Nebensaison Januar/Februar/März in Swakopmund
Ziel Spitzkuppe
Ruckfahrtstrecke mit weiteren Attraktionen
das erste Stück zurück nach einer Nacht ohne Regen läßt uns dennoch ahnen, dass hier vor jeder Mulde Quellen sein müssen. Die Bugwellen, mit denen wir unsere Salzbeschichtung gegen eine Süßschlammbeschichtung in braun austauschen, wiederholen sich ziemlich oft.
wir sollten uns Swakopmund etwas nähern
Nach etwa 50 Kilometern erreichen wir die geteerte Nord-Süd Verbindung nach Windhoek im Süden und Otjiwarongo im Norden. Wir können unser Tempo genießen, fahren nun keine Abkürzung nach Kalkfeld im Westen, sondern lieber 30 km Umweg über die bessere Straße nach Norden, um von dort aus nach Südwesten abzubiegen.
Ebenen mit gelegentlichen Haufenbergen drauf
Trockener wird die Gegend etwas, aber ziemlich wenig hügelig mit rechts und links immer wieder pyramidenartigen Bergen, deren Entfernung wir schwer abschätzen können.
Kalkfeld passieren wir in einer Minute, größer ist der Ort nicht, in der nächsten Ortschaft nehmen wir uns eine Mittagspause vor: Omaruru. Unterwegs zweigen zahleiche Schotterpfade mit Eingangspforte zu Lodges oder Campsites ab, in Omaruru sogar zum namibischen Weingut. Wir bevorzugen die geteerte Hauotstraße und finden eine Gaststätte Baujahr 1907.
Ist hier denn ein Restaurant ?
Wir treten ein und stehen in einem Antiquitätenladen. Sind wir hier denn richtig ?
Man bittet und zwei Zimmer weiter nach hinten, dort finden wir Sitzgelegenheiten mit Speisekarte vom Feinsten vor.
Wir können uns in den Schatten mit Blick Richtung Weingut setzen und werden gut bewirtet.
Nach der Pause rollen wir weiter nach Südwesten, da tauchen links wieder schneeweiße Abhänge auf.
Das sollen Marmorwerke sein.
Wird da der härteste Marmor der Welt abgeerntet ?
Und wo wird er verarbeitet, bevor er beispielsweise im Flughafen Frankfurt verlegt wird ?
transportierbare Mamorblöcke
sehen wir anschließend in Karibib hinter einer Absperrung im Industriegelände.
Schwertransporte unterwegs
Nun haben wir die Hauptstraße von Windhuk nach Swakopmund erreicht, ein ganz anderer Stressbereich!
Die Laster in mehreren Kolonnen fahren Tempo 60 und müssen schrittweise überholt werden, überholen sich zeitweise gegenseitig und versperren die Sicht nach vorn.
So etwas sind wir nun gar nicht mehr gewohnt !
Da ist der Abzweig nach 55 Kilometern nach Henties Bay auf eine Schotterstraße fast schon eine Erholung.
Nach weiteren 18 Kilometern biegen wir rechts ab und fahren 36 km auf Berge zu, die ganz anders aussehen als gestern die Wasserberge.
gepresster Wüstensand als Steingebirge !
Auch das werden wir im Atlas Namibia noch durchlesen müssen, wie so etwas möglich sein soll.
Wüstensand, der tief unter die Erde gekommen ist, dort heiß unter Druck geraten ist, anschließend nach weiteren Millionen Jahren nach oben gedrückt und der trockenen Witterung oder dem Eisgang der Antarktis ausgesetzt....... ?
Irgendwo soll es ein Water hole in den Steinen geben, das Regenwasser aufnehmen und ein paar Wochen aufstauen kann.
Wüstenrand heute auf jeden Fall
Wasser wird hier immer knapper. Waschen und Duschen ist nur hinter dem Eingang zum Camping Site möglich. Aber die Nebensaison macht es wieder möglich, dass wir uns unseren Übernachtungsplatz unter fast 50 verschiedenen Stellen mit schattenspendender Stehmöglichkeit und Klo mit Wassserspülung in der Nähe aussuchen können.
Da wäre es unhöflich, uns an einen Ort zu stellen, an dem schon ein Camper steht. Wir fahren kreuz und quer zu immer neuen Ausblicken, bis wir an das Gate kommen, von dem man aus das Lodge aber nicht erreichen darf !
Lodgegäste genießen also noch ein weiteres Revier hier mit getrennter Zufahrt.
Wir nehmen am Ende eine Stelle, von der aus man den nächtlchen Sternenhimmel gut beobachten kann, nur der zunehmende Mond wird etwas stören können.
Riesige Fotoausbeute, die das eigene Erlebnis aber nicht ersetzen kann.
Die Nacht wird sogar so kühl, dass wir uns wieder richtig im Schlafsack verkriechen müssen.
Zwischendurch Besuche draußen, um immer andere Beleuchtungen zu erleben.
Kein Wunder, dass Spitzkoppe trotz mühsamer Zufahrt über lange Strecken eines der begehrtesten Touristenziele ist.
Wir werden auch den morgigen Vormittag noch genießen, nicht nur zum Duschen am Campsite-Eingang.
| Aufbruch: | 13.01.2026 |
| Dauer: | 8 Wochen |
| Heimkehr: | 11.03.2026 |