Nebensaison Januar/Februar/März in Swakopmund
Etosha-Nationalpark Osttteil
das meistbesuchte Gebiet mit vielen Wasserstellen
In der feuchteren Nebensaison wird empfohlen, sich rechtzeitig zu erkundigen, welche Straßen zu welchen Wasserstellen frei sind und welche Wege gesperrt sind.
Hier ist die beste Stelle, sich zu erkundigen.
Nur ein Weg ist gesperrt, hören wir, Umleitungen sind ausgeschildert. Das hört sich gut an, also starten wir mit nächstem Ziel Etosha Viewpoint, eine Stichstrecke genau nach Norden in das Salz der Pfanne !
von der blauen Grundroute zweigen immer wieder Wege zu Wasserstellen ab, die man aufsuchen könnte. Die Wege dorthin können unteschiedlich weit sein, Straßenqualität gilt es zu erkunden
Etosha Viewpoint
Ein befestigter Weg mit Pfählen auf beiden Seiten, den man nicht verlassen darf. Er endet in einem großen Rund zum Wenden und Parken, mitten in dem Rund ein Salzwassersee. Ist das Wasser nun extra hierher gepumpt oder der Rest vom Regen vorgestern?
Außerhalb der Pfahlbegrenzung eine grauweiße Wattfläche bis scheinbar in die Unendlichkeit und die Sonne sticht von oben.
Wir übersteigen die Pfahlbegrenzung und machen ein paar Schritte ins Salzwatt.. Erst gibt die Oberschicht nur etwas nach, aber bei weiteren Schritten brechen wir wie in einer zu dünnen Eisschicht ein und können die Beine nur mühsam herausziehen. Wir sind in einen Salzsumpf eingebrochen, der wie Kaugummi an unseren Schuhsohlen klebt. Hebt man ein Bein an, versackt das andere noch tiefer!
Bloß schnell zurück auf festeren Boden !
Und dennoch sehen wir Tierspuren, die durch diesen Matsch führen., kilometerweit.
Da scheint alles Oberflächenwasser verdunstet zu sein. Noch mal reingehen, riskieren wir nicht, dennoch ist da ein Tier gewesen, wie man an der Spur erkennen kann.
nach diversen Fahrten mit Bugwelle durch Wassersenken auf unserm Weg sieht unser Auto weißgetüncht aus
Solche Querrinnen sind in der Hauptsaison trocken, jetzt genügt ein Regentag, sie zu füllen. Da braucht man zur Beobachtung von Warzenschweinen nur geradeaus zu fahren !
Tierreichster Abschnitt unserer Fahrtroute
Viele Stichstraßen zu Wasserstellen riskieren wir nicht mehr zu nehmen, nachdem wir immer wieder durch lange Pfützen auf unserem Hauptweg mit hoher Bugwelle gefahren sind und die Spritzer vom Scheibenwischer nur weggewischt werden können, solange Sonne und Fahrtwind die Spritzer noch nicht ausgetrocknet haben.
Autos, die uns überholen oder uns begegnen, sehen genauso aus.
Mitten drin steckenbleiben möchte wohl keiner.
Also streben wir auf den Ausgang zum Park zu.
Da fahren wir in einen Stau von 3 Wagen. Warum ?
Links unter einem Busch sitzt ein Löwe und zeigt sein Gebiß ! Und das einfach am Straßenrand!
Nichts scheint ihn aus der Ruhe zu bringen. Selbst als ihm ein entgegenkommendes Fahrzeug fast über den Schwanz fährt, gähnt er gelangweilt. Aussteigen und Streicheln wollen wir abr trotzdem nicht.
Dieses gewaltige Fort, das heute den Ausgang aus dem Park beherbergt, wurde früher errichtet, um von hier aus Elefanten zu jagen.
Abschiedsmahlzeit im Park
Nach so vielen Erlebnissen gönnen wir uns eine Pause im Restaurant und sind dort die einzigen Gäste.
Ein saftiges Fleischgericht tut uns gut, während es draußen immer finsterer wird. Da kracht es sogar kurz nach einem Blitz und als wir aufs Auto zugehen, fängt es an zu schütten. Da warten wir lieber noch, bis der Schauer unser Auto etwas abgewaschen hat.
Unser Nummernschild ist anschließend wieder lesbar und ich bespritze Windschutzscheibe und Scheinwerfer mit Pfützenwasser.
Frischfleischexport verboten
Beim Auschecken bittet man uns, unseren Kühlschrsank zu öffnen, eine vorgeschriebene Kontrolle. Unser eingeschweißtes Rindersteack aus Südafrika, das wir in Swakopmund nachweislich eingekauft haben, dürfen wir nicht so aus dem Park ausführen.
Entweder vernichten oder braten, nur diese Alternative bietet man uns.
Wir fahren eine Runde, finden einen Grill vor, benutzen aber lieber unseren Gasherd und die Pfanne.. Nach 10 Minuten zeigt sich der Kontrolleur zufrieden, vernichtet die Plastikpackung und gestattet uns, das Steak auf der Pfanne angebraten weiter zu behalten.
Anschließend fahren wir noch 120 km auf einer tadellosen Teerstraße nach Südosten bis Tsuneb.
Dort finden wir mitten im Ort eine grüne Insel, eigens für die Touristen zum Übernachten mit allem Komfort:
Wir wählen einen Stellplatz mit Grill, denn das Steak muß ja zuende gebraten und noch heute verzehrt werden.
| Aufbruch: | 13.01.2026 |
| Dauer: | 8 Wochen |
| Heimkehr: | 11.03.2026 |