Endlich geht es los... 1 Jahr Australien!

Reisezeit: September 2005 - Juli 2006  |  von Daniela Müller

Wenn es einmal dunkel wird...

... es dauert ein paar Sekunden, bis ich wirklich aufwache und merke, dass schon wieder jemand an mein Zimmer kolopft - schon das dritte Mal heute Nacht!!! Ich gucke kurz auf die Uhr und werde langsam sauer: 03:00 Uhr... Die ersten beiden Male war ja wirklich ok, da es 1. nicht sehr spaet war (das letzte Mal um 24:00) und es hinzu gute Gruende waren. Das erste Mal hatte Dave angeklopft, um mir Bericht zu erstatten, was mit seinem Arm ist, den er seit ein paar Stunden nicht mehr richtig bewegen konnte. Und das zweite Mal waren es Nicole und Jane, die mit einem ganz schlechtem Gewissen und riesig grossen Kulleraugen vor meiner Tuer standen und nach dem Weisswein gefragt haben, den sie in meinem Kuehlschrank gelagert haben. Da konnte ich natuerlich nur drueber schmunzeln, da ich ja schon irgendwie verstehen konnte, wie verzweifelt man sein muss, wenn man trinken moechte, man den Weisswein auch ganz in der Naehe jaemmerlich schreien hoert aber nicht herankommt. Immerhin muessen die beiden morgen ja nicht um 05:00 aufstehen, wie ich es muss.

Innerhalb dieser paar Sekunden, in denen es also dieses Mal an meinem Moskitonetz am Fenster und nicht an meiner Tuer haemmert, frage ich mich, was verflucht noch einmal in dessen Koepfen vorgeht, was koennten die jetzt noch wollen. Dass die drei ein bisschen Getrunken haben und mich nun wecken wollen, mag denen vielleicht lustig erscheinen, aber ich muss in 2 Stunden aufstehen und arbeiten und habe bis zu diesem Zeitpunkt aufgrund der "Naturgewalt Wind", die in der Nacht eben auch sehr grausam laut sein kann, eh nicht sehr viel schlafen koennen.

Ich oeffne meine Augen und merke, dass das nicht das gewoehnliche Klopfen der drei ist, sondern ein aggressives Haemmern! In diesem Moment reisst mein Moskitonetz an meinem Fenster durch den dritten aggressiven Schlag ein und ich bekomme Panik! Das ist weder Dave, noch Jane oder Nicole!

Ich suche hektisch nach dem Lichtschalter, den ich dann nach wirrem Herumtasten endlich finde... Zu spaet? Nichts mehr zu sehen, ausser mein zerrissenes Moskitonetz am Fenster, das mir die letzten 2 Wochen treue Dienste geleistet hat.

Ich wage mich an's Fenster heran, um dieses schnell zu schliessen und eile wieder zu meinem Bett zurueck - bloss weg vom Fenster!

Zusammengekauert auf meinem Bett versuche ich moeglichst nicht zu atmen, um alle ungewoehnlichen Geraeusche hoeren zu koennen, was bei dem Sturm leider absolute unmoeglich scheint...

So sitze ich nun auf meinem Bett, starre in den Raum und ueberlege, was ich machen koennte. Hab ja nichts, mit dem ich mich waeren koennte... Naja, muss trotzdem nachschauen, immerhin koennte diese Person ja noch weiterhin sein Unwesen treiben... Ich wage mich also heraus, schaue um die 1. Ecke, schaue um die 2. Ecke.... NICHTS... Nirgendwo etwas zu sehen. Ich stuerze wieder in mein Zimmer, schliesse die Tuer von innen ab und kauer mich wieder auf meinem Bett zusammen. Was bloss tun? Es ist jetzt 03:15, alles schlaeft, es gibt nichts sinnvolles, was momentan irgendjemand fuer mich tun koennte!

Also versuche ich mich wieder hinzulegen. Falls die Person es nocheinmal versuchen sollte, kann ich ja einfach ganz laut schreien, damit alle um mich herum aufwachen!

So lag ich also in meinem Bett, konnte natu;erlich kein Auge zu machen und habe einfach nur darauf gewartet, dass es 05:00 wird, damit ich mich fuer die Arbeit fertig machen kann.

