Nebensaison Januar/Februar/März in Swakopmund

Reisezeit: Januar - März 2026  |  von Manfred Sürig

Reiseabschluß minutengenau, jedoch......

Kleiner Einblick in die Skelettküste

Auf den 70 Kilometern Saltroad bis Swakopmund kann man immer wieder zu Anglerplätzen mit Meilenbezeichnung abbiegen, eine wird gut vermarktet, weil es da ein Wrack ZELIA zu sehen gibt. Auf einer Tafel stehen alle Informationen, die die Touristen interessieren könnten.
Dazu die Historie vieler Strandungen der letzten 20 Jahre.
Kein einziges gestrandetes Schiff konnte geborgen werden.
In der Hauptsaison wimmelt es hier auch von Einheimischen, die Strandgut und Steine zum Verkauf anbieten.
Jetzt stehen die Steine in Selbstbedienung abholbereit mit einem Kästchen zum Bezahlen.

die Zeit langt noch für einen Abstecher nach Walfishbay

...doch nach so vielen Erlebnissen ist die Fahrt auf der Hauptverkehrsstraße dorthin eher nervig und bringt nicht viel Neues.
Den Steg mit einigen Weltumseglern erreichen wir nicht, weil man uns meilenweit vorher zum Parken nötigen möchte.
Ein Abstecher auf immer holprigerer werdender Straße zu den Salzgewinnungsanlagen. Interessant vielleicht, aber so viel Zeit zur Besichtigung haben wir ja nicht mehr.

International Airport Walfishbay

Kurz ein Blick aufs Wattenmeer mit den Pinguinen, dann wählen wir den Rückweg über den "International Airport" über eine Unmenge baubedingter Umleitungen, bei denen wir mal wieder unsere Orientierung verlieren.
Zum Schluß landen wir in einer Sackgasse mit teurem Parkplatz nur für Flugreisende, auf dem gerade mal 4 Autos stehen.
Was ist hier "International" ja, Johannesburg wird angeflogen und dieInsel Helena im Atlantik, auf die seinerzeit Napoleon mal verbannt wurde.
Immerhin lassen sich zwei Flieger kurz vor ihrem Start noch fotografieren, bevor es ganz still wird und man nur Baumaschinen im Wüstenwind hört.

schleunigst auf Rückfahrtkurs nach Swakopmund

Am Ende passieren wir aber einen Wegweiser nach Swakopmund und Henties Bay und geraten auf eine breite Wüstenautobahn ohne viel Verkehr., da können wir 120 km/h halten.
Wir können noch einen Baumtransporter überholen, der eine ausgerupfte Palme an einen neuen Standort bringt.
So knappe Wurzeln sollen da wieder anwachsen ? Das wird wohl nur mit ständiger Wasserzufuhr möglich werden. Ziel ist Henties Bay, wo wohl einige Millionäre Wert auf Schatten legen......

Wir erreichen mittags eine Waschstraße in Swakopmund, die auf das Reinigen von Safariautos spezialisiert sein soll.
Von einem Fischrestaurant aus können wir die Reinigungsspritzereien beobachten und können 20 Minuten später ein äußerlich tadellos gereinigtes Auto zurückbekommen.

Unsere Zeit bis zur Rückgabe 5 km weiter nördlich wird knapp und wegen Umleitungen durch Straßenreparaturen kündigen wir den Vermietern 3 Minuten Verspätung an.
Das Tor steht schon auf, als wir das Ziel erreichen.
Nun kommt die Rückgabe, bei der wir viele Kommentare abgeben, wo das Auto Schwachstellen hatte und was wir an Pannen erleben mußten.
Man nimmt es großzügig zur Kenntnis, das scheint normal zu sein.
Die Abrechnung über unseren hinterlegten Betrag von 55000 N$ wird man ohnehin erst in einigen Tagen machen können, wenn das Auto genau inspiziert worden ist.
Und wir haben unser Tagesdurchschnittslimit von 300 km mit tagesdurchschnittlich 297 Kilometern optimal ausnutzen können !
Die Abrechnung bekommen wir einige Tage später auch, sie erzeugt ein wenig Katerstimmung, denn etwa 350 € wird man einbehalten für Schäden, die wir angerichtet haben sollen.
Wir werden das Gegenteil nicht nachweisen können.
Schäden am luftdichten Verschluß zum Wohnbereich waren uns zu spät aufgefallen, als wir schon unterwegs waren. Das hatte immer wieder zu Staubmengen innenbords geführt, mit denen wir leben mußtebn, die nun aber eine besondere Reinigung erforderten.
So finden wir uns damit ab, dass wir für die 9 Tage nun etwa 2900 € gezahlt haben. Immerhin wurde uns das Motorstottern nicht berechnet.
Dass es Fahrzeuge gibt, die noch besser für Wüstensafaris geeignet sind, wissen wir, was sie kosten mögen, können wir nur ahnen.
Safariprofis leisten sich da den eigenen Transporter, der am besten dann auch ganzjährig ausgenutzt werden muß.
Man muß es sich nur leisten, wenn man es sich leisten kann !

Die Eigner hätten wir gern interviewt.

Die Eigner hätten wir gern interviewt.

...was alles hätte passieren können

Im Industriegebiet von Swakopmund entdecken wir einen Spezialshop für Safarifahrzeugausrüstung.
Dort bewundern wir, was uns im Falle eines Falles alles gefehlt haben würde: Seilwinden motorbetrieben, um Wagen aus dem Dreck zu ziehen, Hydraulische Wagenheber in jeder Größenordnung, Reservekraftstofftanks mit speziellen Außenbefestigungen, Solarpanele für Dachbefestigungen, nachts wegklappbar, Drohnen für das Ausspähen vorausliegernder Autospuren und Geräte, deren Verwendungszwwck wir nicht einmal erkennen können.
Preise stehen nicht dabei.
Aber präzise Landkarten mit Höhenangaben oder gar Warnhinweisen für kritische Wegstrecken suchen wir vergebnens.
So ist dafür gesorgt, dass Namibia ein Land für Abenteurer bleibt !

© Manfred Sürig, 2026
Du bist hier : Startseite Afrika Namibia Reiseabschluß minutengenau, jedoch......
Die Reise
 
Worum geht's?:
Schneesturm im Deutschen Norden und 25 Grad in Windhuk/Namibia. Nichts wie weg, wenn man's noch kann. Mit 88 will ich's erneut versuchen! Mal sehen, was sich dort in einem Jahr verändert hat.
Details:
Aufbruch: 13.01.2026
Dauer: 8 Wochen
Heimkehr: 11.03.2026
Reiseziele: Namibia
Der Autor
 
Manfred Sürig berichtet seit 20 Jahren auf umdiewelt.