Neuseeland

Reisezeit: September 2010 - März 2011  |  von Antje Stach

Tasmanien II (Ostküste)

Nachdem es die ganze Nacht durchgeregnet hat, bin ich am Sonntag, 20.02.2011 aufgewacht und habe mir überlegt, was ich bei diesem "tollen" Wetter machen sollte.
Da ich keine wirklich Lust auf lange Tracks hatte, meine Kamera bei diesem Regen sowieso nicht mehr rausgeholt hätte und damit auch keine Bilder hätte machen können, entschied ich mich mal wieder auf "Free WiFi" im McDonalds in Launceston.

Ich war wirklich überrascht, da ich nicht gedacht hätte, dass so viele Menschen das Frühstück zum McDonalds verlegen. Da ich jedoch nichts von der Frühstückskarte gemocht habe, gab es für mich nur den üblichen Chai Latte und knapp 2 Stunden kostenlos im Internet surfen (wo ich dann auch den letzten Bericht reingestellt habe).

Gegen 13 Uhr ist klärte das Wetter zum Glück auf und ich bin in Richtung St. Helen gefahren.

Ausblick auf dem Weg nach St.Helen

Ausblick auf dem Weg nach St.Helen

Nördlich des Tourisenortes St. Helens liegt die Bucht berühmte"Bay of Fires", die ich mir natürlich anschauen musste

Bay of Fires

Bay of Fires

Bay of Fires

Bay of Fires

Bay of Fires

Bay of Fires

Einen Tag zuvor hatte ich eine Übernachtungsmöglichkeit in einem Backpacker in St.Helens organisiert und als ich dort ankam, lief mir ein Mädel über den Weg, dass ich bereits in Launceston gesehen hatte.

Da wir beide in einem 10er-Zimmer alleine waren, kamen wir natürlich schnell ins Gespräch und ich erfuhr, dass sie aus Israel kam.
Als ich irgendwann neben mein Bett und aus dem Fenster schaute, bin ich total erschrocken. Es klebte eine riesige (im Durchmesser etwa 7 cm große) schwarze Spinne. Erst dachte ich sie sei von aussen, bin raus gegangen und habe dann gesehen, dass dieses Biest tatsächlich im Raum drinnen war.
Normalerweise habe ich wirklich keine Angst vor Spinnen, aber dieses riesige schwarze Teil sah einfach so eklig aus und vor allem wusste ich nicht, ob sie gefährlich ist oder nicht. Zudem war die Vorstellung neben einer Spinne zu schlafen und nicht zu wissen, wo diese ist und was sie macht, alles andere als schön.
Dennoch war ich meiner Meinung nach sehr mutig und als die Spinne die Wand runterkletterte und den Boden erreichte, habe ich ein Glas draufgestellt. Danach alamierte ich den Backpackermanager und dieser hat die Spinne dann heldenhaft entfernt

Den Abend habe ich mit der Israelin und sehr interessanten Gesprächen verbracht.

Am Morgen des Montag, 21.02.2011 erwartete mich endlich wieder Sonnenschein und sehr angenehme 22 Grad.
Einen Tag zuvor hatte ich in einem Supermarkt tatsächlich Pumpernickel gefunden, was ich zusammen mit Nutella und Bananenscheiben zum Frühstück verputzte.
Danach ging es die Ostküste runter, als Tagesziel hatte ich mir die Stadt Bicheno gesetzt.

Den ersten Stopp habe ich in dem absolut englisch klingenden Kaff "Stieglitz" und an dessen Bucht gemacht.

Stieglitz Bay

Stieglitz Bay

Türkisfarbenes Wasser an der Stieglitz Bay

Türkisfarbenes Wasser an der Stieglitz Bay

Stieglitz Bay

Stieglitz Bay

Anschließend habe ich im Douglas-Apsley Nationalpark einen ca. 1stündigen Walk zum "Apsley River Waterhole" eingelegt.

Gravel roads in the middle of nowhere in Australia...

Gravel roads in the middle of nowhere in Australia...

Tasmanische Wälder bestehen fast nur noch aus toten und umgekippten Bäumen

Tasmanische Wälder bestehen fast nur noch aus toten und umgekippten Bäumen

Apsley River Waterhole

Apsley River Waterhole

Danach habe ich in Bicheno einen kurzen Stopp eingelegt, um mir ein Bed im Backpacker zu reservieren und bin anschließend in den Freycinet Nationalpark gefahren.
Zuerst ging es zum Cape Tourville, um den ein etwa 20 minütiger Rundgang herum führt.

