Bis nach Südamerika und noch viel weiter.... :-)

Reisezeit: Juni 2011 - Juni 2013  |  von Matthias Juranitsch

Patagonien & Tierra del Fuego: Punta Arenas & Ushuaia - am Ende der Welt

04.03.2012 bis 16.03.2012

Hola Companeros de viaje

First Sergeant Ran und ich nahmen also den rund dreistündigen Bus nach Punta Arenas. Diese an der Magelanstraße gelegene Stadt liegt im südlichsten Zipfel von Chile, in Südpatagonien. Mit ihren rd. 120.000 Einwohnern kann sie sich als südlichste Großstadt der Welt bezeichnen. Wirklich viel an Sehenswürdigkeiten und Outdoormöglichkeiten hat die Stadt leider nicht zu bieten, ist aber aufgrund der Lage und der Architektur ein nettes kleines Städtchen in dem man es schon mal einige Tage aushalten kann. Touristen kommen in erster Linie wegen der rund zwei Stunden vor der Stadt gelegenen Isla Magdalena. Zur Paarungszeit tummeln sich auf dieser Insel rund 150.000 Magellanpinguine.

südlichste Großstadt der Welt - Punta Arenas

südlichste Großstadt der Welt - Punta Arenas

Nach kurzen Besuchen der städtischen Museen und des architektonisch sehr beeindruckenden Friedhofs, bestiegen Ran und ich eines Morgens die Fähre zur Isla Magdalena.

First Dergeant Ran & ich

First Dergeant Ran & ich

ups!.....

ups!.....

Isla Magdalena

Isla Magdalena

Auf der rund zweistündigen Fährfahrt erhält man jede Menge Informationen zu den Magellanpinguine. So erfuhren wir, dass zum Beginn der Paarungszeit zunächst nur die Männchen zur Insel kommen. Am felsigen Strand der Insel gelandet, geht es sogleich ans Nestbauen. Alt eingesessen Pinguine streiten sich mit jungen Neuankömmlingen um die besten Immobilien mit Meerblick. Dann kommt erst mal der Frühjahrsputz und die Villa wird für die zwei Wochen danach eintreffenden Weibchen schön hergerichtet,....man(n) will der Frau ja schließlich was bieten. Wenn die Weibchen kommen herrscht große Aufregung,... machomäßiges Balzverhalten und Revierkämpfe, doch schließlich findet fast jeder Topf seinen Deckel.

A sooo a schenes Paar!

A sooo a schenes Paar!

Der Leuchtturm von Isla Magdalena

Der Leuchtturm von Isla Magdalena

Da dieser Blog ja Jugendfrei ist, erklär ich das mit der Paarungszeit mal so: Wenn sich zwei Pinguine ganz toll lieb haben,...also so richtig toll,...dann,...hmm,...wie erklärt man das,.... dann verbringen Männchen und Weibchen einige Stunden alleine und schließlich legt das Weibchen ein Ei... aus dem dann einige Wochen später ein hässlicher grauer Babypinguin schlüpft. Die Babypinguine werden dann noch einige Wochen gefüttert ehe sie ins kalte Wasser geworfen werden und das Fischen selbst erlernen. Einmal das Fischerhandwerk erlernt, verlassen die Jungtiere als erstes und alleine die Insel und begeben sich in den hohen Norden in wärmere Regionen,.... hach,...sie werden ja so schnell groß die Kleinen.

Pinguine

Pinguine

Fährankunft auf der Isla Magdalena,...von Pinguinen umzingelt

Fährankunft auf der Isla Magdalena,...von Pinguinen umzingelt

Nach und nach verlassen schließlich alle Pinguine die Insel,... und begeben sich an die wärmeren Küsten Argentiniens, Brasiliens usw..
Im darauffolgenden Jahr kommen sie alle wieder,... Männchen, Weibchen und Jungtiere,... aber erst wenn die männlichen Jungtiere drei Jahre alt sind, sich ihre Hörner abgestoßen haben und die infantile Phase hinter sich gelassen haben, sind sie bereit sesshaft zu werden und nehmen am Paarungszyklus teil.

Blick über die Insel vom Leuchtturm aus

Blick über die Insel vom Leuchtturm aus

Der Magellanpinguine (oder Spheniscus magellanicus, wie wir Lateiner zu sagen pflegen ) gehört der Gattung der Brillenpinguine an,...was auch immer das heißen mag . Mit gerade mal 70 cm ist er recht klein, wiegt auch nur rund vier Kilo und hat keine gelborangen Federn wie etwa der Königspinguin,... also schwarzer Kopf, schwarze Flügel, weißer Bauch.

Der Magellanpinguin,... klein, dick, schwarz-weiß

Der Magellanpinguin,... klein, dick, schwarz-weiß

Als wir nach der Fährfahrt die Pinguinkolonie auf der Isla Magdalena betraten, waren wir sofort von zig uns scheel musternden Pinguinen umzingelt. Diese Pinguine sind neugierig, aber auch ein bisschen scheu,... kommen mal näher ran um zu sehen um was es sich bei diesen komischen Vögel auf zwei Beinen handelt,.... kommt man dann allerdings zu nahe an einen Pinguin ran, dann kann es schon mal sein, dass er zuschnappt,... als süßes Haustier für Kinder also gänzlich ungeeignet.

Der Blick über die Insel

Der Blick über die Insel

Da unser Besuch in den März viel, kamen wir quasi am Ende der Paarungszeit und die meisten Pinguine hatten die Insel schon verlassen. Jungtiere waren leider keine mehr zu sehen. Trotzdem wimmelte es auf der Insel noch immer von ungefähr 75.000 Pinguinen,...also schon eine ganze Menge.

Pinguine wohin das Auge reicht

Pinguine wohin das Auge reicht

Um die Pinguine nicht zu stören, darf man nur auf leicht eingezäunten Wegen die Insel erkunden. Die Zäune sind den Pinguinen selbst aber vollkommen egal und so kreuzten mehrmals dahinwatschelnde Pinguine unseren Weg,... beäugten uns,... und watschelten weiter.

"Männer!.... in Formation bleiben! Links, zwo, drei, vier!"

"Männer!.... in Formation bleiben! Links, zwo, drei, vier!"

unter Pinguinen,....geniales Erlebnis

unter Pinguinen,....geniales Erlebnis

Wer nun den Film "Happy Feet" gesehen hat, muss ja glauben der Gesang des Pinguins gleicht dem einer Nachtigall,... denkste,.... das Gegröle gleicht eher einem verrosteten Nebelhorn auf einem schrottreifen russischen Öltanker. "Tröööööööööööööööööööt!"

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Der Besuch der Insel war trotz der geringeren Zahl an Pinguinen richtig genial. Man wandert die Insel entlang, hoch zum Leuchtturm der Insel,... am Weg oder am Wegrand tummeln sich kleine dicke Pinguine,... allein,... zu zweit oder in kleineren Gruppen. Ab und an fangen sie zu trööööten an oder sie sitzen nur unbeteiligt und gänzlich unbeeindruckt da. Andere wieder versperren einem halb den Weg,... da hieß es dann, sich in weitem Bogen an den Zaun gepresst vorbeizuzwängen.

"Ok,...Leute,...die Touristen kommen,...."

"Ok,...Leute,...die Touristen kommen,...."

Als wir an Land gingen, kam eine gewisse Unruhe und Neugier bei den Vögeln auf. Dieses Verhalten wirkte auf uns aber fast irgendwie "organisiert",....und so stellten wir uns vor, was sich hier in dieser Pinguinkolonie tatsächlich abspielt. Die meisten Menschen glauben nur das der Pinguin nicht die nötige Intelligenz besitzt,... in Wirklichkeit is der Pinguin jedoch (zumindest in unserer Fantasie) hoch intelligent, und gut organisiert. Er arbeitet im Gegenzug für Fischereirechte mit geheimen Regierungsbehörden weltweit zusammen und präsentiert sich dem Rest der Menschheit als trööööötende uninteligente Spezies,.... Was sich also kurz vor jedem Touristenansturm tatsächlich abspielt, ist Folgendes:

Von weitem sieht der tourismusbeauftragte Pinguin die Menschen an Land gehen und ruft zur Ordnung. "Ok,...Pinguine?... Ihr kennt das Prozedere! Wir wollen den Menschen eine gute Show bieten! Lieb dreinschaun,... herumwatscheln wie wir es geprobt haben. Wenn das nicht reicht trööten wir ein bisschen,... Gonzales du gibst wie immer den Ton vor! ...aja,..und Rodrigo,...kratz dich nicht wieder mit dem Schnabel am Hinterteil,...das kam letztes Mal nicht so gut an! Fertig,.... ok,... let the Show begin,... Tröööööt!"

.....ok,...vielleicht ging da auch ein wenig unsere Fantasie mit uns durch,....aber die Vorstellung fanden wir amüsant

Von den Pinguinen schwerst begeistert ging es dann am Nachmittag leider schon wieder zurück nach Punta Arenas. Von so vielen Pinguinen umzingelt zu sein wahr schon ein geniales Erlebnis auf meiner Reise und gehört sicherlich zu den Highlights.

...auch Pinguine mögen Sonnenuntergänge...

...auch Pinguine mögen Sonnenuntergänge...

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Den süßesten Pinguin trafen wir aber erst im Hafen von Punta Arenas. Zwischen Autos und jede Menge Touristen watschelte bei unserer Ankunft ein kleiner Pinguin alleine, ganz verloren umher. Man weiß ja nicht woran er wirklich dachte, aber er hatte den Blick eines verstörten Touristen aus irgendeiner ländlichen 200 Seelen Gemeinde, wie er zum ersten Mal, nicht wissend wo hin gehend, in den Straßen von New York herumirrt.
"Tröööööööt!!!" (Ich hab mir die Isla Magdalena anders vorgestellt,.... hmmmm,.... ich glaub ich bin da falsch!)
"Trööööööt!!!" (aber mein Navigationssystem meinte doch - Magelanstraße in Richtung Süden, dann rechts und an der zweiten Koralle links halten,...oder war es an der dritten Koralle?,...verdammt wo bin ich hier?!?)
"Tröötrööt?" (ähm,...Entschuldigung,... Du mir helfen können? Isla Magdalena? Wo?)....
"Trööööt!"

...ähm, entschuldigung,...können sie mir sagen wo hier zur Isla Magdalena geht?

...ähm, entschuldigung,...können sie mir sagen wo hier zur Isla Magdalena geht?

Wir beobachteten den kleinen Racker noch eine Weile. Er watschelte richtig putzig, aber gänzlich verwirrt durch den Hafen von Punta Arenas. Bestaunte die grooooooßen Schiffe die da vor Anker lagen mit weit aufgerissenen Knopfaugen . Schließlich wackelte er an die Kaimauer,... überlegte noch ein wenig hin und her und ließ sich schließlich mehrere Meter tief in die Brandung plumpsen. Ob er die Isla Magdalena erreicht hat,...das wissen wir leider nicht.

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Tags darauf besuchten wir die uns empfohlene Zona Franca - also die Duty Free Zone. Man kann dort zu günstigeren Preisen Campingzubehör (hatte ich aber schon), Computer (hatte ich ja auch einen) und Flat-TV-Screens kaufen,....aber was soll ich mit einem Flatscreen im Rucksack,...der is ja jetzt schon zu schwer. Wenig beeindruckt vom Warenangebot (wir dachten man könne sich dort auch recht günstig einkleiden, war aber nicht so) verließen wir die Zona Franca und bereiteten uns auf unser Feuerlandabenteuer vor.

Warum "Abenteuer"? Wir hatten beschlossen den südlichsten Zipfel des Kontinents - Ushuaia - mittels Autostop zu erreichen. Alone,...on the road!, Wind und Wetter nicht fürchtend,.... Straßenstaub an unserer Kleidung,.... mit Truckern hinunter in den Süden.

Wir studierten also die Landkarten und fanden schnell heraus, dass es eigentlich eh nur einen Weg nach Ushuaia gibt...rund 600 Kilometer durch menschenverlassene Ebene,....zwei Städte und drei Dörfer am Weg. Der Weg nach Feuerland, oder Tierra de la Fuego, führt über eine kleine Fähre die von Punta Delgada übersetzt. Unser erstes Ziel also Punta Delgada. Geschlagene 3 Stunden nahm uns keines der Autos, die Punta Arenas verließen, mit. Eigenartig war jedoch, dass die Autofahrer herzhaft über unser selbst gebasteltes Punta Delgada Schild lachten... ?

Daumen raus!....next stop: Punta Delgada

Daumen raus!....next stop: Punta Delgada

unendliche Weiten

unendliche Weiten

Die Autofahrer hier sind richtig freundlich und deuten einem, wild mit den Händen herumfuchtelnd, warum sie einen nicht mitnehmen. Manche biegen gleich links ab, manche gleich nach rechts in den verschlafenen Vorort Rio Secco. Hätten wir länger gewartet, wären wir vermutlich nach Rio Secco getrampt,....denn so viele Autos bogen in diesen kleinen Vorort ab, dass uns der Gedanke kam,..."Da muss die Post abgehn!"

Das beste Handzeichen warf uns aber ein Trucker mit einem Tankwagen zu. Die Hände zu Fäusten, in die Höhe, eine Explosion darstellend. Ich weiß auch nicht was sich der dachte,... ist jeder Tankwagen dazu verdammt in die Luft zu fliegen wenn er Hitchhiker mitnimmt?

Uns nahm dann schließlich doch ein Pärchen auf den halben Weg nach Punta Delgada mit. Im Nirgendwo stoppten wir dann weiter. Seht euch einfach die Fotos an,.... wir standen dort an der Straße längere Zeit ehe wir mitgenommen wurden. In diesen Stunden kamen geschätzte vier Autos vorbei. Absolute Einöde,...absolute Einsamkeit!

...wie soll man Autostoppen, wenn keine Autos zum Stoppen vorbeikommen...?

...wie soll man Autostoppen, wenn keine Autos zum Stoppen vorbeikommen...?

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Schließlich erreichten wir das auf der Straßenkarte groß eingezeichnete Punta Delgada,... und nun wussten wir warum alle Autofahrer so herzlich lachten. Punta Delgada ist nicht groß,...es ist nicht mal klein,...den diese Bezeichnung wäre noch nicht ausreichend. Punta Delgada ist zwei Häuser Eines ist das Büro der Fähre, das andere ein geschlossenes Hostel mit kleiner "Cafeteria". Also nicht unbedingt der Ort in Südamerika den man gesehen haben muss

Punta Delgada,...Metropole, Touristenmagnet,...

Punta Delgada,...Metropole, Touristenmagnet,...

...die Fähre nach Feuerland

...die Fähre nach Feuerland

Mit der Fähre setzten wir nach Feuerland über. Sahen im Wasser Delphine neben der Fähre aus dem Wasser tauchen und uns folgen. Auf Feuerland autostoppten wir dann weiter.

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nein das sind keine Orcas,...uns wurde gesagt, dass is eine Delphinart...

nein das sind keine Orcas,...uns wurde gesagt, dass is eine Delphinart...

Es dauerte bis zum Abend ehe uns der Trucker Fernando mitnahm. Der chilenische Teil von Feuerland besitzt eine asphaltierte Straße,....aber nur bis zum letzten chilenischen Dorf. Danach geht es 105 Kilometer bis zur Argentinischen Grenze auf einer seeeeehr ruckeligen Schotter-Staub-Straße. 105 Kilometer - 4 Stunden dahingeruckel,...schneller geht's nicht. Die Landschaft eintönig, flach, menschenverlassen. Weite Wiesen, schön aber auch trostlos. Ab und an mal ein Guanaco am Straßenrand,...sowas wie ein Lama.

..die Küste von Feuerland

..die Küste von Feuerland

Im Truck mit Fernando

Im Truck mit Fernando

Um drei Uhr früh teilte uns Fernando mit, dass er nun für 3 Stunden Schlaf bräuchte und warf uns aus der Fahrerkabine. Da es ein wenig regnete beschlossen wir, unser "Camp" mit Isomatte und Schlafsack unter dem Truck aufzuschlagen. Eines meiner abenteuerlichsten Erlebnisse! In der Mitte vom Nirgendwo, hunderte Kilometer keine Menschenseele... am Straßenrand verbrachten wir die Nacht unter dem Truck. Absolute Stille. Klarer Sternenhimmel. Irgendwann früh morgens der Sonnenaufgang. Erste Sonnenstrahlen die unter den Truck scheinen. So genial!

Nachtlager unter dem Truck

Nachtlager unter dem Truck

Fernando startete frühmorgens den Motor des Trucks,...lautes Getöse riss uns aus dem Schlaf,...eilig krochen wir unter dem Truck hervor, ...denn so ganz sicher waren wir uns nicht ob er sich vor lauter Müdigkeit noch an uns erinnern würde,... ob ihm noch klar war, dass wir unter seinem Truck schlafen würden. Aber er erinnerte sich und so ging es am Vormittag bis an den südlichsten Zipfel von Südamerika - nach Ushuaia. Wir hatten es also geschafft - rund 620 Kilometer in nur 25 Stunden Autostoppen.

...on the road again... die letzten hundert Kilometer bis nach Ushuaia...

...on the road again... die letzten hundert Kilometer bis nach Ushuaia...

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Ushuaia gefiel uns nicht besonders,....sehr touristisch,...sehr teuer, also blieben wir nur einen Tag in der Stadt um die Museen zu besuchen und bestritten dann eine kleinere Dreitageswanderung.

Ushuaia,...am Ende der Welt angekommen....

Ushuaia,...am Ende der Welt angekommen....

Hier neben der Stadt gibt es ja einen Nationalpark, in den aber alle Touristen rennen..... und so beschlossen wir einen weniger frequentierten Trek auszuprobieren - Paso de la Oveja, was wörtlich übersetzt Schafspass heißt.

Ich halt mich hier kurz und lasse die Fotos für sich sprechen. Es war eine tolle Wanderung mit wunderschöner Landschaft. Am ersten Tag ging's zu einem Gletscher hoch.

Tag 1....hoch zum Gletscher

Tag 1....hoch zum Gletscher

Größenunterschiede

Größenunterschiede

jump #24

jump #24

Die Nacht verbrachten wir am Lagerfeuer an einem nahegelegenen Bergsee. Am nächsten Tag ging es durch dichte Wälder und sumpfige Feuchtgebiete immer höher den Pass hinauf. Knapp unter dem Pass errichteten wir unser Lager in einem kleinen Wäldchen das an einem tieftürkisen Bergsee lag. Am Abend die untergehende Sonne, in der Früh die Morgensonne die sich auf der Wasseroberfläche spiegelte.

Tag 2.... Nachtlager am See

Tag 2.... Nachtlager am See

...hinunter zum See

...hinunter zum See

abendliche Stille im wenig besuchten Camp...

abendliche Stille im wenig besuchten Camp...

...der nächste Morgen...

...der nächste Morgen...

Am dritten und letzten Tag ging es schließlich über den Pass in ein langgezogenes Tal. Beeindruckende Geröllfelder an steilen Bergflanken, im Herbst rötlich schimmernde Wälder an der Talsohle, am Ende des Tals das offene Meer und der Beagle Kanal. Stunde um Stunde wanderten wir aus dem Tal in Richtung Meer und Ushuaia hinaus.

Tag 3,... den Pass hinauf

Tag 3,... den Pass hinauf

...der Blick ins dahinterliegende Tal,...

...der Blick ins dahinterliegende Tal,...

...über Geröllfelder hinunter ins Tal,...der Blick zurück

...über Geröllfelder hinunter ins Tal,...der Blick zurück

...landschaftlich beeindruckend,.... Geröllfelder, im herbstlichen Rot strahlende Wälder,.... das Meer am Ende des Tals

...landschaftlich beeindruckend,.... Geröllfelder, im herbstlichen Rot strahlende Wälder,.... das Meer am Ende des Tals

Die Wanderung ein voller Erfolg, denn nicht nur Landschaft, Gletscher, Bergseen, Pass, wunderschönes Tal mit Blick aufs Meer, usw. machten die Wanderung zu etwas Besonderem, auch hatten wir absolute Ruhe, denn auf diesem weniger touristischen Trek trafen wir in 3 Tagen gerademal neun andere Wanderer. Da diese Wanderung so toll war, beschlossen wir somit, auf einen Besuch im touristischen Nationalpark zu verzichten und mit guten Eindrücken die Reise in den Norden anzutreten.

Am Ende der Wanderung,..der Blick auf den Beaglekanal...und Ushuaia

Am Ende der Wanderung,..der Blick auf den Beaglekanal...und Ushuaia

Auch dieses Mal hatten wir großes Glück mit den Mitfahrgelegenheiten und erreichten in wenigen Stunden die Grenze zu Chile. Dort angelten wir uns eine Mitfahrgelegenheit in einem Truck der uns bis Mitternacht in die argentinische Stadt Rio Gallegos brachte. Also gerade mal 14 Stunden für 570 Kilometer. Da wir in Rio Gallegos in nächster Nähe nur ein Hotel fanden und dieses überteuert war, beschlossen wir die Nacht in Trampermanier in einem 24-Stunden Tankstellencafe durchzumachen. Die 6 Stunden teilten wir uns für kurze Schläfchen gerecht auf und so ging es am nächsten Morgen nach 3 Stunden Schlaf "frisch und munter" weiter gegen Norden. Wir warteten auf halber Strecke in einem kleinen Nest namens Esperanza mehrere Stunden auf eine Mitfahrgelegenheit,..kein Auto in unsere Richtung,... kein Auto in Richtung El Clafate unserem nächsten Ziel. Kalter sturmartiger Wind machte das Warten zu keinem Vergnügen. Als ich schon alle Hoffnung verloren hatte und in einen vorbeikommenden Bus steigen wollte, fragte ich noch ein letztes Mal an der Tankstelle die Fahrer eines Pick Ups um eine Mitfahrgelegenheit.... und hatte Glück. Auf der Ladefläche des Pickups ging es fortan für zwei Stunden in den Norden. Die Kälte und der eisige Fahrtwind bei mehr als 100 Stundenkilometer machten die Fahrt zwar nicht unbedingt angenehm aber zu einem tollen Erlebnis. Wo in Europa kann man denn schon auf der Ladefläche eines Pick Ups über die Autobahn brettern .

...mit hundert Sachen in Richtung El Calafate,...auf der Ladefläche eines Pick-Ups

...mit hundert Sachen in Richtung El Calafate,...auf der Ladefläche eines Pick-Ups

Unsere Fahrer hatten einige Zwischenstopps die uns aber zwecks Aufwärmen richtig gut taten. Am späteren Nachmittag und somit rund 28 Stunden nachdem wir im 880 Kilometer südlicheren Ushuaia aufgebrochen waren erreichten wir endlich El Calafate. Hierher waren wir gekommen um einen der beeindruckensten Gletscher, den Perito Moreno zu besuchen und natürlich eine 3 Tagewanderung zum Fitz Roy zu unternehmen. Davon aber nächstes Mal. Bis dahin, liebe Grüße in die Heimat,...

Alles Liebe Euer Matthias

..bei einem der vielen Stopps,... ok,..wenn sie es so wollen...

..bei einem der vielen Stopps,... ok,..wenn sie es so wollen...

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Die Reise
 
Worum geht's?:
Ab Juni 2011 geht es einmal um die Welt,...so ist zumindest der Plan,…wie lange es tatsächlich dauert und wo es dann überall hingeht wird sich noch zeigen... Dieser Blog ist für alle, die wissen wollen wo auf der Welt ich mich gerade rumtreibe und was ich dort so erlebe. Das erste Jahr in Südamerika ist leider schon vorüber,...aber im Herbst geht's sofern alles klappt weiter in Richtung Asien und Ozeanien ,-) Freu mich natürlich über Nachrichten im Guestbook. Viel Spass beim „Mitreisen“!
Details:
Aufbruch: 15.06.2011
Dauer: 24 Monate
Heimkehr: Juni 2013
Reiseziele: Ecuador
Cotopaxi
Peru
Bolivien
Chile
Argentinien
Paraguay
Uruguay
Brasilien
Österreich
Der Autor
 
Matthias Juranitsch berichtet seit 10 Jahren auf umdiewelt.
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