Südafrika - Die Welt in einem Land

Reisezeit: Januar / Februar 2016  |  von Dieter Streubel

6.Tag: Addo - Quatermain's 1920 Safari Camp,71 km

Route:

Addo Elephant Park - Nanaga - Quartermain's 1920 Safari Camp

Übernachtung:

Quartermain's 1920 Safari Camp, 2 Nächte, Ambiente wie man es vor 100 Jahren erlebte, 1 Zelt mit Doppelbett, Verpflegung: All-Inclusive, mitten im Dschungel, das Highlight des Urlaubs, absolut empfehlenswert.

Tipps:

  • Das Quartermain's ist nicht billig, aber das Preis-Leistungsverhältnis ist sehr gut, da wirklich alles dabei ist, 3 Safaris (bei 2 Übernachtungen), 1 Bushwalk, Übernachtungen, Essen und Getränke ... und ein großes Plus: es sind max. 6 Personen im Camp,

  • Vegetarier sollten bereits bei der Buchung nach vegetarischen Gerichten anfragen, da das Essen sehr fleischlastig ist (z.B. gibt es Kudu-Eintopf, viel gegrilltes Fleisch),

  • Da es früh morgens und abends auf den Safaris sehr frisch werden kann (ich glaube es waren sogar einstellige Temperaturen), sollte man warme Kleidung dabei haben (eine Winterjacke oder ein Anorak ist hier sicher nicht verkehrt), gefühlt waren es teilweise einstellige Temperaturen.

Reiseverlauf:

Die Zeit im Quatermain's war das Highlight unserer 3-wöchigen Reise durch Südafrika.

Das Quatermain's 1920 Safari Camp liegt zwischen den beiden privaten Game Reserves Shamwari und Amakhala. Das Camp besteht aus 3 Zelten für jeweils 2 Personen, die ziemlich weit auseinander liegen, so dass man auf jeden Fall seine Privatsphäre hat. In der gedachten Mitte zwischen den Zelten befindet sich der Aufenthaltsbereich mit einer Feuerstelle und Sitzmöglichkeiten.

Das Camp ist so ausgestattet, wie es vor 100 Jahren Abenteurer, Großwildjäger und Forscher vorgefunden haben sollen. Also keine Elektrizität, kein fließendes Wasser und sonstige modernen Utensilien unser Zeit.

Man übernachtet mitten im Dschungel mit all den Geräuschen und Tieren. Ich fand das sehr aufregend und romantisch. Das Zelt kann man allerdings so schließen, dass außer ein paar Spinnen und Käfer kein Getier ins Zelt kann.

Das Essen wird über einer offenen Feuerstelle zubereitet, es gibt ein paar Meter weiter aber auch eine Zeltküche. Gegessen wird gemeinsam an einem großen Tisch. Außer uns im Camp waren noch ein sehr nettes schottisches Ehepaar (ich schätze so um die 60) und 2 junge Neuseeländer, die sehr lustig waren.

Unser Zelt im Quatermain's

Unser Zelt im Quatermain's

Der Wohnraum unseres Zeltes

Der Wohnraum unseres Zeltes

Der sanitäre Bereich unseres Zeltes

Der sanitäre Bereich unseres Zeltes

Aufenthaltsbereich im Quatermain's

Aufenthaltsbereich im Quatermain's

Wir kamen um ca. 12:30 Uhr am Außentor des Game Reserve's an (die Beschreibung zur Anfahrt war übrigens sehr gut, wir haben die kleine Abzweigung sofort gefunden), wurden etwa 2 km weiter im Park mit einem Jeep abgeholt und zum Camp gebracht.

Ein paar Stunden später fanden wir uns in einem Jeep (8-Sitzer) auf unserer ersten "richtigen" Safari wieder.

1.Safari im Shamwari Game Reserve

Unser Ranger, Craig, war der "typische" Ranger, wie man sich ihn so vorstellt. Er erinnerte mich von seinem Outfit ziemlich an District Officer Headley von Daktari (ältere werden sich erinnern). Er war unheimlich lässig und ein sehr kompetenter Guide.

Craig der Ranger

Craig der Ranger

Nach einer kurzen, sehr holprigen Fahrt passierten wir die beiden Tore zum Shamwari Game Reserve und nach etwa 10 Minuten sahen wir die ersten Nashörner. Wir fuhren zunächst auf ca. 10-15 m an die kleine Gruppe, die aus einem Bullen und 3 Kühen bestand, heran. Wahnsinn, diese Tiere, vor allem das Männchen, flößen einem schon unheimlich Respekt ein. Man traut sich kaum den Auslöser der Kamera zu drücken.

Nashörner im Shamwari

Nashörner im Shamwari

Die ständig wechselnde Windrichtung machte den Bullen ziemlich nervös. Er sah ständig mit schwenkendem Kopf in unsere Richtung, so dass der Ranger schließlich mit dem Jeep in einen Sicherheitsabstand wechselte.

Jede einzelne Tierbegegnung hier zu beschreiben würde den Rahmen sprengen, aber wir sahen einiges an großem Getier.

Hier ein paar Fotos ...

An einem sicheren Platz auf einer Anhöhe (na ja, sicher wäre es nur mit einem hohen Zaun gewesen ) machten wir ein Picknick ... mit einer sensationellen Aussicht in die Weite des Shamwari's.... die Sonne ging langsam unter ... das war ein Moment der totalen Zufriedenheit.

Picknick im Shamwari (und Klaudia)

Picknick im Shamwari (und Klaudia)

Plötzlich entdeckte einer der beiden Neuseeländer einen großen Fußabdruck direkt neben unserem Picknick-Platz. Craig meinte er wäre von einem Löwen. Der Abdruck sei aber schon ein paar Stunden alt - na das ist ja beruhigend

Fußabdruck eines Löwen

Fußabdruck eines Löwen

Wieder zurück im Camp machten wir uns kurz frisch und dann gab es auch schon Abendessen: Kudu-Gulasch (Kudu ist eine Antilopenart). "Als Halb-Vegetarier" nicht so mein Fall. Aber für die Carnivoren in unserer Gruppe war es anscheinend sehr schmackhaft.

Wir tranken Wein, lachten viel und Craig erzählte uns Geschichten, die er in seiner Laufbahn als Ranger so erlebt hat (u.a. ein Nashornangriff, der den ganzen Jeep zerstört hat).....

... das alles kam mir vor wie in einem Abenteuerfilm und ich mitten drin.

© Dieter Streubel, 2016
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Vom 21.01.2016 bi 11.02.2016 bereisten meine Lebensgefährtin und ich den Süden von Südafrika auf eigene Faust.
Details:
Aufbruch: 21.01.2016
Dauer: 3 Wochen
Heimkehr: 11.02.2016
Reiseziele: Südafrika
Der Autor
 
Dieter Streubel berichtet seit 5 Jahren auf umdiewelt.
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