Leuchtturm am Cape Tourville

Leuchtturm am Cape Tourville

am Cape Tourville

am Cape Tourville

am Cape Tourville

am Cape Tourville

Auf dem Rückweg nach Bicheno habe ich noch einen Stopp an den "Friendly Beaches" eingelegt, die fast türkisfarbenes Wasser haben und mit den vielen kleinen Buchten schön aussehen.

Friendly Beaches

Friendly Beaches

Friendly Beaches

Friendly Beaches

Friendly Beaches

Friendly Beaches

Friendly Beaches

Friendly Beaches

Nach dem Strand bin ich nach Bicheno zurückgefahren und habe mir die "Blowhole" angeschaut - eine Felsformation direkt am Meer. Nachdem das Meerwasser durch die Spalten der Felsen schießt, gibt es in einem Fels ein Loch und das Wasser spritzt oben heraus.

Von zwei Schwedinnen die ich kennengelernt hatte, wusste ich, dass Vorsicht geboten ist, denn man kann dort ganz schnell nass werden

Spalte über die man drüber musste, an der engsten Stelle ca. 50 cm breit

Spalte über die man drüber musste, an der engsten Stelle ca. 50 cm breit

Blowhole - noch trocken...

Blowhole - noch trocken...

... und dann kam das Wasser

... und dann kam das Wasser

Anschließend habe ich mir in Bicheno 2 Scheiben geräucherten Lachs gegönnt und bin zurück ins Backpacker, da es doch ein sehr langer und anstrengender Tag war.
Nach dem Kochen und Essen kam plötzlich eine Horde von 16 Asiaten, die so ziemlich die komplette Küche in Beschlag nahmen. Sie haben sage und schreibe 9 Knoblauchknollen und 7 Zwiebeln mit einem Hühnchen gekocht. Die ganze Küche hat gestunken und ich war sehr froh, dass ich in einem anderen Zimmer geschlafen habe als diese Gruppe

Und dann kam plötzlich Sapir, die Israelin aus Launceston und St.Helen und hat im gleichen Backpacker geschlafen (die Arme mit den Asiaten...)

Nach einer super Nacht (sehr bequeme Holzbetten) bin ich am Dienstag, 22.02.2011 nach dem Frühstück weiter südlich mit dem Ziel Tasman Nationalpark gefahren.

Die sehr kurvenreiche Fahrt führte mich zu erst an die Spikey Bucht. Nach kurzer Zeit hielt ein Auto neben mir, was ich bereits im Backpacker in Bicheno gesehen hatte und es stellte sich heraus, dass es eine Schweizerin war, mit der ich mich den Abend vorher lange unterhalten hatte.

Für Ralf, Steffen, Marco und alle anderen Motorradfahrer und Euch

Für Ralf, Steffen, Marco und alle anderen Motorradfahrer und Euch

Spikey Bay

Spikey Bay

Spikey Bay

Spikey Bay

Nach einem kurzen Gespräch sind wir separat weitergefahren. Plötzlich sind mir auf der einspurigen Autobahn zwei Vögel ans Auto geflogen, es hat ordentlich gekracht und den einen Vogel hat es leider so sehr erwischt, dass er auf der Straße liegengeblieben ist.
Natürlich habe ich sofort umgedreht und geschaut, ob man den Vogel noch irgendwie retten kann, aber da war er bereits tot. Wenigstens konnte ich ihn von der Straße ins Gebüsch legen, so dass nicht noch mehr Autos darüber gefahren sind.

Nach diesem unschönen Ereignis habe ich einen Stopp in Swansea eingelegt und dann hielt plötzlich wieder die Schweizerin neben mir.
Wir haben zusammen eine Mittagspause am Hafen gemacht und nach etwa 1 Stunde ging die Fahrt weiter.

Und dann hörte ich die News, die mich noch die nächsten Tage / Wochen / Monate begleiten werden: ein weiteres Erdbeben bzw. Aftershock um die Mittagszeit mit der Stärke 6,3 in Christchurch.
(Das Erdbeben am 04. September 2010 hatte eine Stärke von 7,2 zum Vergleich).

