Thailand 4,5 Wochen Urlaub mit Kleinkind

Reisezeit: Mai / Juni 2014  |  von Vera, Sascha, Elisa und Bastian F.

Resümee

Resümee - Thailand 4,5 Wochen mit Kleinkind

Ihr habt die 4 1/2 Wochen unserer Reise mitverfolgt, was wir alles erlebt und gesehen haben. Wir haben uns über die Gästebucheinträge, Emails, Kommentare und Telefonate sehr gefreut. Vielen Dank nochmal dafür an ALLE! Dafür hat sich diese "Arbeit" wirklich gelohnt. Die Resonanz war einfach toll. Dieses Reisetagebuch zu schreiben hat mir einen Riesenspaß bereitet. Es war nicht nur für unsere Familie und Freunde eine Idee, sondern auch für uns selbst, als kleine Erinnerung an einen unvergesslichen Urlaub.

Abschließend können wir sagen, Thailand mit Kleinkind JEDERZEIT wieder. Wir hatten wirklich, und ich schreibe hier nichts schön oder habe irgendwelche Vorkommnisse vertuscht, einen genialen Urlaub.
Alle Zweifel, Verunsicherungen und Bedenken (ok, wir hatten nicht Viele) vor der Reise, waren letztendlich absolut unbegründet.
Thailand ist ein absolut sicheres, extrem kinderliebes Reiseland mit einem top Gesundheitswesen auf dem gleichen westlichen Niveau wie Deutschland.
Die Ernährung ist international und breit gefächert. Wir hatten zu keiner Zeit Probleme für Elisa etwas kindergerecht Essbares zu finden, obwohl unsere Kleine noch nie eine einfache Esserin war. Selbst an den Straßenküchen kann man überall bedenkenlos zugreifen, da dass Essen dort hocherhitzt und frisch zubereitet wird.
Mit der anfänglichen Hitze hatte Elisa ebenfalls keinerlei Probleme. Da hatten Sascha und ich eher zu kämpfen die ersten Tage, weil es wirklich anfangs extrem schwül war. Elisa ließ dies alles unbeeindruckt. Ich hatte extra gegen Pickelchen und Ausschlag Puder dabei. Wir haben nichts davon gebraucht, trotz ihrer hellen, eher empfindlichen Haut.

Auch die verschiedenen Standortwechsel hatten Elisa unbeeindruckt gelassen. Koffer einpacken, Koffer auspacken, Reisebett zusammenpacken, Reisebett wieder aufbauen. Sie hat sich überall schnell in die neue Umgebung eingefunden und ihren Spaß gehabt.

Abends beim Schlafengehen hatten wir lediglich gemerkt, dass sie plötzlich anhänglicher wurde. Ob das mit den verschiedenen Stationen zu tun hatte und das sie nach ein paar Tagen wieder woanders schlafen sollte, kann ich nicht beurteilen. Vielleicht war es mal wieder eine von ihren vielen Phasen die sie gerade im Urlaub durchmachte und wir hätten daheim das selbe Spielchen gehabt...
Sie wurde beim ins Bett gehen abends so anhänglich, dass sie zu weinen begann und es nicht akzeptierte, dass sie alleine drinnen bleiben sollte und wir draußen (vor dem Bungalow oder auf dem Balkon je nach Unterkunft) saßen. Mama geht nicht weg, fragte sie bestimmt 100 mal... Da überkam sie die Angst. Daheim war sie es gewohnt, dass ihre Tür im Kinderzimmer offenstand. Dies war wegen der Moskitos im Urlaub unmöglich... Da ich es mir nach 2 1/2 Jahren nicht anfing abends neben ihrem Bett zu sitzen bis sie eingeschlafen war, hatten Sascha und ich schnell "die Lösung" gefunden.
Die Tür (egal ob Bungalow oder Hotelzimmer) zum Bad ließ ich einen Spalt offen und begab mich kurzerhand ins Badezimmer bis sie eingeschlafen war. Schon war alles gut und sie wusste, ich gehe nicht weg. Nach 10-15 Minuten war Klein-Elisa eingeschlafen und ich konnte mich draußen zu Sascha vor den Bungalow oder auf den Balkon, je nachdem welche Unterkunft wir gerade hatten, setzen.

Grundsätzlich würde ich jedem empfehlen seinem Kind/seinen Kindern nicht zu viel zuzumuten im Urlaub. Lieber ruhiger angehen lassen und dem Kind die Möglichkeit geben sich einzugewöhnen. Das Reisen und die Aktivitäten "seinem Kind" anzupassen. Klar, wir hätten wesentlich mehr unternehmen, sehen und erleben können, aber ich bin mir nicht sicher ob es auch zum Wohle der Kleinen gewesen wäre. Elisa hat bis auf 2-3 Mal jeden Mittag ihren geregelten Mittagsschlaf bekommen. Diese Rituale sind und waren uns einfach wichtig.

Jeder kennt sein Kind am Besten und ich würde es mir nicht herausnehmen über andere Eltern zu urteilen. Wenn die Eltern zufrieden sind und die nötige Ruhe ausstrahlen, dies gilt auch für jeden Flug, dann überträgt sich das immer auf das Kind. Kinder spüren die Ruhe und Gelassenheit. So haben wir auch jeden Flug gut gemeistert. Leider erlebt man dies immer wieder auf Flügen, wie Eltern teilweise übernervös sind und miteinander gereizt umgehen. Das sich dies auf die Kleinen überträgt und diese Kinder früher oder später schreiend und heulend im Flieger sitzen ist dann kein Wunder.

Ein Tipp den sicherlich die meisten von Euch befolgen, wir aber auf jedem Flug leider immer wieder erleben, dass dies nicht berücksichtigt wird:

Kinder, Kleinkinder und Babys haben immer wieder Probleme bei Start und Landung mit dem Druckausgleich auf den Ohren. Dies kann für die Kleinen wahnsinnig schmerzhaft sein und deshalb gibt es sehr oft bei Landungen heulende Kinder und schreiende Babys. Um dies alles zu vermeiden MUSS das Kind während Start und Landung ZWINGEND trinken oder kauen/essen.

Wir haben es IMMER so gehandhabt. Als Elisa noch gestillt wurde, habe ich während Start und Landung gestillt, als sie älter war hat sie ihre Flasche getrunken und jetzt trinkt sie aus ihrer Trinkflasche (oder kaut Gummibärchen). Gummibärchen sind daher ein "muss" für uns auf dem Flug.
Bei verschnupftem Kind vor Start und Landung zusätzlich Nasentropfen verabreichen.

Bei mittlerweile schon 16 Flügen (ich hoffe ich hab mich nicht verzählt) die Elisa seit ihrer Geburt gemeistert hat, gab es für Sie NIE Probleme mit dem Druckausgleich auf ihren Ohren.

Wir haben bisher LEIDER bei fast jedem Flug erlebt, dass Eltern einfach zu unvorbereitet ins Flugzeug steigen und ahnungslos, verwundert und überfordert sind, warum die Kleinen plötzlich, und meistens bei der Landung, anfangen schrecklich zu weinen. Ich habe über dieses Thema jetzt sehr viel geschrieben, aber das war mir einfach ein überaus wichtiger Tipp.

Ich denke über Reisen mit Kleinkind ist genug geschrieben, jedes Kind ist anders und hat seinen eigenen Charakter, daher wird auch jeder seine eigenen Erfahrungen machen...
Sollte irgendjemand noch Fragen haben, bin ich per Email jederzeit erreichbar und helfe weiter. Auch wenn es allgemein um Fragen geht zu Individual-Reisen komplett Südostasien. Wir "betreiben" unsere individuell geplanten Reisen ja schon seit 2008

Unser persönliches Resümee...
Sascha und ich haben auch noch Gesprächsstoff nach 4 1/2 Wochen gemeinsamem Urlaub. Wir haben wieder mal festgestellt, dass wir es
4 1/2 Wochen auch Tag und Nacht (also rund um die Uhr) miteinander "aushalten" ohne uns auf die Nerven zu gehen, was heutzutage ja auch nicht mehr selbstverständlich ist. Wir wären sehr gerne auch noch länger zusammen unterwegs gewesen, da wir den Urlaub doch sehr genossen haben, vor allem endlich mal wieder ausgiebig gemeinsame Zeit miteinander verbringen zu können. Aber was will man machen, irgendwann ruft dann doch wieder die Arbeit und der Alltag.

Wir werden definitiv wieder individuelle Fernreisen mit Kleinkind machen. Wann und wohin, das steht noch in den Sternen... Der nächste Urlaub kommt bestimmt.

Unserem Motto werden wir treu bleiben:
Die Welt ist einfach zu schön um sie nicht zu bereisen, daher wollen wir unserer Elisa auch in Zukunft möglichst viel von ihr zeigen.
Außerdem lebt man nur einmal!

Aber eines bleibt, daheim ist's doch immer am Schönsten.

Die Reise
 
Worum geht's?:
Ich schreibe diesen Reisebericht für unsere Familie und unsere Freunde. Dann wisst ihr immer wo wir gerade sind und wie es uns geht! Ich freue mich selbstverständlich auch über fremde Mitleser und Interessierte, die vielleicht auch eine Reise mit Kleinkind nach Thailand planen. Ich habe selbst zig Berichte dieser Art gelesen und konnte mich so sehr gut auf die Fernreise mit Kleinkind vorbereiten. Wir, dass sind Sascha 40 Jahre, Vera 31 Jahre und Elisa 2,5 Jahre. Viel Spaß beim Lesen!
Details:
Aufbruch: 29.05.2014
Dauer: 4 Wochen
Heimkehr: 28.06.2014
Reiseziele: Thailand
Vereinigte Arabische Emirate
Der Autor