Nebensaison Januar/Februar/März in Swakopmund
Pünktliche Rückreise notwendig
Direkt nach Swakopmund oder über Henties Bay ?
38 Kilometer zurück auf die Hauptstraße von Windhuk nach Swakopmund oder 120 Kilometer Schotterweg durch Wüste nach Henties Bay, um von dort die restlichen 70 km bis Swakopmund zu nehmen, das ist unsere Wahl heute.
Dem Stress der Hauptstraße, dazu noch mit dortigen Baustellen wollen wir uns ersparen, nach Henties Bay müßte es ja nur noch geradeaus gehen.
Spitzkoppe im Morgenlicht
alles sieht beim Morgenlicht wieder anders aus.
Zum Schießen spektakulärer Fotos ist die Mitwirkung anderer Touristen recht zweckmäßig: photographieren und sich ablichten lassen auf Gegenseitigkeit. Dabei treffen wir auf Langzeitfahrer quer durch Afrika aus Holland, Rumänien und Südafrika.
Einige haben sogar eine Drohne mit, von der sie Bilder schießen wollen.
Die landet leider an einer Felswand, während wir gerade einen Salamander beobachten in einer Größe zwischen Schlange und Krokodil.
Dieses Vieh krabbelt ausgerechnet an einem schräg abwärts verlaufenden Weg, den ich sicherheitshalber einschlagen will.
Abstieg und Einstieg ins Auto gelungen
Hier müssen wir nicht bis 10 Uhr ausklarieren.
Statt dessen genießen wir noch ein Duschbad, waschen unser Geschirr ab und werden freundlich verabschiedet.
Außerhalb des Camps leben auch noch viele Einheimische in ärmsten Bruchbuden und versuchen, den durchfahrenden Touristen alles zu verkaufen, was die Wüste hier bietet oder was sie hier gebastelt haben.
Eine Unterscheidung, was Verkauf und was Betteln ist, kann man nicht machen.
Wir halten lieber nicht an, um nicht umschwärmt zu werden, sondern steuern die Wüstenpiste an.
Die Küste müßte naher kommen
Hinter jeder neuen Anhöhe der Blick auf eine weitere schnurgerade Piste.
Manchmal ein Kurvenschild, bevor auf einer Anhöhe die Richtung sich geringfügig ändern kann.
Aber wir spüren Gegenwind aus Südwest, der kühler geworden ist !
Dann tauchen neben und Stromleitungen auf, nach 120 Kilometern kommt Zivilisation in Sicht, irgendwelche Industrie bei Henties Bay.
Wir überqueren die Salt Road, die zwischen Swakopmund und der Skelettküste verläuft und wollen Hentiesbay eigentlich nur zum Auftanken besuchen.
Dabei landen wir in umfangreichen Bauvierteln entlang der Küste, alles gepflegt, aber unbewohnt, aber nur manchmal noch zum Kauf angeboten !
Wir parken einfach mal auf einem Privatgrundstück und entdecken eine traumhafte Sandküste mit spektakulärer Brandung, vor allem aber kühlem Seewind !
Ein Mittagsmahl haben wir verdient !
Ins Bauviertel kommen Touristen entweder nicht hin oder sind nicht erwünscht, im Internet finden wir eine Adresse, die uns neugierig macht: Fishy Corner. Google maps führrt uns hin und man bietet uns einen schattigen Platz direkt vor dessen Eingang an.
Im Inneren haben Designer sich ausgelebt und auch berücksichtigt, dass Gäste mit Kindern kommen:
Henties Bay ist noch eine Übernachtung wert
So schön hatten wir Henties Bay bisher auf keinem Besuch entdeckt. Wie schön muß da erst eine Nacht mit Brandungsgeräusch und leichtem Frischwinddurchzug an Bord sein ?
Wir fahren nordwärts durch die Mündung des Flusses ohne Wasser und finden an dessen Mündungsufer ein waagerechtes Plätzchen.
Unser Schatten ist schon recht lang geworden
Seltenes Ereignis: Sonnenuntergang im Meer ohne Nebel oder Wolken !
Einen tolleren Sonnenuntergang an der See hätten wir nicht erleben können: jede 3 Seknden machen wir ein neues Foto, die Sonne blendet uns, bis sie zu drei Viertel verschwunden ist !
Was ist nachts schöner:Schlafen,Sterne beobachten oder in die Brandung stürzen ?
Wir hüllen uns von Anfang an in unsere Schlafsäcke, sogar die Durchlüftung stellen wir kleiner und genießen die Vorfreude aufs Morgenbad in der Brandung
| Aufbruch: | 13.01.2026 |
| Dauer: | 8 Wochen |
| Heimkehr: | 11.03.2026 |