Bis nach Südamerika und noch viel weiter.... :-)

Reisezeit: Juni 2011 - Juni 2013  |  von Matthias Juranitsch

Galapagos Inseln: Isla Isabela

Puerto Villamil

Puerto Villamil

Villamil Beach

Villamil Beach

TAG 7 - 25.07.2011

Am nächsten Morgen nach einer mehr als anstrengenden Nacht erreichten wir Isla Isabella. Für mich persönlich war diese Insel die unspektakulärste auch wenn der Strand von Puerto Villamil wunderschön ist. Die Insel ist aber auch mehr für das Landesinnere bekannt und beliebt - leider war aber kein Trek zu einem der Vulkane geplant, vielmehr war der Plan endlich Flamingos und Pinguine zu sehen und die Riesenschildkröten-Aufzuchtstation zu besuchen. Nachdem ich aber schon mehrmals Riesenschildkröten gesehen hatte war der Besuch der Aufzuchtstation nichts Besonderes mehr (super interessant und niedliche Schildkröten zu sehen, aber halt nichts "überraschend Neues" mehr). In einer landschaftlich nicht besonders schönen Lagune sahen wir dann endlich einige wenige Flamingos - die Begeisterung hielt sich bei uns allen in Grenzen,.....tuntige rosa Vögel die mit ihrem Kopf ständig unter Wasser stecken ....naja,......es kann aber natürlich auch sein, dass sich an diesem Tag einfach die Strapazen der letzten Nächte zeigten und dadurch die Begeisterung ein wenig gedämmt war.

na endlich,...Flamingos

na endlich,...Flamingos

Flamingos sind entweder weiß oder rosa. Je mehr Schrimps sie essen desto mehr geht ihre Farbe in Richtung rosa - umgekehrt: je mehr Krabben desto weißer.

In der Aufzuchtstation sahen wir jede Menge Riesenschildkröten unterschiedlichen Alters. Der Panzer der Riesenschildkröten ist übrigens ein Teil der Wirbelsäule und wächst dementsprechend immer mit (mann kann wie bei Bäumen Jahresringe nachzählen). Riesenschildkröten können also nicht so einfach ihren Panzer verlassen,.....also lebendig nicht,...tot schon .

Den Namen "Galapagos" verdanken die Inseln übrigens diesen Riesenschildkröten. Als nämlich der zuvor schon mal erwähnte Tomas de Berlanga auf den Inseln landete sah er als erstes die Schildkröten. In Spanien gibt es eine Reitsattelart mit der Bezeichnung "Galapago". Da Berlanga nun die Form der Schildkrötenpanzer sehr an diese Reitsattel erinnerte, bezeichnete er die Schildkröten kurzerhand als "Galapagos", teilte das auch so dem König mit und so war es dann auch naheliegend die Inseln dementsprechend zu benennen.

Riesenschildkrötenbabys,....noch gar nicht sooo rießig....

Riesenschildkrötenbabys,....noch gar nicht sooo rießig....

Die weiteren Stunden verbrachten wir im kleinen sehr netten Städtchen Puerto Villamil, welches, wie schon erwähnt, einen wunderschönen Strand besitzt.

Strand von Puerto Villamil

Strand von Puerto Villamil

Streets of Villamil

Streets of Villamil

Nach dem Mittagessen besuchten wir eine Puerto Villamil vorgelagerte kleine Insel. Die Insel wies ein extremes Aussehen auf - schroffe schwarze Vulkansteine durchzogen von grünen Mangrovenbäumen. Wiederum fühlte man sich in ein anderes Zeitalter zurückversetzt.

Mangroven zwischen Vulkangestein....

Mangroven zwischen Vulkangestein....

Lava Lizard (Weibchen sind rötlich)

Lava Lizard (Weibchen sind rötlich)

Interessantes erfuhren wir über die hier überall zu findenden Riesenkrebse. Als Kinder noch schwarz erhalten sie ihre rote Farbe im ausgewachsenen Stadium aufgrund ihrer Nahrung. Lustig zu beobachten ist auch, dass diese Krebse von Stein zu Stein springen (!) können - ungut jedoch wenn sie in die eigene Richtung springen, da sieht man dann schon mal quickende Touristen aufgescheucht aufspringen.

