington

"Coolest little capitol of the world"; Wellington im Vordergrund der Hafen

"Coolest little capitol of the world"; Wellington im Vordergrund der Hafen

Zu Hause angekommen wurde ich herzlich von meiner Kiwi-Family in Empfang genommen und es gab das erste richtige Abendessen seit fast 4 Wochen. Auch hier ist es inzwischen weihnachtlich geworden, das Haus ist außen schön mit ein paar Lichtern dekoriert, der Tannenbaum steht (mit einer Zipfelmütze als Spitze ) und Socken hängen über dem Kamin.

Als es gegen 21 Uhr dunkel wurde, sind wir dann in einige Orte gefahren und haben die sog. Christmas Lights bestaunt. Ganze Straßenzüge und deren Häuser sind mit Lichtern dekoriert.
Manche sahen zwar etwas kitschig aus, aber wenn die ganze Straße und Häuser beleuchtet sind, hat das ganze wirklich eine sehr schöne Wirkung

Christmas lights

Christmas lights

Christmas lights

Christmas lights

Christmas lights

Christmas lights

Christmas lights

Christmas lights

Und an diesem Abend habe ich das erste Mal nicht alleine im Van geschlafen, Emilie war ganz aufgeregt auch im Van schlafen zu dürfen

Der Donnerstag, 23.12.2010 begann mit den leckeren "Pancakes made by Lisa" und der Tag konnte nicht besser starten
Anschließend hat mich Terence zu meinem Termin gefahren, der meinen Fuß für immer verändern sollte - ich habe endlich mein Tattoo bekommen!

Bereits vor meiner Abreise auf die Südinsel hatten sich Terence (der selbst einige Tattoos hat) und ich einige Studios angeschaut. Entschieden haben wir uns für ein Studio in Petone (Vorort von Welli), das sehr viele Bücher mit Tattoos zur Ansicht hatte und einen sehr guten und hygienischen Eindruck machte.
Von einigen Leuten habe ich gehört, dass der Fuß mit die schmerzhafteste Stelle sein soll, aber merkwürdiger Weise war ich nicht sehr aufgeregt. Zuerst hat der Tattoowierer mir das Tattoo auf den Fuß gezeichnet, dann hatte ich selbst noch ein paar Ideen die er natürlich berücksichtigt hat und dann ging´s los...

Natürlich hat es weh getan, aber nach all den Geschichten die ich gehört hatte, war ich ja entsprechend vorbereitet und hatte mit viel höheren Schmerzen gerechnet. Zugegeben, an zwei Stellen war es wirklich schmerzhaft, aber ansonsten wirklich erträglich.
Nach 2 Stunden hatte ich dann alles überstanden und bin mehr als zufrieden und glücklich mit dem Ergebnis

Der restliche Tag verlief ruhig und ich genoss es einfach, wieder daheim zu sein!

© Antje Stach, 2010
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Neuseeland - Das "Land der langen weißen Wolke"... Das Abenteuer ruft, so dass ich für knapp sieben Monate meine Familie, Freunde und meinen Job hinter mir lasse und in ferne Länder reise. Von September 2010 bis Februar 2011 werde ich in Neuseeland bereisen, anschließend geht´s nach Tasmanien, auf die Fiji-Inseln und nach Hawaii. Gerne lasse ich Euch an den neuen Eindrücken und an meinem Abenteuer teilhaben.
Details:
Aufbruch: 10.09.2010
Dauer: 7 Monate
Heimkehr: 26.03.2011
Reiseziele: Neuseeland
Australien
Fidschi
Vereinigte Staaten
Deutschland
Der Autor
 
Antje Stach berichtet seit 14 Jahren auf umdiewelt.