Mir wurde von einem auf den anderen Moment so schlecht, dass ich links ranfahren musste und mich erstmal vor dem Auto übergeben habe.
Netterweise hat ein älteres Ehepaar (was mich wohl beim Entleeren meines Magens gesehen hatte) angehalten und fragte, ob sie mir helfen konnten.
Eigentlich war mir überhaupt nicht mehr nach schöner Landschaft zumute, aber da ich nur noch wenige Tage in Tassie hatte, wollte ich die Zeit dennoch nutzen.

Im Radio hörte ich die komplette Weiterfahrt Informationen über das Erdbeben. Mir war ja vor meiner Reise nach Neuseeland schon bewusst, dass vor allem die Region um Christchurch in Bezug auf Erdbeben sehr gefährdet ist.

Da ich im Dezember dort war, mir die Stadt und die bereits damals zerfallenen und teilweise wieder aufgebauten Häuser angesehen hatte, konnte ich es mir bildhaft vorstellen, wie sie nach diesem Erdbeben aussehen würde.
Die meisten Häuser waren weiterhin einsturzgefährdet und man konnte diese aufgrund der Vielzahl der kaputten Häuser nicht so schnell reparieren. Ein kleiner Aftershock hätte also gereicht, um viele Häuser komplett zum Einsturz zu bringen. Und dann kam dieser Aftershock mit der Stärke von 6,3...

Aber das Schönste, in diesem Fall aber Schlimmste war, dass ich zwei sehr nette Familien in Christchurch kennengelernt hatte und somit persönlichen Kontakt zu Einwohnern geknüpft hatte.
Das klingt jetzt vielleicht sehr kitschig, aber wer eine Zeit in so einem tollen Land wie Neuseeland gewohnt hat, der hat einfach mehr Verbindungen zu den Einwohnern als ein normaler Tourist. Zudem ist Neuseeland so ein kleines Land, dass man zumindest über zwei Ecken immer jemanden aus Christchurch bzw. den großen Städten kennt.

Im Radio wurde gesagt, dass es bereits kurz nach dem Beben 40 Tote gegeben habe und die Ungewissheit und gleichzeitig Hoffnung, dass meine Bekannten nicht darunter zählen hat mich sehr belastet.
Zudem wurden Interviews im Radio ausgestrahlt, bei denen man die Angst und blanke Entsetzen der Leute hören und richtig spüren konnte. Bei einem ausgestrahlten Anruf hat man sogar live ein Nachbeben mitbekommen und konnte die Schreie und das Donnern (Zusammenfall einiger Häuser) somit live miterleben.

Mehrmals musste ich auf der Fahrt anhalten, weil mir einfach so schlecht war und ich gleichzeitig gerne meine Bekannten kontaktiert hätte. Aber mein Handy funktionierte nicht und unabhängig davon, hatte Christchurch sowieso keinen Strom, Wasser und sämtliche Telefonnetze sind zusammengebrochen.

Dennoch bin ich weiter in den Tasman Nationalpark gefahren, ich hätte in diesem Moment von Tasmanien aus sowieso nicht ausrichten können (dennoch habe ich wieder gemerkt, wie sehr in an Neuseeland hänge und mir dieses Land ans Herz gewachsen ist).

Gestoppt habe ich an "Devil´s Kitchen" und bin noch mit etwas zittrigen Beinen den Weg zum Lookout der "Tasman Blowhole" gelaufen.

Tasman Lookout

Tasman Lookout

Devil´s Kitchen, das Wasser wird durch die Felsspalten gedrückt und schießt dann die Wand hoch

Devil´s Kitchen, das Wasser wird durch die Felsspalten gedrückt und schießt dann die Wand hoch

Tasman Blowhole

Tasman Blowhole

Eigentlich hätte ich auf der Weiterfahrt gerne eine berühmte Schokoladenfabrik besucht, aber danach war mir nun wirklich nicht mehr zumute...

Also ging es weiter zu den sog. "Remarkable Caves", eine Felsformation, bei der das Wasser durch eine Art natürliche Schleuse gepresst wird und dann mit voller Wucht auf die Felswand trifft.

Remarkable Caves

Remarkable Caves

Nach diesem Besuch wollte ich es unbedingt bis 18 Uhr ins Backpacker schaffen und hoffte dort auf einen Fernseher. Diesen gab es, auch wenn er nur etwa 30 cm Breite hatte, nur schwarz-weiß und mit "Ameisenkrieg" funktionierte.
Aber immerhin konnte ich die neuesten Entwicklungen von Christchurch erfahren. Inzwischen waren es 65 Tote und weiterhin waren über 200 Menschen verschüttet...
Unglaublich waren vor allem die Bilder dazu (auch wenn diese nur sehr schwer zu erkennen waren).

Abends saß ich mit zwei Australiern zusammen in dem winzigen und nur für 4 Personen ausgerichteten Backpacker und haben ununterbrochen die News geschaut.
Mit Entsetzen habe ich erfahren, dass das Erdbeben bis Wellington zu spüren war und ich bin ohne Internet und Handyempfang fast verrückt geworden. Auch in diesem Moment habe ich mal wieder gemerkt, wie wichtig meine Kiwi-Family mir geworden ist...

Irgendwann bin ich dann eingeschlafen, aber häufig in der Nacht augewacht...

Am Mittwoch, 23.02.2011 wollte ich eigentlich direkt in den Zoo von Richmond (bei Hobart) fahren, aber manchmal sind andere Dinge einfach wesentlich wichtiger.
Ich war sehr glücklich, als ich auf dem Weg einen McDonalds gefunden hatte und das Internet sogar funktionierte.

Dann habe ich endlich die Entwarnung gesehen: Meinen Bekannten in Christchurch haben das Erdbeben überlebt, das Haus ist total verwüstet und halb zusammengefallen, sie haben keinen Strom und Wasser... Aber dennoch: sie haben es überlebt!

Natürlich habe ich meiner Kiwi-Family sofort eine Mail geschickt, nachdem ich über Facebook gesehen habe, dass es auch Ihnen gut geht.
Es ist schon krass, wie schnell einem Menschen in so einer kurzen Zeit wichtig werden können.

Nachdem ich auch noch eine Mail nach Deutschland geschickt hatte, konnte ich einigermaßen ruhigen Gewissens weiter nach Richmond fahren.

Auf dem Weg dorthin habe ich einen kurzen Stopp in Sorell eingelegt, in dem es eine riesige Farm mit "Pick your own fruits and vegies" gibt. Gerne hätte ich das Angebot angenommen und mich mit selbst gepflückten Früchten und Obst eingedeckt, aber aufgrund der Zeit habe ich mich doch für das Kaufen entschieden.

Achtung! Tasmanische Teufel sind unterwegs...

Achtung! Tasmanische Teufel sind unterwegs...

... und die natürlich auch. Immerhin bin ich in Australien

... und die natürlich auch. Immerhin bin ich in Australien

Im Bonorong Wildlife Park in der Nähe Richmonds angekommen habe ich erstmal 19$ zahlen dürfen und dann habe ich sie gesehen: Insgesamt ca. 120 Kängurus!

Glück hatte ich auch wieder, denn gerade als ich ankam, ist eine Busladen voller Mengen aus dem Park rausgekommen, so dass mit mir nur noch ca. andere 15 Menschen im Park waren

Diese liefen komplett frei in dem Park herum, man konnte sie streicheln und mit (vorher gekauftem) Futter heranlocken.

das erste Känguru, das ich jemals gestreichelt habe

das erste Känguru, das ich jemals gestreichelt habe

wie gesagt: insgesamt hat der Park ca. 120 Kängurus

wie gesagt: insgesamt hat der Park ca. 120 Kängurus

ca. 1 Meter von mir entfernt

ca. 1 Meter von mir entfernt

es war so entspannt von meiner Streicheleinheit, dass es angefangen hat zu pinkeln

es war so entspannt von meiner Streicheleinheit, dass es angefangen hat zu pinkeln

Känguru mit Nachwuchs im Beutel

Känguru mit Nachwuchs im Beutel

Danach habe ich Tasmanische Teufel gesehen, bin hautnah an einen Koala herangekommen und konnte diesen sogar streicheln

Tasmanischer Teufel

Tasmanischer Teufel

Ausruhen nach dem Mittagessen

Ausruhen nach dem Mittagessen

Kuscheliger Koala und ich

Kuscheliger Koala und ich

Koala mit Eukalyptus zum Mittagessen (meine Hände haben am Schluss auch danach gerochen)

Koala mit Eukalyptus zum Mittagessen (meine Hände haben am Schluss auch danach gerochen)

Anschließend habe ich einem Wombat beim Futtern zugeschaut, bevor ich nach ca. 2 Stunden den Park wieder verlassen hatte.

Wombat

Wombat

Wombat

Wombat

mein kleiner Flitzer vor der Kulisse Australiens

mein kleiner Flitzer vor der Kulisse Australiens

Abends bin ich dann zu meiner Couchsurfing-Übernachtungsmöglichkeit Jo gefahren, die ca. 10km von Hobart und nur 8 Minuten zum berühmten Mt. Wellington entfernt wohnt.

Es erwartete mich nicht nur Jo, sondern auch zwei Hunde! Eine Hündin war eine Labrador-Mischund, die leider vor einigen Monaten erblindet ist, 10 kg abgenommen hat und mir unendlich leid tat. Sie lag fast die ganze Zeit nur rum und konnte nicht viel machen als hoffen, dass man sie streichelt.
Der andere Hund (ein Rüde) war eher ein halbes Pferd. Ein riesiger Berner Sennenhund, auf dem Kinder locker hätten reiten können
Ein echt großer Brocken, aber total verspielt, kuschelbedürftig und lieb. Natürlich wurde er von mir gekrault, geknuddelt und ich war eine gute Spielgefährtin

Bruno - der Berner Sennenhund

Bruno - der Berner Sennenhund

Spielen und Knuddeln abends vor dem Kamin in Hobart

Spielen und Knuddeln abends vor dem Kamin in Hobart

das halbe Pferd und der Labrador

das halbe Pferd und der Labrador

Am Donnerstag, 24.02.2011 war der große Hobart-Tag. Nachdem ich nach knapp 2 Wochen mal wieder kurz mit Flo telefonieren konnte, bin ich morgens auf den Mt Wellington gefahren. Das dieser 1270 Meter hohe Berg mit Blick über Hobart und Umland mir gut gefallen hat, liegt bestimmt auch am Namen.

Das Wetter war leider etwas regnerisch, aber man hatte dennoch einen super Blick über die Stadt, Landschaft und Vororte Hobarts.

am Mount Wellington

am Mount Wellington

Blick auf Hobart und Umgebung

Blick auf Hobart und Umgebung

Blick auf Hobart und Umgebung

Blick auf Hobart und Umgebung

Anschließend hat es mir sehr in den kleinen aber feinen botanischen Garten Hobarts gezogen, in dem ich ca. 2,5 Stunden verweilte

Irgendwann in dieser Zeit kam eine typische Rentnergruppe auf mich zu und ich dachte "Das sind bestimmt mal wieder Deutsche...". Natürlich behielt ich Recht und als ich das große "Traumschiff Deutschland" Schild der Gruppenleiterin sah, bin ich ganz schnell in den Kräutergarten geflüchtet

Sorry, ich bin einfach nicht die gebürtige Floristin und kann mir keine Blumennamen behalten... Schön waren sie troztdem!

Sorry, ich bin einfach nicht die gebürtige Floristin und kann mir keine Blumennamen behalten... Schön waren sie troztdem!

Blumenmeer etwa 10*10 Meter groß

Blumenmeer etwa 10*10 Meter groß

Es haben viele Blumen geblüht, aber dennoch merkte man, dass es langsam Herbst in Tasmanien wird.

Danach bin ich in die Stadt gefahren und habe mir die "Altstadt des Battery Point und Salamanca Place" angeschaut und mir dort einen Kaffee gegönnt
Jeden Samstag gibt es dort einen sehr großen und schönen Markt, den sog. Salamanca Market, aber wir hatten ja leider Donnerstag, so dass ich keine Möglichkeit auf einen Besuch hatte.

Salamaca Place, sehr schön zum Verweilen und Kaffee schlürfen

Salamaca Place, sehr schön zum Verweilen und Kaffee schlürfen

Nach einem kurzen Stopp am "Sandy Bay" habe ich mich mit Jo auf deren Arbeitsstelle getroffen.

Sandy Bay

Sandy Bay

Zusammen sind wir dann ins Moana-Museum gefahren, in dem derzeit eine sehr gut besuchte und lohnenswerte Ausstellung vorhanden ist.

