Wir sind dann mal weg...!

Reisezeit: Juni - Dezember 2011  |  von Julia Meyer Andi Thiesemann

Peru: Lima

Lima, Endstation

Die letzten vier Stunden Busfahrt von Paracas nach Lima waren schnell hinter uns gebracht (von, wir haben mal gerechnet, insgesamt ungefaehr 363 Stunden im letzten halben Jahr...immerhin 15 Tage ). Nachdem wir bisher eigentlich ausschliesslich Schlechtes ueber Perus Hauptstadt gehoert hatten, waren unsere Erwartungen nicht allzu gross an die Stadt mit dem staendigen Kuestennebel, "die ewige Luege vom Regen" (sagt Vargas Llosa, peruanischer Literaturnobelpreistraeger, kann man mal was von lesen).
Als wir ankamen, war der Himmel blau, es war schoen warm, ueberall wurde weihnachtlich dekoriert (am naechsten Tag war der 1. Advent), und ein offizielles Taxi vom Terminal zum Hostel haben wir auch problemlos bekommen. Das Hostel in Miraflores, einem der reichsten Viertel Limas (und somit eines der wenigen, in denen sich Touristen problemlos bewegen koennen), liegt sehr zentral und bietet von Billard ueber Tischtennis und eigenem Restaurant so ziemlich alles an, dass bewegungsunwillige Backpacker auch ihren kompletten Lima-Aufenthalt hier verbringen koennten...aber wer will das schon bei dem Traumwetter? Auf gehts, letzte Stadt erkunden!

Jetzt haben wir es bei der letzten Gelegenheit doch noch geschafft, einen suedamerikanischen Reisebus zu fotographieren...ganz schoene Geschosse!

Jetzt haben wir es bei der letzten Gelegenheit doch noch geschafft, einen suedamerikanischen Reisebus zu fotographieren...ganz schoene Geschosse!

Wuestenneubausiedlung?

Wuestenneubausiedlung?

Dementsprechend: Altbausiedlung?

Dementsprechend: Altbausiedlung?

Wir naehern uns dem wuchernden Lima

Wir naehern uns dem wuchernden Lima

Schon auf der Schnellstrasse in Lima

Schon auf der Schnellstrasse in Lima

Blick von unserem Hostelzimmer nach rechts...

Blick von unserem Hostelzimmer nach rechts...

...und am naechsten Morgen nach links. Adventssport

...und am naechsten Morgen nach links. Adventssport

Am Abend dann eine kirchliche Prozession zur Ueberfuehrung irgendeiner Heiligen...ein Rentnerfensterguckparadies hier!

Am Abend dann eine kirchliche Prozession zur Ueberfuehrung irgendeiner Heiligen...ein Rentnerfensterguckparadies hier!

Miraflores

Weil das Zentrum Limas an Sonn- und Feiertagen nicht allzu sicher sein soll, blieben wir am Adventssonntag in Miraflores und machten erstmal einen Spaziergang zum Strand. An (bzw. in) der Steilkueste gibt es hier ein Nobeleinkaufszentrum, das man wirklich erst entdeckt, wenn man von oben ueber die Bruestung schaut, bis dahin dreht man verwirrt seine Karte in der Hand, "Das MUSS hier wirklich irgendwo sein!!". Von ihren Caféplaetzen mit Blick ueber den Pazifik koennen die besserbetuchten Limeños dann den Surfern unten im Wasser oder den Paraglidern zuschauen, die von den Steilkuesten huepfen und vorbeischweben. Geht man die Kueste entlang, kommt man zum Liebespark, zum Lichterpark oder zum Miraflores-Tennis-Club...schon ein dekadentes Leben.

Kunst im Hostel...da muessen wir gar nicht ins Nationalmuseum, wo eine ganze Sammlung dieser Figuerchen ausgestellt wird.

Kunst im Hostel...da muessen wir gar nicht ins Nationalmuseum, wo eine ganze Sammlung dieser Figuerchen ausgestellt wird.

Ja dann: eine schoene Vorweihnachtszeit euch allen!

Ja dann: eine schoene Vorweihnachtszeit euch allen!

Vom Einkaufszentrum nach links...

Vom Einkaufszentrum nach links...

...und nach unten.

...und nach unten.

Im Liebespark

Im Liebespark

Tennisplaetze mit Meerblick

Tennisplaetze mit Meerblick

Im Zentrum

Montag war dann der Tag fuers historische Zentrum Limas. Mit dem Schnellbus, der eine eigene Spur auf der Stadtautobahn hat, ging es in Rekordzeit mitten hinein in die 8-Millionen-Metropole...mit dem Taxi hatte die halbe Strecke am Ankunftstag deutlich laenger gedauert. Schade, dass wir mit dem Bus nicht auch zum Flughafen fahren koennen!
Im Zentrum liefen wir als Erstes zur Hauptplaza mit Kathedrale, Bischofs- und Vizekoenigspalast. In der Kathedrale waren vor allem die Gruften unter dem Altar interessant und schon ein guter Vorgeschmack fuer den spaeteren Tag. Anschliessend konnten wir den Wachwechsel vor dem Praesidentenpalast bewundern, so ziemlich das Albernste, was wir seit langem gesehen haben...zu getragener Marschmusik kamen die Wachen im Stechschritt im Zeitlupentempo immer naeher und machten zwischendurch komische Schritte, die irgendwie an Westerntanz erinnerten...ganz seltsame Veranstaltung, aber unterhaltsam. Danach brauchten wir erstmal eine kleine Staerkung und bestellten Schinkensandwich mit typischen Getraenken in einem uralten Strassencafe: Chicha Morada und Pisco Sour =)
Danach wagten wir uns zur Kirche San Fransisco, einem alten Kloster, unter dessen Mauern in den Katakomben 25.000 Skelette "begraben" sind. Gruselig! Selbst die junge Frau, die die Tour fuehrte, fuehlte sich wohl nicht ganz wohl dort unten, jedenfalls bat sie immer einen der Maenner, als letztes zu gehen, sie wuerde sich das nicht trauen

Geldwechsel auf der Strasse ist verboten...sieht gar nicht so aus, oder?

Geldwechsel auf der Strasse ist verboten...sieht gar nicht so aus, oder?

Plaza Mayor

Plaza Mayor

Plaza Mayor II

Plaza Mayor II

Unterm Altar in der Kathedrale - hier liegen auch die (seit kurzem wieder vollstaendigen) Gebeine des Befreiers San Martin

Unterm Altar in der Kathedrale - hier liegen auch die (seit kurzem wieder vollstaendigen) Gebeine des Befreiers San Martin

Der Altarbereich in der Kathedrale

Der Altarbereich in der Kathedrale

Wachwechsel

Wachwechsel

Chicha Morada aus gegorenem schwarzen Mais und Pisco Sour mit Limonen und Eiweiss. Klingt beides nicht so gut, ist aber lecker!

Chicha Morada aus gegorenem schwarzen Mais und Pisco Sour mit Limonen und Eiweiss. Klingt beides nicht so gut, ist aber lecker!

Sooo haesslich ist Lima gar nicht...

Sooo haesslich ist Lima gar nicht...

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Die Reise
 
Worum geht's?:
Das Studium ist geschafft, die Koffer sind gepackt und der Puyehue scheint auch gnädig gestimmt. Südamerika, wir kommen! In den nächsten fünfeinhalb Monaten touren wir durch Argentinien, Chile und Peru - wer möchte, kann uns hier "begleiten" :) Beste Grüße! Julia und Andi
Details:
Aufbruch: 15.06.2011
Dauer: 6 Monate
Heimkehr: 01.12.2011
Reiseziele: Argentinien
Uruguay
Chile
Bolivien
Peru
Der Autor
 
Julia Meyer Andi Thiesemann berichtet seit 13 Jahren auf umdiewelt.
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