Südafrika - Die Welt in einem Land

Reisezeit: Januar / Februar 2016  |  von Dieter Streubel

18.Tag: Kapstadt -CapeOfGoodHope- Kapstadt, 150 km

Route:

Sea Point(CPT) - Kirstenbosch - Muizenberg - Simon's Town - Cape Of Good Hope - Chapman's Peak Drive - Camps Bay - Sea Point(CPT)

Übernachtung:

African Home Guesthouse

Tipps:

  • Cape Of Good Hope: es empfiehlt sich möglichst früh anzureisen, da es dort sehr touristisch ist,

  • Chapman's Peak Drive: die wohl schönste Panoramastraße in Südafrika, auf jeden Fall von Süden nach Norden befahren,

  • Camps Bay: ein wunderschöner Badeort mit schönen und guten Restaurants,

  • Restaurant in Camps Bay: Zenzero, sehr gutes Essen, wenn man auf dem Balkon sitzt hat man eine tolle Aussicht auf die Promenade und das Meer, absolute Empfehlung,

  • Kapstadt und Umgebung bietet so viel an Sehenswertem, so dass man hier locker 1 Woche verbringen könnte, ohne dass Langeweile aufkommt.

Reisebeschreibung:

Dieser Tagesausflug wird mir noch lange in Erinnerung bleiben, denn es war einfach ein fantastischer Tag mit grandioser Natur am "Ende der Welt", einem leckeren Ingwer-Smoothie und dem beste Fisch meines Lebens in traumhafter Atmosphäre.

Um an das Cape Of Good Hope zu gelangen gibt es 2 unterschiedliche Möglichkeiten: Entweder man fährt über die westliche Seite, über Camps Bay und Hout Bay in Richtung Kap-Halbinsel oder man nimmt die östliche Route über Muizenberg und fährt dann über die westliche wieder zurück.

Wir nahmen die östliche Route, welche auf jeden Fall die bessere sein sollte, aber darauf komme ich noch später zu sprechen.

Kirstenbosch Botanical Garden

Da der Botanische Garten auf dem Weg lag und zu den schönsten der Welt gehören soll, machten wir einen Abstecher dort hin.

Das Areal erstreckt sich am Fuße des Tafelberges von 100 bis auf 1000 m Höhe, daher ist es sicher unmöglich den ganzen Park innerhalb von 1-2 Stunden zu sehen. Vielleicht war das aber auch der Grund, warum wir etwas enttäuscht waren. Vielleicht waren wir aber auch zur falschen Jahreszeit dort, denn außer viel Grünpflanzen und Bäumen sahen wir nicht viel. Wir haben uns doch mehr Farbenvielfalt erhofft.

Kirstenbosch Botanical Garden

Kirstenbosch Botanical Garden

Kirstenbosch Botanical Garden (Wanderweg über die Baumwipfel)

Kirstenbosch Botanical Garden (Wanderweg über die Baumwipfel)

Muizenberg

Nächster Point Of Interest waren die farbigen Strandhäuser von Muizenberg.
Muizenberg an sich ist kein schöner Ort. Es sieht dort alles etwas verwahrlost aus, daran kann auch der wunderschöne über 30 km lange Sandstrand an der False Bay nichts ändern. Die Strandhäuser haben uns aber sehr gut gefallen und waren ein dankbares Fotomotiv.

Farbige Strandhäuser von Muizenberg

Farbige Strandhäuser von Muizenberg

Die Kap-Halbinsel

Wir fuhren weiter über Fish Hoek und Simon's Town in Richtung Cape Of Good Hope.

Ein paar Kilometer südlich von Simon's Town kehrten wir in das Black Marlin zum Mittagessen ein, ich glaube das letzte Restaurant vor dem Kap. Das Restaurant ist wunderschön gelegen mit einem schönen Panoramablick auf die False Bay. Es herrschte viel Betrieb dort. Nicht nur Touristen, sondern auch Einheimische gehörten dort zu den Gästen. Das Essen war soweit ganz gut.

Blick auf die False Bay in der Nähe des Black Marlin Restaurants

Blick auf die False Bay in der Nähe des Black Marlin Restaurants

Je weiter wir in die Nähe des Kaps kamen, desto rauher und wilder wurde das Wetter, es waren kaum noch Anzeichen von Zivilisation zu sehen. Ganz nach meinem Geschmack.

Kurz vor dem Checkpoint (das Kap kostet natürlich was, aber wie alle Eintrittspreise in Südafrika, nicht der Rede wert) wurde der Verkehr stärker und als wir den Checkpoint erreichten, fanden wir uns in einem kleinen Stau wieder. Allerdings waren wir in 10 Minuten durch.