Eine Eigenart weisen die Krebse bei ihrem Paarungsverhalten auf......so fressen sie sich während des Paarungsaktes gerne mal gegenseitig auf,....also "Zum Fressen gerne" hat bei ihnen eine ganz andere Bedeutung. Nachdem das jetzt ja nicht jederManns Sache ist hält das Männchen während der Paasrung als Abwehrhaltung ständig die Schere vors Auge des Weibchens (um im Ernstfall dem störrischen Weib das Weiße aus dem Auge zu kratzen ) und versucht mit den Beinen das Weibchen auf Abstand zu halten um zu vermeiden gefressen zu werden,....dabei gehen dann allerdings schon mal ein oder zwei Beine verloren,....oder,.... ist das Männchen für das Liebesspiel zu schwach, geht er dabei drauf,......(k)ein schöner Tod

Die Beine wachsen zum Glück nach einiger Zeit wieder nach,....Tod,...hmmm,...ja das ist dann Pech.

Pinguinkolonie vor Puerto Villamil

Pinguinkolonie vor Puerto Villamil

In einem kleinen Graben der die Insel durchzieht und mit dem Meer verbunden ist schlafen sich bei Zeiten die Haie aus und so kann man direkt vom Gehweg in nicht mal 3 Meter Entfernung Haie bewundern. An den Flanken des Grabens tummeln sich unzählige kleine faule Marine Iguanas, denen es nichts auszumachen scheint, dass nur einige Meter unter ihnen im Wasser der Feind lauert.

schlafende Haie

schlafende Haie

......kleiner fauler Marine Iguana...

......kleiner fauler Marine Iguana...

Bevor es abends dann Richtung Isla Sant Cruz gehen sollte (unserer letzten Station) gingen wir fast schon obligatorisch schnorcheln.....
...dabei gabs anfänglich nicht so viel Neues zu sehen, denn die im Graben der Insel schlafenden Haie waren längs verschwunden,...aber dann gab es doch noch ein kleines Highlight....eine Art Kugelfisch, der sich gleich mal groß aufplusterte als wir ihm zu nahe kamen.

........wenn ich gaaanz tief einatme und die Luft anhalte seh ich aus wie eine Kugel.....

........wenn ich gaaanz tief einatme und die Luft anhalte seh ich aus wie eine Kugel.....

Zurück an Bord tranken wir unseren bereits erwähnten einzigen Cuba Libre und schipperten Richtung Isla Santa Cruz. Selene und Vincent aus der französichen Schweiz sollten noch weitere 3 Tage an Bord bleiben, denn sie hatten sich für eine 8-tägige-Tour entschieden. Der Rest von uns sollte jedoch die Sulidae verlassen und nur ich hatte geplant noch einige Tage auf Santa Cruz zu verweilen.

In dieser Nacht war der Seegang am schrecklichsten auf der ganzen Tour,.....ich bin mir sicher, dass meine darauffolgende Landkrankheit vor allem auf diese schaukelige Nacht zurückzuführen ist.

Sulidae-Tour-Gruppe

Sulidae-Tour-Gruppe

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Die Reise
 
Worum geht's?:
Ab Juni 2011 geht es einmal um die Welt,...so ist zumindest der Plan,…wie lange es tatsächlich dauert und wo es dann überall hingeht wird sich noch zeigen... Dieser Blog ist für alle, die wissen wollen wo auf der Welt ich mich gerade rumtreibe und was ich dort so erlebe. Das erste Jahr in Südamerika ist leider schon vorüber,...aber im Herbst geht's sofern alles klappt weiter in Richtung Asien und Ozeanien ,-) Freu mich natürlich über Nachrichten im Guestbook. Viel Spass beim „Mitreisen“!
Details:
Aufbruch: 15.06.2011
Dauer: 24 Monate
Heimkehr: Juni 2013
Reiseziele: Ecuador
Cotopaxi
Peru
Bolivien
Chile
Argentinien
Paraguay
Uruguay
Brasilien
Österreich
Der Autor
 
Matthias Juranitsch berichtet seit 10 Jahren auf umdiewelt.
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