Nach diesen manchmal etwas merkwürdigen und angst einflößenden Kunstwerken sind wir nach Hause gefahren.
Nach einem leckeren Reis-Curry-Abendessen haben wir einen Film geschaut, nebenbei natürlich mit dem Hund/Pferd geknuddelt und gegen 23 Uhr ging´s ins Bett.

Am Freitag, 25.02.2011 bin ich früh aufgestanden, Jo ist zur Arbeit gefahren und ich habe mich und meinen Rucksack fertig gepackt.
Anschließend wollte ich noch unbedingt in einen McDonalds (hatte noch ca. 3 Stunden Zeit, bevor ich das Auto abgeben musste), um diesen Bericht online zu stellen.

Auf dem Weg dorthin habe ich kurz angehalten, getankt und dann ist mir aufgefallen, dass meine Brille im großen Rucksack ist. Da ich diese aber für den (Nacht-)Flug brauchte, musste ich den Rucksack wieder komplett auspacken.

Und dann passierte es: ich habe keine Ahnung wie es passiert ist, aber plötzlich durchfuhr mich ein stechender Schmerz in meiner rechten Hand zum Handgelenk runter. Ich schaute auf diese Stelle und es war alles rot vor Blut. SHIT!!!
Es wollte einfach nicht aufhören zu bluten und ich hatte nach kurzer Zeit echt Angst, dass die Adern betroffen sind... Also schnell den 23 kg-Rucksack mit einer Hand (und das auch noch der linken Hand...) zurück in den Rucksack und glücklicherweise parkte ich neben einer Apotheke und einem Arzt oben drüber.
Also Glück im Unglück und als mich die Apothekerin sah, hat sie mich gleich hoch zum Doktor geschickt. Natürlich hatte ich in der Aufregung meine deutschen Versicherungsunterlagen vergessen, auch wenn ich diese sofort griffbereit gehabt hätte (sie wären wahrscheinlich sowieso aufgrund des ganzen Blutes unleserlich geworden...).

Der Doc hat die Wunde dann desinfiziert, geklammert und einen schönen Verband drum gemacht (mal schauen, wie lange dieser so weiß bleibt ).
Als ich ihm dann angeboten habe, meine Versichungskarte und Unterlagen zu holen meinte er nur: "No worries, it´s alright".
Also nochmal Glück im Unglück, denn auf den ganzen Papierkram hatte ich nun wirklich keine Lust...
Er hat mir dann noch Tipps gegeben, wie ich den Verband wechseln und hygienisch behandeln sollte. Guter Witz... Ich lebe aus einem Rucksack unter nicht gerade hohem hygienischen Bedingungen

Insgesamt ist die Landschaft Tasmaniens sehr schön und eine Reise wert. Schade war, dass ich nicht in den berühmten Cradle-Mountain Nationalpark konnte (von zwei Australiern hatte ich im Nachhinein erfahren, dass es dort am Tage meines geplanten Besuches geschneit hat!).
Die Leute sind nett, aber man kommt nur mit ihnen ins Gespräch, sofern man auf sie zugeht und direkt anspricht.
Meine Couchsurfing-Bekannten haben mir die Zeit in Tasmanien um ein Vielfaches versüßt, denn jeden Tag Backpacker muss nicht mehr sein.

Nun habe ich es noch in den McDonalds geschafft, schreibe diesen Artikel und in Kürze muss ich los das Auto abgeben, an den Flughafen und dann heisst es:

Bye Tassie, Bula Fiji!!!

© Antje Stach, 2010
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Neuseeland - Das "Land der langen weißen Wolke"... Das Abenteuer ruft, so dass ich für knapp sieben Monate meine Familie, Freunde und meinen Job hinter mir lasse und in ferne Länder reise. Von September 2010 bis Februar 2011 werde ich in Neuseeland bereisen, anschließend geht´s nach Tasmanien, auf die Fiji-Inseln und nach Hawaii. Gerne lasse ich Euch an den neuen Eindrücken und an meinem Abenteuer teilhaben.
Details:
Aufbruch: 10.09.2010
Dauer: 7 Monate
Heimkehr: 26.03.2011
Reiseziele: Neuseeland
Australien
Fidschi
Vereinigte Staaten
Deutschland
Der Autor
 
Antje Stach berichtet seit 14 Jahren auf umdiewelt.