Am Kap gibt es zahlreiche Wanderwege und einige kleine Straßen führen an das Meer hinunter. Hier alleine könnte man sicher einen ganzen Tag verbringen.

Zunächst wollten wir in Richtung Cape Point. Da es aber schon früher Nahmittag war, bekamen wir dort keinen Parkplatz. Wir fuhren wieder ein Stück zurück und nahmen die kleine Straße links zum Cape Of Good Hope.

Der Wind war dort so stark, dass man sich kaum auf den Beinen halten konnte. Das Meer aufgepeitscht und es waren gefühlt sicher 10 Grad weniger als in Kapstadt. Man merkt schon irgendwie, dass man hier am Ende Welt und der Südpol nicht mehr weit ist.

Cape Of Good Hope

Cape Of Good Hope

Cape Of Good Hope

Cape Of Good Hope

Cape Of Good Hope

Cape Of Good Hope

Der Rückweg ging, wie bereits erwähnt, über die westliche Route. Wir gingen in Scarborough in das Village Hub Cafe um etwas zu trinken. Der Ingwer-Smoothie dort ist wirklich empfehlenswert, ein tief rotes Gebräu mit vielen Gewürzen und einer vom Ingwer stammenden leichten Schärfe.
An das Cafe angeschlossen ist ein kleiner Naturkost-Laden, in dem wir ein paar Kleinigkeiten kauften.

Chapman's Peak Drive

Wir fuhren weiter über Kommetjie, und Noordhoek, wo dann der Chapman's Peak Drive begann. Über diese Panoramastraße brauche ich nicht viel schreiben, das kann man nachlesen, aber für mich war es sicher eine der schönsten Panoramastraßen, die ich jemals gefahren bin. Wir hielten hier an fast jeder Parkbucht an und konnten es einfach nicht fassen, wie schön die Aussicht auf die Hout Bay ist. Da die Parkbuchten mit den schönen Aussichten immer zum Meer hin liegen, ist die Route auf dem Chapman's Peak Drive von Süden nach Norden sicher die bessere Wahl, da man (wir haben ja hier Linksverkehr) einfacher in die teilweise kleinen Parkbuchten kommt. Diese liegen nämlich oft in gefährlichen Kurven. Das ist, wie bereits anfangs erwähnt, auch der Grund, warum man die West-Route als Rückweg nehmen sollte.

Blick auf die Hout Bay vom Chapman's Peak Drive

Blick auf die Hout Bay vom Chapman's Peak Drive

Blick auf die Hout Bay vom Chapman's Peak Drive

Blick auf die Hout Bay vom Chapman's Peak Drive

Blick auf die Hout Bay vom Chapman's Peak Drive

Blick auf die Hout Bay vom Chapman's Peak Drive

Camps Bay

Kurz vor Kapstadt erreichten wir noch das malerische Camps Bay, das St. Tropez von Südafrika. Aber ganz ehrlich: ich war bereits 2 mal in St.Tropez ... mit Camps Bay kann der französische Luxus-Ort nicht mithalten, aber das ist sicher Geschmackssache. Camps Bay ist sicher ein Ort der Schönen und der Reichen, allerdings hat es ein einmaliges Flair und wirkt auch nicht so abgehoben wie andere europäische Luxusorte.

Wir hatten großen Hunger und entschieden uns dort Essen zu gehen. Wir wählten das Zenzero an der Promenade. Ich habe dort den besten Fisch meines Lebens gegessen. Ich glaube das Gericht hieß Line Fish. Zart wie Butter in einer delikaten Sauce, geschmacklich eine wahre Freude. Das ganze kostete (in einem Nobelort direkt an der Promenade mit einer grandiosen Aussicht) gerade mal 10 €.

Wir saßen auf einem kleinen Balkon im 1.Stock und waren dort ganz für uns alleine. Wir beobachteten das Treiben und sahen die Sonne untergehen.

Für uns ging einer der schönsten Tage des Urlaubs zu Ende.

Im Restaurant Zenzero in Camps Bay

Im Restaurant Zenzero in Camps Bay

Sonnenuntergang in Camps Bay

Sonnenuntergang in Camps Bay

Sonnenuntergang in Camps Bay

Sonnenuntergang in Camps Bay

© Dieter Streubel, 2016
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Vom 21.01.2016 bi 11.02.2016 bereisten meine Lebensgefährtin und ich den Süden von Südafrika auf eigene Faust.
Details:
Aufbruch: 21.01.2016
Dauer: 3 Wochen
Heimkehr: 11.02.2016
Reiseziele: Südafrika
Der Autor
 
Dieter Streubel berichtet seit 6 Jahren auf umdiewelt.
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