Endlich geht es los... 1 Jahr Australien!

Reisezeit: September 2005 - Juli 2006  |  von Daniela Müller

Whitsundays und Fraser Island

Nach drei absolut relaxten Tagen auf dem Segelboot Madison, Herumgeschnorchel im Great Barrier Reef, Herumgedoese am White Heaven Beach (Whitsundays), Geniessen des "Quietschesandes" (der Sand am White Heaven Beach ist so rein, dass er eben wirklich quietscht, wenn man geht! Gibt es nur Whitsundays und Fraser Island), Tragen meines sexy Stinger Suits, Platzangst in der Miniaturkabine bekommen, Diskutiere mit dem alten und viel zu streitsuechtigen Skipper, Herumgedoese auf dem Sonnendeck, Herumgeschwimme mit Riesenfischen und einer Menge anderer Sachen bei den Whitsundays ging es dann am Tag der Rueckkehr nach Airly Beach auch schon gleich weiter nach Rainbow Beach, "Das Tor nach Fraser Island".

Airly Beach ist ein Ort zum "Alt werden"...

Airly Beach ist ein Ort zum "Alt werden"...

White heaven Beach

White heaven Beach

... immer noch White Heaven Beach...

... immer noch White Heaven Beach...

... das auch...

... das auch...

Sexy Stinger Suit!

Sexy Stinger Suit!

... ne Krabbe umzingelt von 6 Maedels, die sie fotografieren wollen (leider hat sie nicht gewunken...)

... ne Krabbe umzingelt von 6 Maedels, die sie fotografieren wollen (leider hat sie nicht gewunken...)

hihi... das ist auch White Heaven Beach...

hihi... das ist auch White Heaven Beach...

Bob, der Riesenfisch (sehr streichelbeduerftig)

Bob, der Riesenfisch (sehr streichelbeduerftig)

Sonnenuntergang beim Duschen

Sonnenuntergang beim Duschen

Jetzt, wo ich Fraser Island ueberlebt habe, bin ich ganz froh, vorher diese relaxten Tage auf den Whitsundays gehabt zu haben. Fraser Island mit einer Truppe von Backpackern und 4 Weel Self Drive ist eben nicht nur absoluter Fun, es ist auch anstrengend, wenn man bedenkt, dass unser Auto nicht nur das meiste Bier an Bord hatte sondern auch eben 11 Backpacker pro Auto, somit insgesamt genug Leute um nach 3 Tagen ein bisschen kaputt zu sein. Jep, habt mal alle bitte ein bisschen Mitleid mit der armen reisenden Backpackerin, die diesen Bericht gerade verfasst

Die Tour fing mit einem Meeting am Vortag im Hostel an. Die Gruppen wurden zusammengestellt, Videos wurden gezeigt (wie man einen Dingo wahrscheinlich eher zum Lachen bringen kann, als dass er dich ignoriert - kreuze einfach nur deine Arme, halte Augenkontakt, gehe langsam zurueck und gucke dabei einfach nur verdammt schockiert, sobald eine Kamera auftaucht; dass Lagerfeuer nicht erlaubt sind; dass du einen Pipipartner zu jeder Tageszeit brauchst, der dich mit nem Stock beschuetzt, etc...

Nach den ersten 2 Minuten auf Fraser Island, hilflos und verlassen, mit Kulleraugen und Krokodilstraenen, wimmernd zurueckblickend auf das Festland....

Nein, ich fang noch mal an... also, von der Faehre gerade herunter, sind wir auch schon nach den ersten 2 Minuten im Sand stecken geblieben... Alle 10 Leute aus dem Auto raus und anschieben helfen... War natuerlich nicht das einzige mal, es war einer von den wichtigsten Tagesordnungspunkten! Wir koennten uns mittlerweile wohl schon als professionelle Wagenschieber bewerben, Ausbildung haben wir bereits hinter uns.

Ein anderer wichtiger Tagesordnungspunkt war: "Das Rennen gegen den Tiedenhub!" Es ist schon beeindruckend, wie schnell das Wasser ansteigen kann und wie schnell doch solche Backpacker ihr Camp in der naechsten Bucht aufschlagen koennen "Fahr schneller, fahr schneller, der Sand wird immer weicher..." "Alle raus, anschieben helfen..." "Nimm die naechste einfahrt, eine weitere schaffen wir nicht mehr, das Wasser kommt..." Es war aber eigentlich alles eher lustig als alles andere

Naja, andere Tagesordnungspunkte auf der TOP 10 Liste waren dann noch so etwas wie Bier trinken, einen Pipi- oder Poo-Partner suchen, frieren, im Auto gegen die Decke fliegen, da wir wie die Irren die Inland Tracks gefahren sind, Auto beschaedigen und wieder versuchen zu richten (Da war am Strand ein Spalt von ca. 1 Meter, alle schreien "Nein, halt an, fahr da nicht runter!", aber nach einem lauten RRRRRRUMMMMMS war es dann auch schon zu spaet, die Hecktuer ging auch erst wieder nach Herumspringen auf der Treppe und Herumgebiege von anderen Autoteilen auf, davor mussten eben 8 Leute von hinten ueber die Vordersitze krabbeln, um in die Freiheit zu gelangen) etc...

Die drei Tage haben sich wirklich gelohnt, allerdings muss man darauf gefasst sein, dass man nicht sehr viel von der Insel sieht, wenn man eine Tour bucht, bei der du ein Auto mit 10 anderen Leuten teilst. Wer es also ruhiger mag, sollte die Finger von Selfdrive auf Fraser Island lassen

Ein anderer kleiner Tipp: Wenn es im Video heisst "keine Feuer" (nur in dafuer vorgesehenen Feuerkreisen auf Campgrounds), heisst es wirklich "keine Feuer". Wir hatten das Glueck, am 1. Abend nach den ersten 15 min vom Ranger erwischt worden zu sein, wie wir ein Lagerfeuer am Strand genossen haben. Waere eigentlich nicht so schlimm gewesen, wenn er uns nicht damit gedroht haette, dass wir pro Person 425 Dollar zahlen muessen, es sei denn, er bekommt genug Bier und Essen am Abend, denn sind es eben nur ca. 20 Dollar pro Person... Ist zwar nicht alles wirklich legal gewesen, aber bevor man 425 Dollar zahlen muss, gibt man dann natuerlich lieber Bier. Nur zu dumm, dass der Ranger sich dabei hat fotografieren lassen, wie er im Dienst (war waehrend des gesamten Abends mit Uniform und Dienstwagen dort) Joints geraucht und Bier getrunken hat. Backpacker sind nun wirklich nicht gerade die Leute, die viel Geld haben... Da sollte man denen wenigstens ihr Bier lassen...

Zurueck in Rainbow Beach sind einige zu so nem Ranger Standort gegangen und haben einen offiziellen Bericht und einige Fotos abgegeben, damit das anderen armen Backpackern nicht mehr passiert... Wie auch immer, ich halt mich da raus. War zwar nicht gerade richtig, was der Ranger gemacht hat, aber ist auch nicht nett, wenn man jemanden evtl. um den Job bringt...

Nach Fraser Island habe ich am naechsten Tag noch eine 4 stuendige Sea Kayaking Tour gemacht, bei denen um die 50 Delfine um uns herum geschwommen sind. Auch wenn ich nach 4 Stunden meine Arme nicht mehr gespuert habe, da es doch schwieriger ist, gegen Wellen und wind zu paddeln, als ich gedacht habe, war es die Bemuehung definitiv wert! Ich habe endlich Delfine gesehen

Proviant fuer Fraser Island

Proviant fuer Fraser Island

Unsere Gruppe

Unsere Gruppe

© Daniela Müller, 2005
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Endlich kann ich (Dani, 21) meine lang ersehnte Reise antreten. Am 12.09.2005 fliege ich nach Bangkok (4 Tage Zwischenstopp, um mir Bangkok ein wenig anzusehen). Danach geht es weiter nach Sydney, wo ich am 17.09.2005 ankommen werde. Von diesem Zeitpunkt an sind eigentlich nur noch die ersten 5 Tage in Sydney geplant. Die restliche Zeit werde ich von der Jobsuche, von meiner Laune und selbstversändlich von dem lieben Geld abhängig machen :-)
Details:
Aufbruch: 12.09.2005
Dauer: 11 Monate
Heimkehr: 28.07.2006
Reiseziele: Thailand
Australien
Der Autor
 
Daniela Müller berichtet seit 19 Jahren auf umdiewelt.
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