Nebensaison Januar/Februar/März in Swakopmund
Was könnte man sonst noch unternehmen ?
die Preise sind explodiert
In den Vorjahren habe ich fast alle hier in der Umgebung angebotenen Tagestouren mitgemacht. Die Motorbootsfahrt von Walfishbay in die vorgelagerte Bucht würde mich zum dritten Male reizen.
2024 hatte ich umgerechnet 110 € dafür bezahlt, 2025 waren mir 184 Euro auf meinem Konto belastet worden., obwohl ich mit 144 € gerechnet hatte.. Jetzt ist der N$ um 5 % teurer geworden, die Inflation soll 4 % betragen haben. Aber angeboten wird die Tour im Internet jetzt für umgerechnet 225 €!
Aufpassen beim Bezahlen !
2025 war der Kassierer zu Beginn der Tour bei strahlender Sonne auf dem Steg mit seiner Bezahlbox von Fahrtteilnehmer zu Fahrtteilnehmer gegangen. Wie hier üblich, zahlt der Tourist nicht bar, sondern mit Visakarte, die in ein kleines Gerät gesteckt oder vorgehalten wird. Der Kassierer hatte den angeblich geschuldeten Betrag eingetippt und mir zur Eingabe meiner PIN vor die Nase gehalten. In dem superhellen Tageslicht konnte ich auf der Bildfläche nichts erkennen, so wie es auch auf dem Handy tagsüber hier ist.
Mir war also nichts anderes übrig geblieben als blindlings meine PIN einzutippen, alles andere lief binnen Sekunden automatisch ab.
Noch am selben Abend konnte ich die Belastung auf meinem Konto auf meinem Handy sehen, auch den ursprünglich vom Verkäufer eingetippten N$-Betrag, der aber etwa 750 N$ höher als der vereinbarte Betrag war.
Ich hatte versucht, dies beim Veranstalter zu reklamieren. Da bekam ich nur die Antwort, das sei durchaus okay, der Kassierer vor Ort kenne die Preise genau, die ja bekanntlich sowieso schwanken könnten.
Beim Bezahlen einer Zeche im Restaurant lief bisher alles sehr korrekt, aber mit eigentlich auch großem Risiko::
Man bekommt die Rechnung präsentiert mit einem Kugelschreiber in der Präsentationsmappe. Mit diesem Kugelscheiber wird man gebeten, der Zeche noch ein Tip (etwa 10 % aufgerundet auf volle 10 N$) hinzuzufügen und den neuen Gesamtbetrag zu errechnen und als Endsumme draufzuschreiben.
Diese Endsumme tippt die Bedienung beim Kassieren mit dem Bank-Einzugsgerät dann ein, hält meine Visakarte davor und -schwupp - schon wird der Betrag vom Konto eingezogen, ohne dass man seine PIN eingeben mußte.
Was so sehr bequem funktioniert, könnte aber mißbraucht werden.
Niemals sollte man deshalb seine Kreditkarte außer Sichtweite aus der Hand geben! !
Könnte man ein Auto mieten ? Eine weitere Rundreise selbst machen ?
Das ist eigentlich das Konzept aller Touristen, die Namibia besuchen, normalerweise aber mindestens zu zweit oder in größeren Gruppen. Allein geht auch, kostet aber das Doppelte. Und bei den Unterkünften ist es genauso.
Für mich also keine Alterntive, wenn ich keinen Mitfahrer/in finde..
Da gibt es zwar Angebote an Einzelreisende, sich einer Gruppe anzuschließen, der Lockpreis bezieht sich auf die volle Gruppe von, sagen wir 8 Leutchen. Kommen keine 8 zustande, wirds teurer, aber anmelden ist erst mal verbindlich, der Endpreis ist "variabel" bis zum Achtfachen......
Unterkünfte gibt es im ganzen Land Tausende, jede bietet sich im Internet an, die Preise schwanken zwischen 600 N$ und 10000 N$ und mehr.
Manche Lodges bieten tollen Komfort und dortige Rundumausflüge, manche auch an Camper, denen geeignete Plätze zur Verfügung gestellt werden, andere wollen keine Camper, auch nicht als Tagesgäste bei sich haben.
Mit Googe Maps kann man stundenlang suchen, eine Beschäftigung besser erst unterwegs !
Bleibt also erstmal tägliches Radeln in und um Swakopmund für mich die beste Beschäftigung !
Grenzen der gesundheitlichen Belastung ?
Vorgestern war ein wenig windiger Tag.
Da setzte ich mich dicht an die Brandung in die Sonne, die leichte Brise war eine angenehme Abkühlung.
Plötzlich knallt ein Brecher vor mir in die Höhe und ich bekam eine Dusche von oben bis unten ! Das Trocknen übernahm da auch die sanfte Brise. Den Rest leistete der Fahrtwind auf dem Rückweg zum Quartier.
Dort angekommen, zog ich mich um und setzte mich in die milden Strahlen der "Abendsonne" etwa ab 17 Uhr, Doch schon nach 10 Minuten hielt ich es dort nicht mehr aus, meine Nase tropfte unentwegt und ich hatte eiskalte Füße.
Ein Blick ins Internet:
Das könnte ein Sonnenstich sein.
Aber meine Reaktionen waren da nicht recht einzuordnen, getrunken hatte ich genug, die Nase tropfte ja auch unentwegt.
Krämpfe beim Festhalten am Fahrradlenker waren mit einer Magnesiumtablette gleich weg gewesen.
Kalte Füße bei 24 Grad im Schatten - eigenartig.
Flachlegen ins Bett mit etwas höherliegenden Oberkörper brachte Erholung.
Vor der Sonne mußte ich mich dann weiter in Acht nehmen., auch gestern und heute noch.
Gelegenheit, mal wieder was in diesen Bericht zu schreiben !
| Aufbruch: | 13.01.2026 |
| Dauer: | 8 Wochen |
| Heimkehr: | 11.03.2026 |