Nach ewig langem Warten ist es dann endlich 05:00! Bevor ich mich fertig gemacht habe, habe ich das Fenster noch einmal in Ruhe von aussen betrachtet, da es langsam hell wurde: Moskitonetz wirklich komplett zerfetzt und der Fensterrahmen etwas herausgebrochen.

Als ich dann gegen 06:30 Deb (meine Vorgesetzte und "die Mama von Rottnest Lodge") begruessen konnte, habe ich ihr dann den Vorfall geschildert, da ich ja ein neues Moskitonetz brauchte... Nach einer halben Stunde hatte ich nicht nur ein neues Moskitonetz sondern auch ein Gitter vor meinem Fenster!

Die Nacht darauf habe ich nicht sonderlich gut geschlafen, bin bei jedem Geraeusch zusammengezuckt. Aber ich stand zum Glueck nur den ersten Tag und die erste Nacht danach unter Schock

Jetzt geht es mir wieder bestens und kann den Alltag wieder geniessen...

Aber wenn es einmal dunkel wird

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Als Nachzuegler noch ein paar Fotos vom wunderbaren Ozi Inn, in dem ich heute mal wieder naechtigen werde, da ich ja morgen und uebermorgen frei habe

Martin

Martin

Renato

Renato

Oh je... zu lange her... Die Namen kommen und gehen... Unglaublich...

Oh je... zu lange her... Die Namen kommen und gehen... Unglaublich...

Haruna an meinem letzten "Festlandbesuch". Hatten zwar nicht viel Zeit, um uns zu treffen, da meine letzte Faehre schon wieder nach 3 Stunden fuhr, aber war trotzdem ein lustiger Tag

Haruna an meinem letzten "Festlandbesuch". Hatten zwar nicht viel Zeit, um uns zu treffen, da meine letzte Faehre schon wieder nach 3 Stunden fuhr, aber war trotzdem ein lustiger Tag

Nunja, das sind dann eben Haruna und ich zusammen

Nunja, das sind dann eben Haruna und ich zusammen

Zurueck zu Rottnest

Zurueck zu Rottnest

Jane und Dave auf dem Weg zu unserem "Glasboot-Ausflug"

Jane und Dave auf dem Weg zu unserem "Glasboot-Ausflug"

Und das ist dann unser Glasboot gewesen, dass vielleicht mit Rueckenwind 3 km/h faehrt

Und das ist dann unser Glasboot gewesen, dass vielleicht mit Rueckenwind 3 km/h faehrt

Jane (ist schon irgendwie ein gemeines Foto)

Jane (ist schon irgendwie ein gemeines Foto)

Und schon wieder Jane

Und schon wieder Jane

Dave

Dave

Nicole beim Tischtennis

Nicole beim Tischtennis

... und jane kann nicht nur Glasboot fahren, nein, sie kann auch Tischtennis spielen  ... und tennis, und schnorcheln, und Fahrrad fahren... Was sie nicht alles kann... Und ich auch  Eigentlich wir alle... Und im Hintergrund links ist sogar mein Zimmer zu sehen  und... nein, ich hoere mal mit den und's jetzt auf

... und jane kann nicht nur Glasboot fahren, nein, sie kann auch Tischtennis spielen ... und tennis, und schnorcheln, und Fahrrad fahren... Was sie nicht alles kann... Und ich auch Eigentlich wir alle... Und im Hintergrund links ist sogar mein Zimmer zu sehen und... nein, ich hoere mal mit den und's jetzt auf

Noel, der Tischtennis-Profi

Noel, der Tischtennis-Profi

Nicole ohne Tischtennisschlaeger

Nicole ohne Tischtennisschlaeger

© Daniela Müller, 2005
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Endlich kann ich (Dani, 21) meine lang ersehnte Reise antreten. Am 12.09.2005 fliege ich nach Bangkok (4 Tage Zwischenstopp, um mir Bangkok ein wenig anzusehen). Danach geht es weiter nach Sydney, wo ich am 17.09.2005 ankommen werde. Von diesem Zeitpunkt an sind eigentlich nur noch die ersten 5 Tage in Sydney geplant. Die restliche Zeit werde ich von der Jobsuche, von meiner Laune und selbstversändlich von dem lieben Geld abhängig machen :-)
Details:
Aufbruch: 12.09.2005
Dauer: 11 Monate
Heimkehr: 28.07.2006
Reiseziele: Thailand
Australien
Der Autor
 
Daniela Müller berichtet seit 19 Jahren auf umdiewelt.
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