Norwegen - einmal zu den Lofoten
24.06.2026 - Küstenstraße _ Steinkjer nach Bodo
Tag 1
Wir wechseln von der Schnellstraße E6 auf die Küstenstraße R17. Sie ist kurvenreicher und schmaler, dafür kann man auf dieser Strecke die fantastische Fjordlandschaft des Landes bestaunen.
Fährfahrt
Die Fähre bringt uns von Holms nach Vennesund. Die Überfahrt hat ca. 20Minuten gedauert. Mittlerweile haben wir strahlend blauen Himmel.
An Bord der Fähre kommen wir mit einer Frau ins Gespräch, die in Kiel mit dem Fahrrad gestartet ist und bis ans Nordkap radeln will. Ich finde das spannend und bin beeindruckt.
Himmlisch
Nördlich von dem kleinen Ort Vik finden wir einen tollen Stellplatz direkt am Wasser in einer kleinen Bucht. Richtig idylisch!
Ehe wir unser Abendessen unter freiem Himmel bereiten, bummeln wir noch ein wenig am Strand entlang.
Am Stellplatz befindet sich eine Schutzhütte mit großer Feuerschale. Dort lassen wir uns nieder und kommen ins Gespräch mit einem Norweger, der mit seinem PKW allein unterwegs ist.
Tag 2
Als ich früh morgens wach werde, prasselt der Regen auf unseren Bus, es ist windig und draußen ist alles grau in grau. Inzwischen wird es nachts kaum noch dunkel. Einerseits ist es toll, weil man kann scheinbar schier endlos lang akiv sein, aber andererseits beeinträchtigt es meinen Schlaf. Wenn ich früh morgens 4:30Uhr wach werde, schlafe ich garnicht oder nur schwer wieder ein. Heute habe ich mich entschieden einfach diesen Bericht zu schreiben, während Matthias noch schläft.
Torghatten
Ein Berg auf der Insel Torget lockt viele Touristen an. Der Torghatten hat eine geologische Besonderheit. Ein Loch von 35m Höhe und 160m Länge. Entstanden vermutlich durch Auswaschungen durch Meeresbrandung. Über 1100Stufen kann man das Loch auf einer halbstündigen Wanderung erreichen. Wir haben einen Abstecher dorthin gemacht.
Wir hatten Glück, der Regen hat eine Pause eingelegt. Nach durchschreiten des Loches geht es hier wieder abwärts. Der Abstecher hat sich gelohnt.
Fähre von Horn nach Andalsvagen
Die Überfahrt dauerte keine 15Minuten.
Fähre von Forvik nach Tjotta
Die Fähre ist direkt vor unserer Ankunft abgefahren und so müssen wir knapp eine Stunde auf die nächste warten. Daraus ergibt sich eine Kaffee Pause
Tag 3
Gut ausgeschlafen starten wir in diesen Tag. Heute werden wir dreimal eine Fähre benutzen. Die erste geht von Levang nach Nesna.
Entlang der gesamten Küstenstraße sehen wir immer wieder riesige Wasserfälle und reißende Bachläufe.
Riesen Wolkenschwaden ziehen tief ins Tal und machen die Sicht auf die Bergwelt unmöglich. Trotzdem sind wir von der Natur beeindruckt.
Haughland
Haughland ist ein kleines Dorf im Nordland. Es liegt am Festland am Aldersund. Die Küste ist wunderschön anzusehen.
Fähre Kilboghamn nach Jektvik
Nachmittags 14:30Uhr nehmen wir die zweite Fähre. Während der einstündigen Fahrt genießen wir die Landschaft im Fjord.
Angskordet nach Esoy
Die dritte und letzte Fahrt für heute.
Als wir am Campingplatz in Esoy ankommen regnet es
Tag 4 - Svartisen Gletscher
Svartisen (norwegisch für „das Schwarzeis“) ist mit 370 km² der zweitgrößte Gletscher Norwegens. Er liegt im Nordland, knapp oberhalb des Polarkreises. Er hat insgesamt 60 Gletscherarme. Wir haben uns einen davon heute aus der Nähe angeschaut.
Mit der Fähre ging es zum Ausgangspunkt einer Wanderung zum Gletscher. An so einem Punkt ist man nicht allein unterwegs. Aber nach wenigen Minuten hatte es sich bereits gut verteilt.
Nach einer Stunde Fahrt wählen wir diesen bezaubernden Ort für den Abend und die Nacht. Links eine Bucht mit Sandstrand, rechts ein kleiner Fischerhafen.
Während ich diese Zeilen schreibe und die Sonne genieße, höre ich das Rauschen des Meeres und das krächzen der Möwen. Ansonsten Stille. Einfach herrlich!
Tag 5
Die letzte Etappe bis auf die Lofoten liegt nun vor uns. Heute Abend setzen wir mit der Fähre von Bodo über nach Moskenes.
Mitten auf dieser kleinen Steininsel wurden Nisthilfen aufgestellt. Kleine Kisten auf einem Pfahl befestigt.
Um 19:45Uhr legt die Fähre ab. Wir verlassen die Küstenstraße. Es hat sich gelohnt diese Route zu wählen. Die Natur überrascht einen immer wieder aufs Neue mit gigantischen Bergen, idylischen Fjordlandschaften, verträumten Seen, rauschenden Bächen und herabstürzenden Wasserfällen und kleinen Häfen mit den typischen roten Bootshäusern. Dazwischen kleine Orte und einsam gelegene Gehöfte. Mit meinen Fotos werde ich alldem keinesfalls gerecht. Man muss es mit eigenen Augen gesehen haben. Wir sind nun gespannt auf die Lofoten
Bis die Tage in diesem Bericht ...
| Aufbruch: | 14.06.2026 |
| Dauer: | 6 Wochen |
| Heimkehr: | 25.07.2026 |
Live-Reisebericht: