Nebensaison Januar/Februar/März in Swakopmund
Etosha-Pfanne Westtteil
Umwege durch Bauarbeiten
Nach Kontrolle unserer Reisepässe und Erfassen unserer Autonummer bekommen wir eine Bescheinigung, die wir bei allen Campsites unterwegs und bei Ausreise vorzeigen sollen, bezahlt wird später.
Viel Spaß und viele Begegnungen mit allen Tierarten hier wünscht man uns.
Diesen Weg nehmen wir uns für heute vor. Abends könnten wir, wenn nötig, zum Tanken mal nach Süden rausfahren und dort vielleicht auch übernachten.
Ist die Nebensaison nun von Vorteil oder nachteilig ?
ein erster Weg ist gleich gesperrt,wir müssn eine Umleitung nehmen. Die führt zwar auch nach Osten oder Nordosten, aber wo wir sind, läßt sich schon nach den ersten Kurven nicht mehr feststellen. Bitte den Weg nicht verlassen, wurde uns aufgegeben, also nur weiter vorwärts. Da kommt die nächste Umleitung oder nur der Hinweis, wohin wir weiter müssen auf der eingeschlagenen Strecke ?
Die Nebensaison mit wenigen Besuchern wird hier genutzt, um die Wege für die Hauptsaison wieder gut befahrbar zu machen, so lesen wir es im Prospekt, da müssen man u.U. Umwege in Kauf nehmen.
An jeder Wegegabelung finden wir das Schild Umleitung wieder vor, da gibt es also nur diesen einen Weg. Ob der auch an Tieren an Wasserstellen vorbeiführen wird ?
Die Frage stellt sich gar nicht, denn was taucht fast neben uns im Gebüsch auf ?
Ob das ein Gamsbock ist, müssen wir später in einer Bilderliste mit 70 Abbildungen nachsehen und ankreuzen, dass wir so ein Tier gesehen haben !
ein einzelner Elefant so nahe rechts von uns. Er läßt sich nicht aus der Ruhe bringen und verzichtet auf eine Vorfahrt. Nur: Warum ist er ganz allein ohne Herde ?
Ganz allein sind wir nicht hier, Gott sei Dank !
Wir sind bei allen Tieren das einzige Auto und nehmen an, dass das uns diese überraschenden Einblicke verschafft hat.
Wir lassen uns mit Tempo 30 wieder rollen, da werden wir von einem Auto überholt, das uns immer wieder anblinkt und schließlich sich vor uns setzt.
Was ist denn los ?
Euer linker Hinterreifen ist platt, habt Ihr das schon gesehen ?
Vielen Dank für diesen Hinweis !
Aufpumpen mit dem auch vorhandenen Kompressor hat nicht weitergeholfen. der Kompressor wurde heiß und schafft die geforderten 3,5 atü nicht, außerdem sinkt der Druck anschließend gleich wieder ab.
Reifenwechsel fordert die letzte Kraft
Nun sind wir gezwungen, das Auto hinten anzuheben, um den Reifen wechseln zu können gegen einen der beiden Reserveräder am Heck..
Ein Unterlegholz finden wir in einem Schapp achtern neben der Gasflasche, der Wagenheber soll hinter den Fahrersitzen sein.
Alles ist da, muß nur noch eingesetzt werden.
Der Wagenheber hat eine Gabel, in die eine lange Stange gesteckt werden kann, damit man sich nicht unters Auto legen muß, um dort zu kurbeln. Doch gleich beim ersten Versuch biegt die Gabel nach außen auf, beim nächsten Versuch bricht der Mitnehmer an der Stange ab.
Was nun ?
Im Werkzeugkoffer finden wir noch eine Kurbel, mit der man sich aber unters Auto legen muß um mit viel kürzerer Hebelwirkung den Wagenheber betätigen zu können.
Ben kriecht runter und schafft stöhnend gerade mal zwei Umdrehungen.
Das könnte zwar ausreichen, den platten Reifen runterzuziehen, aber der Reservereifen ist aufgeblasen und würde so sich nicht draufschieben lassen.
Also noch mal unters Auto bei steilstehener Sonne und 32 Grad im Schatten !
Er stöhnt noch zweimal mehr, das muß jetzt genügen !
Runter mit dem alten Reifen und her mit dem Reserverad !
so viel Staub am kaputten Reifen seitlch, da muß hier im Etoshapark was Spitzes gelegen haben, über das wir gefahren sind !
Erfolg bei 32 Grad
Ben schafft es auf Anhieb, das Reserverad mit seinen 5 Schraubenlöchern auf die Nabe zu schieben, ich setze die Muttern drauf.
Der Rest ist Routine, nur anschließend wird ein Liter Trinkwasser verschlungen !
Mal sehen, ob wir noch weiteren Tieren begegnen bei Tempo 30 !
vorzeitig im Olifantus Camp übernachten
Gut, dass wir nichts vorbestellt haben. Die Nebensaison machts möglich, dass wir im Olifantus Camp einen Stellplatz zum Selbstaussuchen bekommen. Die Nähe zu den Duschen ist heute das Wichtigste !
Und unser Auto sollte so stehen, dass wir nachts bei geöffneten Fenstern wenigstens etwas Durchzug genießen können.
Von einem Aussichtsstand über einer Wasserstelle können die Gäste 30 verschiedene Tierarten hier beobachten. Wir kommen wohl zu spät, sind aber auch die einzigen Besucher hier.
Nach Sonnenuntergang sehen wir Unmengen grasender Tiere, aber zum Saufen kommt keines in unsere Nähe.
Das Fabenspiel nach Sonnenuntergang, von dem wir 20 Bilder gemacht haben, werden wir nie vergessen !
Schlafen ohne Durchzug kaum möglich
Die Farben am Himmel kann man auch durchs Autofenster stundenlang weiter beobachten- aber Nachtruhe bei über 30 Grad in der Koje, das ginge nur bei Durchzug.
Leider aber ist der Wind total eingeschlafen, die Luft steht und ab und zu hört man das Summen einer Mücke, die ihre Opfer leicht finden kann.
Wie wird das morgen wohl weitergehen ?
| Aufbruch: | 13.01.2026 |
| Dauer: | 8 Wochen |
| Heimkehr: | 11.03.2026 |