Nebensaison Januar/Februar/März in Swakopmund

Reisezeit: Januar - März 2026  |  von Manfred Sürig

willkommene Wetterberuhigug

Eine Windjacke wird von nun an zu meiner ständigen Fahrradausrüstung gehören müssen.
Heute starte ich am besten mit angezogener Jacke Richtung Westen, da stelle ich fest, dass der Fahrtwind sogar etwas von rechts kommt. Die Gelegenheit nutze ich mit einer Kursändeung nach Norden, da müßte es auf der Rückfahrt ja keinen Gegenwind geben dürfen.
Mile 4, eine Siedlung im äußersten Norden von Swakopmund läßt sich da ansteuern, ich erreiche den Stadtrand mit Blick in die Wüste, der Salt Road Richtung Henties Bay (70 km bis dort !) und am Horizont Richtung Küste sehe ich 3 weiße Pyramiden: SALT COMPANY.
Das ist ein mögliches Ziel ! Sogar wieder ohne Jacke am Körper !

Entfernungen sind schlecht abzuschätzen.  Eine "Private Road" führt dorthin. Ob das eine Sackgasse sein wird ?

Entfernungen sind schlecht abzuschätzen. Eine "Private Road" führt dorthin. Ob das eine Sackgasse sein wird ?

fast kein Autoverkehr mehr hier, und auf dem festgefahrenen Salz läßt sich besser radeln als auf der öffentlichen Straße, die auch nur aus Salz besteht, aber auch die Regentage 2025 überstehen mußte.
Diese Tage haben unangenehme Spuren hinterlassen, die einen sehr plötzlich ausbremsen können. Da hatten manche Autos wohl bei Nässe gebremst und geringfügig geschleudert; kommt man mit dem Vorderrad in solche Spuren, muß man gut Balance halten können.
Hinter der SALT COMANY teilen sich die Wege - ohne Wegweiser -ich bleibe auf einem Salt Way gegen den Wind auf die Küste zu.

Man sieht den Küstensaum, hört sogar das Rauschen der Brandung, doch ich komme nicht näher ran, der Weg führt weiter nach Norden - in die Unendlichkeit ?

Man sieht den Küstensaum, hört sogar das Rauschen der Brandung, doch ich komme nicht näher ran, der Weg führt weiter nach Norden - in die Unendlichkeit ?

Da ich nicht sicher bin, ob ich auf dem Rückweg nicht doch wieder gegen den Wind müßte, kehre ich probeweise mal lieber um. Ein Wegweiser nach Henties Bay zeigt noch 54 km dorthin an. Also muß ich ja mindestens 16 km gefahren sein, das sollte reichen !
Die Rückfahrt mit Seitenwind läßt sich gut bewältigen, allerdings kann die Sonnenbrille nicht verhindern, dass mein rechtes Auge tränt, die Nase sogar feucht wird !
Gegen 16 Uhr treffe ich nach der heutigen Rekordleistung von 35 gefahrenen Kilometern (laut Fahrradtacho) wieder am Tor zu meinem Quartier ein.
Als ich in allen meinen Taschen vergeblich nach den Schlüsseln gesucht habe,dämmert es miru hast sie nur in der Hosentasche verstaut gehabt und irgendwo beim Absteigen verloren !
Bleibt nur, die Strecke erneut abfahren und suchen, besonders dort, wo Du mal abgestiegen warst Naxhmittags knallt die Sonne ja nicht mehr so stark, das muß einfach gehen können
Ich strampele noch mal los, so wie ich heute morgen gestartet war. Im ersten kleinen Wüstenabschnitt überholt mich ein Auto auf sandiger Spur.
Wer sitzt drin ? Mein Hauswirt mit einem Schlüsselbund in der Hand !
Kinder aus der Nachbarschaft hatten vor kurzer Zeit bei ihm angerufen, dass sie ein Schlüsselbund am Rand der Wüste gefunden hätten, das müsse zu seinem Zimmer 1 gehören ! Daraufhin hatte er sich sofort ins Auto gesetzt, um mich zu verfolgen und hatte tatsächlich meine Spur gefunden.
Ich bin überglücklich, kann die 2 km, dich ich bis hier hinter mich gebracht hatte, zurückfahren.
Das ist noch mal gzt gegangen, die Kinder müssen einen schönn Finderlohn bekommen !

© Manfred Sürig, 2025
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Schneesturm im Deutschen Norden und 25 Grad in Windhuk/Namibia. Nichts wie weg, wenn man's noch kann. Mit 88 will ich's erneut versuchen! Mal sehen, was sich dort in einem Jahr verändert hat.
Details:
Aufbruch: 13.01.2026
Dauer: 8 Wochen
Heimkehr: 11.03.2026
Reiseziele: Namibia
Live-Reisebericht:
Manfred schreibt diesen Reisebericht live von unterwegs - reise mit!
Der Autor
 
Manfred Sürig berichtet seit 20 Jahren auf umdiewelt.