Norwegen - einmal zu den Lofoten
10.07.2026 - Stekkenjokk
Unser nächstes Ziel ist Stekenjokk, eine Hochebende an der Grenze zu Norwegen. Wir fahren über Slagnäs, Sorsele und Storuman. Kurz vor Vilhelmina wechseln wir auf die AC1067, eine etwas kleinere Straße.
Wälder, Seen und Sumpf
Die Straße E45 hat uns wieder. Wir fahren stundenlang durch bewaldetes Gebiet. Dazwischen Seen und Sumpf. Einerseits sehr monoton und zugleich überwältigend wie schier endlos die bewaldete Fläche erscheint.
Wir sehen unzählige, scheinbar unberührte Seen inmitten der Wälder. Abgesehen von ein paar winzig kleinen Ortschaften ist die Gegend sehr dünn besiedelt.
Wir haben die E45 inzwischen verlassen. Hier, in der Nähe von Rönnäs verbringen wir den Rest des Tages - am Malgomaj See
Tag 2
Nach einer guten Nacht setzen wir die Fahrt zum Hochplateau fort. Ungefähr 150km liegen noch vor uns, das ist entspannt.
Wir wollen diese Schleife fahren, weil es dort eine beeindruckende Landschaft zu sehen geben soll. Die Straße wird Vildmarksvägen genannt.
Stekenjokk
Das heutige Ziel ist das Stekenjokk Plateau auf einer Höhe von 876m. Um den 6.Juni wird die höchstgelegene, asphaltierte Straße Schwedens geöffnet. In der Regel ist sie bis Mitte Oktober befahrbar, ehe wieder starker Schneefall zurück kehrt. Das Plateau ist eine karge Landschaft, in der Rentiere frei über die Tundra ziehen. Der Name " Stihken" bedeutet in der Sprache der Samen "Ort an dem Rentiere bleiben". Dieses Gebiet zeigt eine arktische Vegetation, die sonst nirgendwo in Südskandinavien zu finden ist.
Doch zunächst fahren wir weiter durch bewaldetes Gebiet. Am Straßenrand blühen wunderschön die Lupinen.
Wasserfälle bei Saxnäs
Kurz vor dem kleinen Ort Saxnäs gibt es gleich zwei reißende Wildbäche zu sehen.
Marsliden
Um diesen Ort zu erreichen muss man einen Abstecher von knapp 10km über eine Schotterpiste in Kauf nehmen. Dafür ist man hier auch fast allein unterwegs.
Wir kommen mit dem freundlichen Besitzer ins Gespräch. Er berichtet von den strengen Wintermonaten mit bis zu -40Grad und das sich der Klimawandel bemerkbar macht. So habe sich die Vegetationsphase verlängert und die Baumgrenze verschiebt sich nach oben. Auch sei der letzte Sommer ausergewöhnlich warm gewesen.
Die Häuser liegen so weit auseinander, da macht man es dem Postboten auf diese Weise etwas leichter.
Elch in Sicht
Auf der Weiterfahrt haben wir am Waldrand eine Elchkuh entdeckt. Leider hat sie uns auch bemerkt und ist sofort im Dickicht des Waldes verschwunden. Wir freuen uns trotzdem
Fatmomakke
Dieses Kirchendorf ist ein lebendiges Museum. Hier treffen sich die Samen seit je her zu Hochzeiten, Taufen und bei Todesfällen. Auch Midsommer wird hier gefeiert.
Stekenjokk
Gegen 15Uhr kommen wir auf der Hochebene an. Es ist bei 12Grad und Wind ziemlich kalt. Aber die Landschaft zieht uns in ihren Bann und so beschließen wir eine kleine Wanderung zur Wetterstation zu machen.
Bergbau
In diesem einzigartigen Gebiet wurde von 1976 bis 1988 Bergbau betrieben. In der Zeit wurden 7,1 Millionen Tonnen Erz abgebaut. Allmählich erholt sich die Natur etwas davon. Doch leider denkt die schwedische Regierung nun darüber nach den Bergbau ab 2030 wieder aufzunehmen
Auf diesen Parkplatz darf man 24Stunden stehen und somit verbringen wir die nächste Nacht hier Allerdings soll es mit 2Grad sehr kalt werden.
Guten Morgen Welt
Herrlich, an so einem atemberaubend schönen Ort inmitten der Natur wach zu werden. Die Luft ist klar, der Wind ist kalt und gleichzeitig wärmt einen die Sonne.
Wir haben wieder einen schönen Platz gefunden, um die Stunden am Nachmittag am Waaser zu genießen. Hier bleiben wir auch über Nacht.
Bis die Tage in diesem Bericht -
| Aufbruch: | 14.06.2026 |
| Dauer: | 6 Wochen |
| Heimkehr: | 25.07.2026 |
Live-Reisebericht: