Und doch...

Reisezeit: März - Juli 2012  |  von Alex Färber

eigentlich waren meine Pläne schon alle über den Haufen geworfen.
Der richtige Partner fürs Leben kam und ich dachte auch den perfekten Job zu bekommen.
Bei 50 % lag ich richtig.
Das Leben hat mir meine Arbeit in auffällig kurzer Zeit so unangehnehm gemacht, dass ich meine Pläne, Neuseeland als BackPacker zu bereisen wieder aufnahm.
Wenns so sein soll, dann rein ins Abenteuer...

Surprise, Surprise

Im Grunde hatte ich aus dieser manchmal störenden Vernunft herraus meine Neuseeland-Work-&-Travel-Pläne schon verdrängt.

Mein erster Grund war meine Arbeit. Während meiner Ausbildung war ich mir sicher den tollsten Job zu lernen den es gibt, auch wenn dies nie ein Wunschberuf von mir gewesen war (als hätte ich denn je soetwas gehabt) Ich fand meine Kollegen toll(ich finde auch jetzt noch jeden von ihnen klasse) und wollte hier alt werden.

"Wenn du Gott zum lachen bringen willst, mach dir einen Plan" wahnsinns Spruch und verdammt richtig.

Nach dem ersten Grund muss auch noch ein zweiter folgen.
Das war mein Freund (manche wüden ihn LAG nennen, wobei ich das A sehr pessimistisch finde und das bin ich ganz und gar nicht.) Ich dachte mir: guter Job, toller Freund, ich brauche kein Neuseeland mehr.
Ich werde die Welt anders erkunden, in Stückchen, wenn ich Urlaub habe. Shanghai, Koh Samui, Irland hatte ich ja bis jetzt schon.

Ich wäre nach meiner Lehre übernommen worden und habe während meiner Lehre schon meine Stelle angetreten. Nach zwei Monaten war mir klar: NEVER EVER!!! mach ich das länger als ich muss. Da sonst nichts anderes im Angebot war, war ich gezwungen zu kündigen. Ich war schon drauf und dran mich für andere Stellen zu bewerben, bis etwas in meinem Hinterstübchen anklopfte: "du wolltest doch mal nach Neuseeland".

Plötzlich war für mich mehr als klar, dass ich das tue.

Jobgesuche wurde mehr oder weniger eingestellt. Ein paar Bewerbung schickte ich weg, aber mit Arbeitseintritt Mitte Juli.

Nach der Erkenntnis, was ich tun werde/muss/soll/will! Musste ich das meinem Umfeld mitteilen. Zuerst kamen meine Familie, die nahm es ziemlich nüchtern auf, wofür ich auch sehr dankbar bin. Ich kann auf ewige Diskussionen ganz gut verzichten, außerdem rede ich davon schon seit zwei Jahren, es dürfte nicht überraschend gewesen sein.

Dann kam mein Liebster. Zuerst war er nicht sehr begeistert. Ich würde ihm zusehr fehlen. Aber er hat es mir auch nie auszureden versucht. Im Gegenteil, nach einigen Gesprächen hatte ich das Gefühl er freut sich für mich, mit mir und war vielleicht sogar ein bisschen neidisch

Zu guter Letzt kamen noch meine Chefs. Diese war alles andere als begeistert, dass ich kündigte, wenn nicht sogar gekränkt. Man meinte ich könnte noch gar nicht beurteilen ob es mir gefällt oder nicht. Ich solle doch abwarten. Zumindest ein Jahr. Um ehrlich zu sein, hab ich darüber nachgedacht. Aber, ich möchte mich nicht an eine Arbeit gewöhnen müssen. Entweder es passt oder es passt nicht. Und auf das sollte man in sämtlichen Lebenslagen achten.

Surprise, Surprise. Die wichtigsten Instanzen waren abgeklappert und alle hinterlies ich mehr oder weniger überrascht.
Aber was solls...auf gehts zur Planung^^

© Alex Färber, 2011
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Die Reise
 
Details:
Aufbruch: März 2012
Dauer: 4 Monate
Heimkehr: Juli 2012
Reiseziele: Neuseeland
Deutschland
Der Autor
 
Alex Färber berichtet seit 10 Jahren auf umdiewelt.